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Business-News: Tegut, Uber, Deutsche Bahn, Nutri-Score

Tegut
Tegut testet in Fulda ein innovatives Ladenkonzept. Es trägt den Namen "tegut… teo" und positioniert sich als digitaler und nachhaltiger Kleinstladen. © Tegut

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen. Diesmal unter anderem im Angebot: Tegut eröffnet High-Tech-Markt ohne Kassierer, Verbraucher pro Nutri-Score und die Deutsche Bahn sucht neue Agenturen.

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Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um die folgenden Themen:

  1. Supermarktkette Tegut eröffnet High-Tech-Markt ohne Kassierer
  2. Deutsche Bahn will Agenturportfolio neu gestalten
  3. Einzelhandel erwartet trotz Corona mehr Umsätze zu Weihnachten
  4. Neun von zehn Verbrauchern für Nutri-Score
  5. Uber erneut mit tiefroten Zahlen
  6. Söder: Kaufprämien für E- und Hybridautos bis 2024/2025 verlängern
  7. Studie: Achleitner Spitzenverdiener unter Dax-Aufsichtsratschefs

Supermarktkette Tegut eröffnet High-Tech-Markt ohne Kassierer

Mit einem neuen digitalen Ladenkonzept ohne Kassierer will die Supermarktkette Tegut zusätzliche Kunden gewinnen. Wie das Unternehmen aus Fulda am Donnerstag mitteilte, wurde in der osthessischen Stadt ein digitaler Testladen eröffnet, in dem die Kunden ihre Artikel scannen und per App, Kredit- oder Girokarte bezahlen können, ohne an eine Kasse zu gehen. Der Testladen mit der Bezeichnung “tegut… teo” mit einer Größe von 50 Quadratmetern biete rund 950 Produkte des täglichen Bedarfs, hieß es.

Das Konzept ermögliche eine Öffnung praktisch rund um die Uhr. In diesem und dem kommenden Jahr will Tegut insgesamt zehn solcher Kleinstläden an Standorten eröffnen, wo klassische Supermärkte zu groß seien, darunter etwa in Neubaugebieten, vor öffentlichen Einrichtungen, wie Kliniken und Universitäten, an Verkehrsknotenpunkten und auf Firmengeländen.

Deutsche Bahn will Agenturportfolio neu gestalten

Die Deutsche Bahn wird ihre Zusammenarbeit mit Kreativagenturen neu ordnen und vergibt gleich mehrere Marketingkommunikations-Etats für unterschiedliche Geschäftsbereiche und Marketingdisziplinen.

Die Leistungen werden insgesamt in fünf Losen vergeben:

  • Los 1a: Marketingkommunikation Corporate, Fernverkehr und Regio (zentral)
  • Los 1b: Marketingkommunikation Regio (dezentral)
  • Los 2: Marketingkommunikation Personalgewinnung
  • Los 3: Marketingkommunikation Social Media und Content
  • Los 4: Konzeption und Einzelmaßnahmen für B2B und “below the line”

Die Zusammenarbeit mit den neuen Dienstleistern in den verschiedenen Losen soll nach und nach ab Mitte 2021 beginnen und ist auf drei Jahre angelegt, versehen mit der Option auf eine bis zu dreimalige Verlängerung von einem Jahr.

Jürgen Kornmann, Leiter Marketing und PR bei der Deutschen Bahn: “Mit unserem neuen Agenturmodell setzen wir darauf, die Stärken der DB noch klarer und fokussierter zu kommunizieren. Daher werden wir Agenturleistungen insbesondere da bündeln, wo sich die Zielgruppen und Botschaften überschneiden. Zudem möchten wir Effektivität und Innovationskraft steigern, indem wir Full-Service- und Spezialagenturen optimal miteinander verzahnen.”

Einzelhandel erwartet trotz Corona mehr Umsätze zu Weihnachten

Trotz Corona rechnet der Einzelhandel auch in diesem Jahr mit steigenden Umsätzen im wichtigen Weihnachtsgeschäft. Insgesamt würden die Verbraucher in den Monaten November und Dezember voraussichtlich rund 104 Milliarden Euro ausgeben, prognostizierte am Donnerstag der Handelsverband Deutschland (HDE). Das entspräche einem Plus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Allerdings profitieren voraussichtlich längst nicht alle Branchen von der ungebrochenen Kauflust der Konsumentinnen und Konsumenten. “Die Kunden kaufen auch in der Corona-Krise Geschenke, sie shoppen, aber deutlich mehr online und gehen seltener in die Innenstädte”, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Im Onlinehandel erwartet der HDE deshalb im Weihnachtsgeschäft Umsatzsteigerungen um 19 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro. Deutliche Einbußen drohten dagegen dem Innenstadthandel, insbesondere den Bekleidungsgeschäften. Sie leiden angesichts des Teil-Lockdowns massiv unter sinkenden Kundenfrequenzen.

Neun von zehn Verbrauchern für Nutri-Score

Neun von zehn Verbrauchern in Deutschland finden das neue Nutri-Score-Logo gut, mit dem Kunden gesündere Lebensmittel im Supermarkt leichter erkennen können. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Unternehmensberatung PwC Deutschland. Rund 85 Prozent der Befragten sprachen sich sogar dafür aus, die Kennzeichnung mit dem Logo für alle verarbeiteten Lebensmittel und Getränke verpflichtend zu machen. Bislang ist die Kennzeichnung in Deutschland freiwillig.

Das neue Logo kann in diesem Monat auf breiter Front starten, nachdem der Bundesrat Anfang Oktober den Rechtsrahmen für eine freiwillige Nutzung des Logos auf den Packungen von Fertigprodukten geschaffen hatte. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) will an diesem Donnerstag den Startschuss geben, am Freitag soll die Verordnung in Kraft treten.

Uber erneut mit tiefroten Zahlen

Der weltgrößte Fahrdienst-Vermittler Uber ächzt weiter unter der Corona-Pandemie und hat im dritten Quartal erneut einen hohen Verlust erlitten. Unterm Strich fiel ein Minus von 1,1 Milliarden Dollar (0,9 Milliarden Euro) an, wie der Taxikonkurrent am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Tiefrote Zahlen sind bei Uber allerdings nicht erst seit der Corona-Krise normal, im entsprechenden Vorjahreszeitraum war der Verlust wegen enorm hoher Investitionen und Kosten sogar noch etwas höher ausgefallen.

Nach dem Einbruch zu Beginn der Pandemie erholt sich das Geschäft zwar weiter, Uber bleibt aber schwer angeschlagen. So fiel der Umsatz im jüngsten Vierteljahr um 18 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar. Trotz aller Probleme hält das Unternehmen an seinem Ziel fest, Ende 2021 einen Quartalsgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zu schaffen. Bei Anlegern kamen die Zahlen trotzdem nicht gut an, die Aktie geriet nachbörslich zunächst stark ins Minus. Analysten hatten im Schnitt mit deutlich besseren Ergebnissen gerechnet.

Söder: Kaufprämien für E- und Hybridautos bis 2024/2025 verlängern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich für eine deutliche Verlängerung und Erweiterung der Kaufprämien für Elektro- und Hybridautos ausgesprochen. “Es kommt darauf an, dass wir über längere Zeit die Bestellungen halten”, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag beim digitalen “Auto-Gipfel” des “Handelsblatts”. Die Auftragsbücher der Hersteller seien – auch begünstigt durch die im Sommer beschlossenen Kaufanreize – im E- und Hybridgeschäft derzeit gut gefüllt. Angesichts des Branchenumbruchs und der Corona-Krise müsse es darum gehen, den Pkw-Sektor noch weiter zu stabilisieren.

Mit Blick auf alternative Antriebe sollte das Motto laut Söder nun heißen: “Verlängern, ausbauen und vielleicht höher setzen.” Er nannte auf Nachfrage einen Zeitraum bis mindestens 2024 oder 2025. Die Prämie gilt bisher bis Ende 2021. Über eine erweiterte Förderung von Hybriden ließe sich zudem eine “breitere Wirkung” der Maßnahmen für die gesamte Autoindustrie und gleichzeitig eine “höhere gesellschaftliche Akzeptanz” erzielen.

Studie: Achleitner Spitzenverdiener unter Dax-Aufsichtsratschefs

Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner ist laut einer Studie des Anlegerschutzvereins DSW erneut der bestbezahlte Chefkontrolleur im Dax. Die Reihenfolge nach Gehalt im Jahr 2019 im Überblick:

  1. Paul Achleitner, Deutsche-Bank, 900.000 Euro
  2. Norbert Reithofer, BMW, 640.000 Euro
  3. Jim Hagemann Snabe, Siemens, 612.500 Euro

Insgesamt überwiesen die 30 Dax-Konzerne für das Geschäftsjahr 2019 rund 83,4 Millionen Euro an ihre Kontrolleure – 3,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Grund sei die veränderte Dax-Zusammensetzung, so die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW): Die Lufthansa, Thyssen Krupp und Wirecard mussten den DAX verlassen, während der Lieferdienst Delivery Hero, Deutsche Wohnen und der Triebwerkspezialist MTU Aero Engines dazu kamen.

Die höchste Gesamtvergütung eines Aufsichtsrats zahlte laut der Studie 2019 erneut die Deutsche Bank: Gut 6,1 Millionen Euro flossen an den 20-köpfigen Aufsichtsrat, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Die Bank hatte zwei zusätzliche Ausschüsse eingerichtet. Auf das Geldhaus folgt BMW mit rund 5,6 Millionen Euro für das Kontrollgremium. Auf Platz drei lag Volkswagen mit 5,3 Millionen Euro und verdrängte damit Siemens.

mit Material von der dpa

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