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Business-News: Innenstädte, Telekom, Nokia, Amazon

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Der "fliegende Mobilfunkmast" der Telekom soll in Funkschatten etwa von Gebirgen für Empfang sorgen. © Deutsche Telekom

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen. Diesmal im Angebot: Telekom testet fliegenden Funkmast, Blablabus macht Pause, Regulierung für Amazon & Co. und Nokia baut ein Mobilfunknetz auf dem Mond.

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Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um die folgenden Themen:

  1. Telekom testet ferngesteuertes Flugzeug als Mobilfunkstation
  2. Nokia baut Mobilfunknetz auf dem Mond auf
  3. Strategie gesucht: Rettet Digitalisierung die Innenstädte?
  4. Netzagentur will europäischen Regulierungsrahmen für Amazon und Co.
  5. Blablabus stellt Fernbus-Angebot in Deutschland bis zum Frühjahr ein
  6. Regierung will Doppelförderung bei Elektroautos wieder ermöglichen

Telekom testet ferngesteuertes Flugzeug als Mobilfunkstation

Die Deutsche Telekom hat zusammen mit dem Unternehmen Stratospheric Platforms Limited (SPL) eine fliegende Mobilfunkstation getestet. Das mit Antennen ausgestattete, ferngesteuerte Flugzeug sei Anfang Oktober in Bayern in einer Höhe von etwa 14 Kilometern geflogen, teilte die Telekom am Montag mit. Demnach konnte mit einem Smartphone über das Flugzeug eine 4G-Verbindung mit dem Netz der Telekom hergestellt werden. Sprach- und Videoanrufe sowie Datendownloads und Surfen im Internet seien möglich gewesen. Laut Telekom handelte es sich weltweit um den ersten erfolgreichen Test dieser Art.

“Gerade in Bereichen, die durch klassische Mobilfunkmasten nur schwer zu erschließen sind, werden fliegende Basisstationen eine sinnvolle und kosteneffiziente Ergänzung unseres Mobilfunknetzes sein”, wird Bruno Jacobfeuerborn zitiert, Aufsichtsratsmitglied bei SPL und Geschäftsführer der Telekom-Tochter Deutsche Funkturm. Laut der Mitteilung kann ein Flugzeug in großer Flughöhe Funkzellen von bis zu 100 Kilometern Durchmesser versorgen. Gerade in Funkschatten etwa von Gebirgen könne diese Technik für Empfang sorgen.

SPL arbeite zusammen mit anderen Partnern an der Entwicklung eines wasserstoffbetriebenen, ferngesteuerten Flugzeugs. Der erste Flug sei für Mitte 2022 geplant. Andere Firmen haben bereits ähnliche Experimente durchgeführt. Facebook hatte die Entwicklung seiner hoch fliegenden Internet-Drohne namens “Aquila” allerdings 2018 aufgegeben. Die Google-Mutter Alphabet arbeitet unter dem Titel “Loon” an der Internet-Versorgung mit Hilfe von hoch fliegenden Ballons.

Nokia baut Mobilfunknetz auf dem Mond auf

Nokia ist laut eigenen Angaben von der US-Raumfahrtbehörde Nasa auserkoren worden, ein Mobilfunknetz auf dem Mond aufzubauen. Wie der finnische Telekommunikationskonzern am Montag mitteilte, soll damit zum ersten Mal überhaupt ein LTE/4G-Kommunikationssystem im Weltall eingerichtet werden. Dies solle dabei helfen, den Weg hin zu einer dauerhaften Präsenz von Menschen auf der Mondoberfläche zu ebnen. Ziel sei es, das Netz bis Ende 2022 auf die Beine zu stellen. Dabei arbeite man mit dem US-Raumfahrtunternehmen Intuitive Machines zusammen.

Im Rahmen des “Artemis”-Programms will die Nasa bis 2024 wieder Astronauten auf den Mond schicken, darunter auch die erste Frau. Dort soll bis Ende des Jahrzehnts eine dauerhafte Siedlung aufgebaut werden, um den Erdtrabanten noch stärker zu erforschen als zuvor.

Mit Nokias Netzwerk sollen dabei Kommunikationsmöglichkeiten mit verlässlichen und hohen Übertragungsraten geschaffen werden, damit zum Beispiel Mondfahrzeuge aus der Ferne kontrolliert und hochauflösende Videos gestreamt werden können. Zudem soll dadurch in Echtzeit navigiert werden können. Diese Dinge seien entscheidend, damit Menschen langfristig auf dem Mond präsent sein könnten, hieß es von Nokia. Für die Nasa soll all das letztlich Erkenntnisse liefern für den nächsten großen Schritt: die Entsendung von Astronauten auf den Mars.

Strategie gesucht: Rettet Digitalisierung die Innenstädte?

Das Ladensterben in Deutschlands Innenstädten ist an diesem Dienstag Thema im Bundeswirtschaftsministerium. Minister Peter Altmaier hat Betroffene und Experten zum – virtuellen – “Runden Tisch” geladen. Nach dem Gespräch mit Vertretern aus Handel, Kultur und Kommunen will der CDU-Politiker sich zu den Ergebnissen äußern. Mit dabei ist unter anderem der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth.

Altmaier setzt etwa darauf, den sogenannten stationären Einzelhandel digitaler zu machen, damit er gegen die große Online-Konkurrenz besser bestehen kann. Der Marktanteil des Onlinehandels war während des Shutdowns im Frühjahr sprunghaft gestiegen – wenn Menschen nicht mehr aus dem Haus wollen oder die Geschäfte sogar vorübergehend schließen, ist das Bestellen im Internet eine willkommene Alternative. Der Handelsverband HDE hatte ein 100 Millionen Euro schweres Förderprogramm gefordert, um Händler bei der Digitalisierung zu unterstützen.

Allerdings machen auch große Einkaufszentren außerhalb der Innenstädte den kleineren Geschäften oft das Leben schwer. Ziel soll daher aus Altmaiers Sicht sein, die Stadtzentren auch unabhängig vom Kommerz wieder attraktiver für die Menschen zu machen.

Netzagentur will europäischen Regulierungsrahmen für Amazon und Co.

Die Bundesnetzagentur will einen neuen europäischen Regulierungsrahmen für Digitalplattformen wie Amazon, eBay oder Check24. “Missbrauch von Marktmacht sollte vorbeugend verhindert werden. Ist der Schaden erst einmal eingetreten, ist es zu spät”, beschrieb der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, am Dienstag in Bonn das Hauptziel dabei.

Er berichtete, bei der aktuellen Untersuchung der Aufsichtsbehörde zur Bedeutung digitaler Plattformen für gewerbliche Kunden in Deutschland hätten insbesondere kleine und mittlere Unternehmen über Wettbewerbsbeeinträchtigungen durch Plattformbetreiber geklagt. Die Schwierigkeiten reichten vom Beschwerdemanagement über den Umgang mit Kunden- und Produktbewertungen sowie Provisionen und Gebühren bis zur Doppelrolle von Plattformbetreibern als Betreiber und gleichzeitig Anbieter von Produkten.

Problematische Verhaltensweisen sollten bereits vor Eintritt des Schadens unterbunden werden. Möglich sei dies mit einer Kombination aus direkt anwendbaren Verhaltensregeln wie einem Diskriminierungsverbot, weitergehenden individuellen Abhilfemaßnahmen sowie einem dauerhaften Monitoring. “Gerade für kleinere Unternehmen sind zeitnahe Abhilfemaßnahmen existenziell”, betonte die Behörde.

Die Bundesnetzagentur gibt gewerblichen Kunden derzeit die Gelegenheit, von ihren Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit digitalen Plattformen in Deutschland zu berichten. Seit März hätten mehr als 200 Unternehmen dies getan, berichtete die Behörde.

Blablabus stellt Fernbus-Angebot in Deutschland bis zum Frühjahr ein

Das Fernbus-Unternehmen Blablabus stellt seine Fahrten in Deutschland voraussichtlich bis zum Frühjahr ein. Ab dem 26. Oktober sollen hierzulande keine Busse mehr unter der Marke unterwegs sein, teilte Geschäftsführer Christian Rahn Montag mit. Alle Fahrgäste, die bereits Fahrten ab dem 26. Oktober gebucht haben, bekämen eine automatische Stornierung und den Buchungspreis zurückerstattet. “Die globale Pandemie hat unsere Blablabus-Expansionspläne vorerst um ein paar Monate verschoben.” Langfristig sei es aber weiterhin Ziel, auch das Fernbus-Angebot in Deutschland auszubauen.

Die Marke Blablabus gehört zum französischen Unternehmen Comuto, das in Deutschland vor allem für die Mitfahr-App Blablacar bekannt ist. Blablabus musste aufgrund der Einschränkungen während der Coronakrise bereits für rund drei Monate das Angebot einstellen, hat aber im Juni den Betrieb wieder aufgenommen.

Regierung will Doppelförderung bei Elektroautos wieder ermöglichen

Käufer von Elektroautos sollen künftig wieder Förderprogramme von Bund und Ländern gleichzeitig in Anspruch nehmen können. Konkret geht es darum, dass seit dem Sommer eine Doppelförderung bei E-Autos nicht mehr möglich ist – Käufer konnten neben der Kaufprämie des Bundes nicht noch Förderungen von Ländern in Anspruch nehmen. Ziel sei es, eine Kumulation grundsätzlich wieder zu ermöglichen, wie ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums am Montag sagte. Bei der sich ergänzenden Förderung müssten aber EU-beihilferechtliche Aspekte beachtet werden. Zuerst hatte das “Handelsblatt” darüber berichtet.

Die staatlichen Zuschüsse beim Kauf von E-Autos waren im Sommer deutlich erhöht worden. Allerdings gilt seither die Bedingung, dass Käufer keine anderweitige Förderung mehr in Anspruch nehmen dürfen. Dies war auf Kritik gestoßen. Auch durch die höheren Prämien sind die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen zuletzt stark gestiegen. Sie liegen aber immer noch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

Die Bundesregierung verfolge insgesamt das Ziel, der E-Mobilität in Deutschland auf breiter Front zum Durchbruch zu verhelfen, so das Wirtschaftsministerium. “Wir wollen die Nutzung von E-Autos für vielfältige Zwecke unterstützen und möglichst vielen Menschen und Unternehmen ein Angebot machen und ihre Umstellung auf elektrisch betriebene Fahrzeuge fördern.”

mit Material von der dpa

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