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Business-News: Wachstumsregionen 2030, Rabatte im Handel, Audi

BER
BER als Treiber: Das Berliner Umland sowie mehrere Uni-Städte haben gute Wachstumsaussichten nach Corona. © Flughafen Berlin Brandenburg / Günter Wicker

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen. Diesmal im Angebot: Wachstumsregionen bis 2030, Rabatte im Handel und CO2-neutrale Audi-Werke.

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Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um die folgenden Themen:

  1. Fünf der zehn Wachstumssieger bis 2030 aus Ostdeutschland
  2. Wieder mehr Rabatte im Lebensmittelhandel
  3. Audi will Autowerke bis 2025 klimaneutral machen

Nachfolgend die komprimierten Details.

Fünf der zehn Wachstumssieger bis 2030 aus Ostdeutschland

Das Berliner und das Münchner Umland sowie mehrere Uni-Städte haben einer Studie zufolge die besten Wachstumsaussichten nach der Corona-Krise. Fünf der zehn Wachstumssieger bis 2030 kommen aus Ostdeutschland, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Langfristprognose des Forschungsinstituts Prognos hervorgeht. Die Ergebnisse:

  • Zu den Top Ten zählen im Osten die Stadt Potsdam, der Landkreis Dahme-Spreewald mit dem neuen Flughafen BER, der Landkreis Oder-Spree mit der künftigen Fabrik des US-Elektroautoherstellers Tesla sowie die Uni-Städte Leipzig und Rostock.
  • Hessen ist mit Darmstadt dabei.
  • In Bayern werden den Landkreisen aus dem Münchner Umland Dachau, Ebersberg und Erding sowie der Unistadt Regensburg die besten Wachstumsaussichten vorhergesagt.

Schwierigkeiten haben hingegen Kreise, in denen sich die Corona-Krise und strukturelle Probleme überlagern: alte Branchen, geringes Einkommen, alternde Bevölkerung und sinkende Einwohnerzahlen.

Die Studie prognostiziert das Wirtschaftswachstum sowie die Beschäftigtenentwicklung in den 401 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten. Ökonomisch leistungsfähige Regionen werden demnach auch nach der Krise wieder stärker wachsen. Das gelte etwa für Metropolen wie Berlin, München, Hamburg und Köln, aber auch für Jena, Kassel, Darmstadt, Augsburg, Essen oder Münster.

Mehr Rabatte im Lebensmittelhandel

Im Lebensmittelhandel gibt es nach einer coronabedingten Flaute im Frühjahr wieder mehr Sonderangebote. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor. “Seit dem Ende des ersten Lockdowns im Frühjahr hat die Zahl der Werbeaktionen und Sonderangebote wieder deutlich zugenommen. Aktuell liegt sie sogar leicht über dem Niveau vor der Pandemie”, sagte der Nielsen-Handelsexperte Axel Erhardt der Deutschen Presse-Agentur.

Dass es zurzeit so viele Sonderangebote gibt, hat nach Einschätzung des Nielsen-Experten für Konsumentenverhalten, Alexander Proske, auch damit zu tun, dass die Covid-19-Pandemie das Einkaufsverhalten in Deutschland nachhaltig verändert hat. “Die Konsumenten gehen heute seltener Einkaufen als vor der Krise und sie gehen dabei meist nur noch in ein Geschäft, nicht in zwei oder drei Läden”, berichtete Proske. Deshalb würden für den Handel Werbeaktionen, Sonderangebote und ähnliches immer wichtiger. “Der Händler muss darum kämpfen, dass der nächste Einkauf bei ihm stattfindet und nicht beim Wettbewerber. Da sind Preisaktionen eine ganz wichtiger Hebel.”

Zu Beginn der Pandemie im Frühjahr war die Zahl der Sonderangebote im Handel zunächst spürbar zurückgegangen. “Im zweiten Quartal 2020 konnten wir beobachten, dass es deutlich weniger Rabattaktionen für Waren des täglichen Gebrauchs gab”, berichtete Nielsen-Expertin Anne Haine. Viele Produkte hätten sich auch ohne Preisnachlässe verkauft.

Audi will Werke klimaneutral machen

Die Audi-Werke Brüssel und Györ in Ungarn produzieren schon CO2-neutral – jetzt will der Autobauer im Stammwerk Ingolstadt, in Neckarsulm und im Werk San José Chiapa in Mexiko nachziehen. “Bis 2025 sollen alle Audi-Produktionsstandorte bilanziell CO2-neutral produzieren”, teilte die VW-Tochter am Montag mit.

Bisher falle ein Großteil der Emissionen eines Autos beim Fahren an. “Doch mit dem steigenden Anteil an elektrifizierten Autos verschiebt sich das zunehmend in die Herstellungsphase”, sagte Produktionsvorstand Peter Kössler mit Blick auf den hohen CO2-Ausstoß bei der Herstellung der Batterien. “Indem wir unsere Produktionsstandorte CO2-neutral stellen und diesen Anspruch konsequent in die Lieferkette tragen, sorgen wir dafür, dass unsere Autos mit einem geringeren CO2-Rucksack beim Kunden ankommen.” Bis 2025 will Audi die CO2-Emissionen des Autos entlang des gesamten Lebenszyklus im Vergleich zu 2015 um 30 Prozent senken.

In Ingolstadt werde heute zu 70 Prozent, in Neckarsulm und in Mexiko zu 75 Prozent klimaneutral produziert, sagte der Audi- Umweltschutzbeauftragte Rüdiger Recknagel. Im Werk Brüssel erreichte Audi eine komplett klimaneutrale Produktion mit Solaranlagen, Biogas und Ausgleichszertifikaten. Auf dem Werk in Györ stehe das größte Solardach Europas, es erzeuge jährlich 9,5 Gigawattstunden Strom. Außerdem werde in großem Umfang Erdwärme zum Heizen genutzt, sagte Peter Elias, Umweltbeauftragter des Werks. Aber Geothermie funktioniere nicht in Ingolstadt – dort solle das Ziel mit Holz und einem Biomasse-Kraftwerk erreicht werden.

In der Lieferkette habe Audi mit den Zulieferern ein Einsparpotenzial von 1,2 Tonnen CO2 je Auto identifiziert, das bis 2025 gehoben werden soll, sagte Einkaufsmanagerin Johanna Klewitz. So müsse bei der Herstellung der Batteriezelle Grünstrom eingesetzt werden. 95 Prozent des für den Leichtbau wichtigen, aber bei der Herstellung sehr energieintensiven Aluminiums würden wiederverwertet.

mit Material von der dpa

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