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Business-News: OWM, Unilever, Kuaishou, Snapchat

Unilever
Unilever will sich künftig mehr auf Lifestyleprodukte konzentrieren, die bei jüngeren Käufern hoch im Kurs stehen. © Imago

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen. Diesmal im Angebot: Unilever nimmt Millennials ins Visier und P&G-Managerin Kunz wird OWM-Geschäftsführerin.

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Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um die folgenden Themen:

  1. Neue Strategie: Unilever nimmt Millennials ins Visier
  2. P&G-Managerin Kunz wird OWM-Geschäftsführerin
  3. Video-App Kuaishou verdreifacht Wert kurz nach Börsenstart
  4. Snapchat gewinnt 16 Millionen Nutzer hinzu
  5. Lidl senkt Preise für Schweinefleischprodukte wieder

Nachfolgend die Details im kompakten Überblick:

Neue Strategie: Unilever nimmt Millennials ins Visier

Nach einem schwierigen Corona-Jahr verordnet sich der Konsumgüterkonzern Unilever eine neue Wachstumsstrategie. Das Unternehmen will sich künftig mehr auf Lifestyleprodukte konzentrieren, die bei jüngeren Käufern hoch im Kurs stehen. Damit kehrt Konzernchef Alan Jope zu seinen alten Zielen für den Konzern zurück. Der Umsatz soll künftig aus eigener Kraft um drei bis fünf Prozent zulegen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dabei sollen die Gewinne auf vergleichbarer Basis noch stärker wachsen als der Umsatz. Die Aktie stand dennoch deutlich unter Druck.

Ursprünglich stand auch für 2020 ein Umsatzplus in der unteren Hälfte von drei bis fünf Prozent im Plan, doch wegen der Corona-Pandemie musste Jope im vergangenen Frühjahr die Ziele streichen. Während das Geschäft mit Lebensmitteln und Kosmetik unter den Einschränkungen litt, erlebte Unilever hingegen einen regelrechten Boom bei Hygieneartikeln wie Seife und Toilettenreiniger. Mit den Lockerungen im dritten Quartal belebten sich die Geschäfte dann wieder, im Schlussquartal lief es dann noch besser als erwartet.

Nach zwölf Monaten kommt der Konzern damit organisch, das heißt ohne Zu- und Verkäufe sowie Wechselkurseffekte, auf ein Umsatzplus von 1,9 Prozent auf 50,7 Milliarden Euro. Nominal verzeichnete Unilever hingegen 2020 ein Minus bei den Erlösen von 2,4 Prozent, dies war laut Unternehmen negativen Währungseffekten geschuldet. Unter dem Strich stieg der Gewinn leicht um 0,8 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro.

P&G-Managerin Kunz wird OWM-Geschäftsführerin

Susanne Kunz wird am 1. März 2021 die Geschäftsführung der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) übernehmen. Sie folgt damit auf Joachim Schütz, der über 15 Jahre die Geschäfte des Verbands führte und am 31. März 2021 in den Ruhestand geht.

Zuletzt war Kunz von 1991 bis Ende 2020 beim Konsumgüterhersteller Procter & Gamble tätig, zuletzt als Senior Brand Director Media. Bereits seit 2003 ist sie als Mitglied im OWM-Vorstand im Verband engagiert.

Die OWM vertritt seit 26 Jahren die Interessen der Werbetreibenden im deutschen Werbemarkt. Der Verband zählt über 110 Mitgliedsunternehmen.

Video-App Kuaishou verdreifacht Wert kurz nach Börsenstart

Der Börsengang der chinesischen Video-App Kuaishou hat in Hongkong einen Ansturm auf die Aktien des Unternehmens ausgelöst. Unmittelbar nach dem Handelsstart am Freitag lag der Aktienkurs von Kuaishou bei 338 Hongkong-Dollar und damit fast 200 Prozent im Plus. 

In der Zeichnungsfrist vor dem ersten Handelstag hatte das Pekinger Unternehmen bei Anlegern umgerechnet 4,5 Milliarden Euro eingenommen, womit es laut Berechnungen der Finanzagentur Bloomberg der größte Tech-Börsengang seit dem Fahrdienst-Vermittlers Uber im Mai 2019 ist.

Kuaishou, was wörtlich übersetzt soviel bedeutet wie «schnelle Hand», ist in China der größte Konkurrent der chinesischen Video-App Douyin, die im Westen unter dem Namen Tiktok firmiert.

Über die App, die nach eigenen Angaben mehr als 300 Millionen aktive Nutzer hat, können kurze Videos oder Live-Streams selbst erstellt und mit anderen Nutzern geteilt werden.

Snapchat gewinnt 16 Millionen Nutzer hinzu

Die Foto-App Snapchat hat im vergangenen Quartal 16 Millionen tägliche Nutzer hinzugewonnen. Dabei sprang der Umsatz im Jahresvergleich um 62 Prozent auf 911,3 Millionen Dollar (759,8 Millionen Euro), während es unterm Strich rote Zahlen von gut 113 Millionen Dollar gab. Im Vorjahresquartal war der Verlust mit 240,7 Millionen Dollar noch mehr als doppelt so hoch.

Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel am Donnerstag zeitweise mehr als acht Prozent, nachdem die Prognose für das laufende Quartal die Anleger enttäuscht hatte.

Mitgründer und Chef Evan Spiegel verwies unter anderem darauf, dass die Auswirkungen der geplanten Datenschutz-Maßnahmen von Apple auf das Anzeigengeschäft von Snapchat noch schwer vorherzusagen seien.

Die zuletzt 265 Millionen Snapchat-Nutzer öffneten die App im Schnitt 30 Mal am Tag, wie die Mutterfirma Snap berichtete. Im Jahresvergleich stieg die Zahl täglicher Nutzer um 47 Millionen.

Lidl senkt Preise für Schweinefleischprodukte wieder

Der Discounter Lidl hat die im Dezember nach Protestaktionen von Landwirten erhöhten Schweinefleischpreise wieder gesenkt. “Die Entwicklung der vergangenen Wochen hat gezeigt, dass der Markt unserem Preissignal nicht gefolgt ist”, teilte Lidl auf Anfrage mit. “Dadurch ist uns ein erheblicher Wettbewerbsnachteil entstanden.” Es sei daher nicht möglich, die Preise dauerhaft und allein auf dem höheren Niveau zu halten. “Ab sofort müssen wir uns im Schweinepreissegment wieder dem Marktniveau anpassen”, erklärte das Unternehmen.

Lidl hatte die Preise als Reaktion auf Protest- und Blockadeaktionen von Landwirten erhöht. Damals hieß es, man habe den Einkaufspreis für zehn Artikel aus dem Schweinefleischsortiment um 1 Euro pro Kilogramm angehoben, als Folge steige der Verkaufspreis im gleichen Umfang. Die sich in Existenznot sehenden Bauern hatten über zu geringe Erzeugerpreise und ein aus ihrer Sicht unfaires Gebaren der Einzelhandelsketten geklagt.

“Wir werden die deutsche Landwirtschaft weiterhin fördern, indem wir die andauernden Gespräche konstruktiv unterstützen und auf Produkte aus heimischer Landwirtschaft setzen”, betonte Lidl. Schon vor der Preiserhöhung im Dezember hatte das Unternehmen angekündigt, 50 Millionen Euro zusätzlich an die Landwirte über die Initiative Tierwohl auszuzahlen. Zudem habe man im Hintergrund Gespräche mit allen Partnern entlang der Wertschöpfungskette angestoßen, um gemeinsam Lösungsansätze für eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu entwickeln, hieß es am Donnerstag.

mit Material von der dpa

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