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Business-News: Müll in der EU, Greenpeace, Klimaschutz

Plastikmüll
Jeder EU-Einwohner hat 2019 laut Eurostat 502 Kilogramm Abfall produziert. © Imago

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen. Diesmal steht das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt.

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Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um die folgenden Themen:

  1. Müll in der EU: Deutsche über dem Durchschnitt
  2. Lieferkettengesetz: Greenpeace spricht von “Schwindel”
  3. Klimaschutz bleibt das wichtigste politische Thema für junge Deutsche

Nachfolgend die Details im kompakten Überblick:

Müll in der EU: Deutsche über dem Durchschnitt

Eine halbe Tonne Hausmüll pro Kopf: Jeder Einwohner der Europäischen Union hat 2019 laut offizieller Statistik 502 Kilogramm Abfall produziert, sieben Kilogramm mehr als ein Jahr zuvor. Deutschland lag mit 609 Kilogramm pro Person deutlich über dem Durchschnitt. Spitzenreiter waren Dänemark mit 844 und Luxemburg mit 791 Kilogramm. Die Zahlen nannte das EU-Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg.

Die geringsten Mengen in der EU hatten demnach Rumänien mit 280 Kilogramm Hausmüll pro Einwohner, Polen (336 Kilogramm), Estland (369) und Ungarn (387). Die Gesamtmenge gab Eurostat mit 225 Millionen Tonnen an. Seit dem Höchstwert von durchschnittlich 518 Kilo pro Kopf im Jahr 2008 hat sich der Durchschnitt demnach nur geringfügig verringert.

Stark verändert hat sich hingegen in den vergangenen Jahren die Entsorgung. So stieg die Menge des recycelten Abfalls von 87 Kilo pro Kopf im Jahr 1995 auf 239 Kilo im Jahr 2019, wie Eurostat weiter mitteilte. Die Menge verbrannten Mülls wuchs in derselben Zeit von 70 auf 134 Kilo pro Person. Auf Müllhalden werde hingegen nur noch halb so viel Abfall entsorgt wie 1995: rund 120 Kilogramm pro Kopf 2019.

Lieferkettengesetz: Greenpeace spricht von “Schwindel

Die Debatte um das geplante Gesetz zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltvorgaben in weltweiten Lieferketten reißt nicht ab. Der Verein Greenpeace warf am Dienstag mit Scheinwerfern einen Schriftzug auf das Bundeskanzleramt. Darin spricht die Umweltschutzorganisation von “Schwindel”. Das Wirtschaftsministerium habe den Entwurf ausgehöhlt, kritisierte Greenpeace-Mitarbeiterin Viola Wohlgemuth. Die Verantwortung der Unternehmen reiche nicht weit genug in die Lieferkette hinein. “Ein Lieferkettengesetz ist nur dann wirksam, wenn es Menschen- und Umweltverbrechen vor Ort verhindert.”

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD), Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatten sich nach langem Ringen auf einen Gesetzentwurf geeinigt. Demnach sollen größere deutsche Unternehmen von 2023 an weltweit zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltvorgaben in ihren Lieferketten verpflichtet werden. Die Firmen sollen ihre gesamte Lieferkette im Blick haben, aber abgestuft verantwortlich sein. Das geplante Gesetz stößt in der Wirtschaft und in Teilen der Union auf Widerstand.

Klimaschutz bleibt das wichtigste politische Thema für junge Deutsche

Die Corona-Pandemie beschäftigt Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland ganz besonders: Zwei von drei der 15- bis 19-jährigen nehmen die aktuelle Corona-Lage “ernst” oder “sehr ernst”. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Agenturgruppe Fischer Appelt und des Meinungsforschers Appinio.

Doch trotz Pandemie und massiven Einschränkungen bleibt der Klimaschutz mit 48 Prozent der Nennungen das wichtigste politische Thema. Dicht gefolgt von der Gesundheitspolitik (46 Prozent). Vor allem der fehlende reale zwischenmenschliche Kontakt und soziale Ungerechtigkeiten durch Corona lassen die Gesundheitspolitik in den Fokus rücken.

Für die regelmäßige Studie “Teengeist” wurden repräsentativ Teenager (N = 1004) in Deutschland im Alter zwischen 15 und 19 Jahren online befragt. Die aktuellen Daten wurden im Dezember 2020 erhoben.

mit Material von der dpa

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