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Business-News: Verpackungsmüll, Fresenius, Real-Märkte

Verpackungsmüll
In Deutschland wurden 2019 pro Person im Schnitt 72 Kilogramm Müll eingesammelt – das sind vier Kilogramm mehr als noch 2018. © Imago

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen. Diesmal im Angebot Zahlen zum Verpackungsmüll, eine Fresenius-Personalie sowie die Real-Übernahme.

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Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um die folgenden Themen:

  1. Menge des Verpackungsmülls gestiegen
  2. Fresenius macht früheren Siemens-Manager Sen zum Kabi-Chef
  3. Grünes Licht für Übernahme von Real-Märkten

Nachfolgend die Details im kompakten Überblick:

Menge des Verpackungsmülls gestiegen

In Deutschland ist mehr Verpackungsmüll bei den Endverbrauchern eingesammelt worden. Im Jahr 2019 kamen 5,9 Millionen Tonnen zusammen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden berichtete. Das waren pro Person im Schnitt 72 Kilogramm im Jahr – und damit vier Kilogramm mehr als 2018. Bei den anfallenden Mengen gab es große regionale Unterschiede zwischen Mecklenburg-Vorpommern (83 Kilogramm/Kopf) und Berlin (53 Kilogramm/Kopf).

Der Verpackungsmüll wurde vorwiegend über die gelbe Tonne sowie über Glas- und Altpapiercontainer eingesammelt. Nach der Sortierung blieben 5,6 Millionen Tonnen übrig, die zu fast drei Vierteln recycelt wurden. 16 Prozent der Verpackungsabfälle wurden thermisch verwertet, also verbrannt und zum Heizen oder zur Stromproduktion verwendet.

Fresenius macht früheren Siemens-Manager Sen zum Kabi-Chef

Der Gesundheitskonzern Fresenius macht den früheren Siemens-Manager Michael Sen zum neuen Chef seiner Medikamententochter Kabi. Der 52-Jährige folgt dort zum 12. April auf Mats Henriksson, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Bad Homburg mitteilte. Der 53-Jährige verlasse Kabi wegen unterschiedlicher Vorstellungen über die künftige Ausrichtung der Fresenius-Tochter. Kabi bietet unter anderem Infusionen, Narkosemittel und klinische Ernährung an.

Sen bringt von seinen früheren Jobs bei Siemens und E.on Erfahrung mit der Abspaltung von Unternehmensteilen mit: Der Manager organisierte als Finanzchef von E.on die Ausgliederung des Strom- und Gasgeschäfts in das Unternehmen Uniper. Bei Siemens war er für das Gesundheitsgeschäft und später für den Energiebereich zuständig, die der Konzern unter den Namen Siemens Healthineers und Siemens Energy an die Börse brachte.

Beim Stühlerücken in der Siemens-Führungsetage vor einem Jahr stieg Sen überraschend nicht an die Spitze von Siemens Energy auf, sondern verließ den Konzern. Auslöser sollen Differenzen über die Eigenständigkeit und das künftige Geschäftsmodell gewesen sein.

Grünes Licht für Übernahme von Real-Märkten

Das Bundeskartellamt hat Deutschlands größtem Lebensmittelhändler Edeka grünes Licht für die Übernahme von bis zu 51 Real-Filialen gegeben. Allerdings muss der Handelsriese an sechs Standorten wegen wettbewerbsrechtlicher Bedenken Teilflächen für mindestens zehn Jahre an Wettbewerber vermieten oder eigene Standorte vorher schließen, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte.

Ursprünglich hatte Edeka sogar bis zu 72 Filialen vom Real-Eigentümer SCP übernehmen wollen. An 21 Standorten scheiterten die Pläne des Handelsriesen jedoch an wettbewerbsrechtlichen Bedenken des Kartellamtes. “Wir müssen sicherstellen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher auch in Zukunft zwischen verschiedenen Lebensmittelhändlern auswählen können. Diese Auswahlmöglichkeit erzeugt Wettbewerbsdruck auf die Anbieter und sorgt so für bessere Preise, Auswahl und Qualität”, begründete Kartellamtspräsident Andreas Mundt die Haltung der Wettbewerbshüter. “Wir hatten bei einer Reihe von Standorten die Sorge, dass Edeka mit der Übernahme in den jeweiligen regionalen Märkten zu stark würde.”

Sorgen machte dem Bundeskartellamt außerdem die durch die Übernahmen weiter wachsende Einkaufsmacht des Handelsriesen. Die bedingte Freigabe sei nur deshalb möglich gewesen, weil sich SCP verpflichtet habe, Real-Standorte mit einem Absatzvolumen von rund 430 Millionen Euro an mittelständische Lebensmittelhändler zu veräußern, betonte Mundt. Damit blieben alternative Absatzwege für die Hersteller erhalten.

Der russische Finanzinvestor SCP hatte die angeschlagene SB-Warenhauskette Real mit ihren rund 270 Märkten im vergangenen Jahr von der Metro erworben, um sie zu zerschlagen und weiterzuverkaufen. SCP begrüßte die Entscheidung des Bundeskartellamtes. Sie stelle einen “weiteren Meilenstein im Verkaufsprozess” dar.

mit Material von der dpa

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