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Business-News: Hyundai-Chef, TV-Kosten, Wirtschaftsprognosen

Einbrüche durch Corona: Erst Ende 2022 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder normal ausgelastet sein. © Imago

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen. Diesmal im Angebot: IWF-Prognosen für den Herbst, ein Generationenwechsel bei Hyundai und Diskussionen um TV-Kosten.

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Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um die folgenden Themen:

  1. Institute: Wirtschaftliche Erholung verliert an Fahrt
  2. Neuer Chef bei Hyundai: Generationenwechsel nach 20 Jahren
  3. Mieterbund kritisiert Regierungspläne für Fernsehkosten-Abrechnung

Institute: Wirtschaftliche Erholung verliert an Fahrt

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen nach den Einbrüchen in der Corona-Krise mit einem längeren Aufholprozess der deutschen Wirtschaft. Das Vorkrisenniveau werde voraussichtlich erst Ende 2021 erreicht, heißt es in einer am Mittwoch vorgelegten Herbstprognose. Erst Ende 2022 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder normal ausgelastet sein. Das größte Risiko für die Prognose bleibe der ungewisse Pandemieverlauf. Die Infektionszahlen in Deutschland sind zuletzt stark gestiegen.

Die Corona-Krise hinterlässt laut Prognose deutliche Spuren in der Wirtschaft und treffe diese härter als noch im Frühjahr angenommen. Die Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen nun für das Jahr 2020 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 5,4 Prozent. Anfang April hatten die Institute damit gerechnet, dass das BIP in diesem Jahr um 4,2 Prozent schrumpft. Dies war aber kurz nach dem Ausbruch der Krise. Die Bundesregierung erwartet mittlerweile ein Minus von 5,8 Prozent.

Für 2021 erwarten die Institute einen Zuwachs um 4,7 Prozent, statt wie im Frühjahr 5,8 Prozent. 2022 dürfte die Wirtschaftsleistung um 2,7 Prozent zulegen.

Neuer Chef bei Hyundai: Generationenwechsel nach 20 Jahren

Der südkoreanische Autobauer Hyundai Motor hat seit Mittwoch einen neuen Vorstandschef. Der 49 Jahre alte Euisun Chung folgt auf dem Posten seinem Vater Chung Mong-koo, der den Konzern 20 Jahre lang leitete und zum fünftgrößten Autoproduzenten weltweit formte. “Ich fühle mich priviligiert, aber auch ein großes Verantwortungsbewusstsein, nun ein neues Kapitel der Hyundai Motor Group zu eröffnen”, sagte Euisun Chung. Als zukünftige Schwerpunktinitiativen des Unternehmens nannte er unter anderem autonomes Fahren, Robotik sowie Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb.

Hyundai Motor hat sich im Juli zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2025 zehn Prozent des Weltmarkts für batteriebetriebene Elektrofahrzeuge zu erreichen. Derzeit hat das Unternehmen jedoch unter sinkenden Verkäufen im Zuge der Corona-Krise zu kämpfen. In der ersten Jahreshälfte sind die Reingewinne von Hyundai Motor im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 50 Prozent eingebrochen.

Mieterbund kritisiert Regierungspläne für Fernsehkosten-Abrechnung

Im Streit um die Pflicht für Mieter, Fernsehanschlüsse über die Nebenkosten zu zahlen, plädiert der Deutsche Mieterbund für eine Änderung der Regierungspläne. Bei der sogenannten Umlagefähigkeit müssen Mieter Kosten für Fernsehzugänge zahlen – selbst wenn sie das nicht wollen.

Die Regierung will diese Umlagefähigkeit abschaffen, damit jeder Haushalt eine Wahlfreiheit hat. Der Mieterbund wiederum ist nun dafür, die Umlagefähigkeit grundsätzlich beizubehalten, schließlich gebe es viele zufriedene Mieter – dank der Mengenrabatte zahlen die Mieter weniger Geld für die Anschlüsse, als wenn sie Einzelverträge abschließen würden.

Unzufriedene Mieter sollten hingegen die Möglichkeit haben, von den Kosten befreit zu werden, sagte Mieterbund-Chef Lukas Siebenkotten der Deutschen Presse-Agentur. “Dann hätten alle Mieter tatsächlich die Wahl, vom wem sie TV und Internet beziehen wollen.” Experten sind aber skeptisch. “Die niedrigen Preise gibt es ja nur, weil alle mitmachen – je mehr aussteigen, desto teurer würde es”, sagte der Düsseldorfer Volkswirt Justus Haucap.

Der Professor war einst Chef der Monopolkommission, der die Umlagefähigkeit – auch Nebenkostenprivileg genannt – ein Dorn im Auge war. Inzwischen sieht Haucap aber weniger Reformbedarf als früher, schließlich seien die Fernsehpreise gesunken – ein Zeichen des Wettbewerbs, sagt er.

Die Abschaffung des Nebenkostenprivilegs würde zu einem verstärkten Wettbewerb der Übertragungstechnologien führen, sagt er. Damit würden – entgegen der Behauptung der Kabelanbieter – auch die Preise für Kabel-TV fallen. Zugleich signalisierte Pfeiffer aber Gesprächsbereitschaft: “Mir ist es besonders wichtig, den Glasfaserausbau bis zum Endkunden zu beschleunigen”, so der CDU-ler. “Daher wäre aus meiner Sicht auch eine Modifikation des Nebenkostenprivilegs denkbar, der zu einem solchen Ergebnis führt.”

mit Material von der dpa

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