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  • Wer zu spät kommt, dem hilft auch viel Geld wenig

    Es gab und gibt in Deutschland einen Markt, der jahrzehntelang wie ein Naturschutzpark agieren durfte: Der Arzneimittel-Markt. Ein scheinbar unantastbares Paradies für einen Industriezweig, der das Gutmenschen-Image selbstbewusst vor sich hertrug. Geschützt durch anachronistische Regulierungen blickte man voller Mitleid auf die Konsum- und Gebrauchsgütermärkte, für die Marketeers mühsam und finanziell aufwändig Marken- und Vertriebspolitik praktizieren. Scheußlich.

  • Managen Sie die Kundenkontaktpunkte für die Marke

    Kunden haben mit Marken unterschiedliche Berührungspunkte: Bei einer Automobilmarke sind dies die Autohäuser, die Kontakte auf der Straße, die Werbung, Direct Mails, der Internetauftritt, Messen und Showrooms, die Werkstatt, die tägliche Erfahrung, Special Interest-Blätter, Testberichte, Verkäufer, Freunde oder Communities. Wie stark eine Marke Kunden beeinflussen kann, hängt von mehreren Faktoren ab.

  • Hört auf, Produkte zu marginalisieren

    Solange ich zurückdenken kann, gibt es Auseinandersetzungen zwischen Marketingmanagern und ihren Werbeagenturen über die Frage, wie prominent in einer Anzeige die Packung dargestellt werden sollte. Und immer waren die Positionen eindeutig: Die Agentur wollte es lieber kleiner, der Kunde lieber größer. Wie der Streit der Parteien ausging, war eine Frage der Überzeugungskraft und der persönlichen Stärke.

  • Die erhöhte Mehrwertsteuer – ein hilfreicher Schreck

    Steuererhöhungen sind in der Regel schreckliche Nachrichten. Im jüngsten Fall tritt fast das Gegenteil ein: Zynisch könnte man die Erhöhung auf 19 Prozent als ziemlich gelungene Verkaufsförderungs-Aktion bezeichnen. Oder als Stimulans für Konsum. Just in time … sozusagen. Getragen von Klinsmanns Euphoriesignalen haben die Deutschen im Sommer 2006 im Überschwang eines positiven Gefühls plötzlich wieder zu kaufen angefangen.

  • Wie verhält sich eine Marke gegenüber Kopien aus dem Billiglager?

    Die Empfehlung, dem Billig-Kopisten auszuweichen, ist verbreitet. Unter dem Motto: „Wenn dir einer näher kommt, dann geh´ woanders hin ...“ überlässt man ihm das kopierte Feld und orientiert sich selber neu. Bei diesem Ausweichmanöver verspielt man Eigenart und Wertposition. Die eigene Kundschaft spürt die Kraftlosigkeit und wird untreu. Deshalb hat ein Markenunternehmen diese Option nicht. Es muss seine eigenen Stärken stärken und sich auf sich selber besinnen.

  • Neue Marken braucht das Land

    Was ist heute die beliebteste Marken- und Marketingstrategie, auf die so gut wie jeder Konzern setzte und setzt? Die Antwort ist einfach: Markenausweitung! So war es nur logisch, dass auch Siemens mit dem guten Markennamen in das heiße Geschäft für Mobiltelefone einstieg. Und auf den ersten Blick ist das Markendach Siemens keine schlechte Herkunft für ein Mobiltelefon, speziell weil man damals gegen einen ehemaligen finnischen Mischkonzern antrat.

  • Fehler in der Medienkontrolle

    Haim Saban hat mit immensem Gewinn die ProSiebenSat1-Gruppe an ein Konsortium von Private Equity-Firmen verkauft – und freut sich darüber diebisch, wie der Spiegel (Nr. 51) zu berichten weiß: „Ich liebe die deutschen Kartellbehörden.“ Die Prise Spott kann ihm niemand verübeln. Der von der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) und Bundeskartellamt verhinderte Verkauf an den Axel-Springer-Verlag hätte ihm nur 23,37 Euro pro Anteil in die Kasse gespült, die neuen Besitzer KKR und Permira zahlen über fünf Euro mehr - 28,71 Euro.

  • Gesucht: Die neue Offenheit

    Das Marketing und die Markenführung sehen sich einer neuen Bedrohung ausgesetzt: Plötzlich wirken Kräfte auf Unternehmens- und Produktmarken und ihr Image ein, die sich den normalen Spielregeln der Markenpflege entziehen. Schlagzeilen wie „Korruption, Betrug, Selbstbegünstigung, Untreue, Sex-Skandale etc.“ bringen Manager und Unternehmen in einen Ruf, der allen schadet. Nicht etwa nur den Betroffenen, sondern allem, was von Ansehen und Reputation lebt. Und das ist ja nun das Lebenselixier von Marken.

  • Das (endgültige) Ende der Werbung!?

    Die klassische Werbung ist in der Krise. Immer mehr Unternehmen suchen nach günstigeren und effektiveren Alternativen. Auch Buchtitel wie „The End of Advertising as We Know It“ oder „The Fall of Advertising and The Rise of PR“ leisten dazu ihren Beitrag. Und kürzlich schockte der Verband der amerikanischen Werbeagenturen, indem er selbst eine PR-Agentur engagierte, um die Imageprobleme der klassischen Werbung im Zeitalter der neuen Medien zu kurieren. Ist das jetzt die endgültige Bankrotterklärung der klassischen Werbung?

  • Werbeverbot für Killerspiele

    Es ist unfassbar. Wieder ist ein Jugendlicher Amok gelaufen und hat in einer Schule 37 Menschen zum Teil schwer verletzt – und viele darüber hinaus seelisch. Wieder stellt sich heraus, dass dieser Schüler möglicherweise geprägt oder sogar schon sozialisiert wurde durch gewaltverherrlichende Computer-Spiele. Dabei fehlt den meisten von uns die Phantasie, um sich auszumalen, was bei diesen Spielen passiert. Es wird gebombt, es spritzt Blut, es fliegen Körperteile über den Bildschirm. Und - es wird dafür geworben.

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