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Business-News: Metro-Spitze, Börse, Baumarkt-Boom

Metro
Finanzvorstand Christian Baier (Foto) wird künftig gemeinsam mit COO Rafael Gasset den Handelskonzern Metro führen. © Metro

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen. Diesmal im Angebot: Metro mit neuer Doppelspitze, Dax wird auf 40 Mitglieder aufgestockt und boomende Baumärkte.

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Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um die folgenden Themen:

  1. Handelsriese Metro bekommt vorläufig Doppelspitze
  2. Deutsche Börse stockt Dax auf 40 Mitglieder auf
  3. Baumärkte boomen in der Corona-Krise
  4. Jack Wolfskin bekommt neuen Chef von Helly Hansen
  5. Umsatzeinbruch bei S.Oliver

Nachfolgend die Details im kompakten Überblick.

Handelsriese Metro bekommt vorläufig Doppelspitze

Der Handelskonzern Metro wird nach dem Ausscheiden von Vorstandschef Olaf Koch zum Jahreswechsel vorläufig eine Doppelspitze bekommen. Der bisherige Finanzvorstand Christian Baier und sein Vorstandskollege Rafael Gasset (COO) sollen den Handelskonzern gemeinsam führen, bis ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Koch gefunden wurden, wie der Konzern am Montag mitteilte.

Metro-Aufsichtsratschef Jürgen Steinemann betonte, die beiden Manager vereinten bewährte Finanzexpertise und langjährige operative Großhandelserfahrung. Die Suche nach dem oder der neuen Vorstandsvorsitzenden verlaufe planmäßig. “Wir rechnen damit, im Laufe der kommenden Monate einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin berufen zu können”, sagte Steinemann.

Der Führungswechsel beim Düsseldorfer Handelskonzern fällt in eine Zeit großer Unsicherheiten. Die Metro, die einen großen Teil ihrer Umsätze mit Gastronomiebetrieben macht, leidet unter den Corona-Auswirkungen. Gleichzeitig sind die Eigentumsverhältnisse bei dem Konzern in Bewegung geraten. Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky hat sich mittlerweile über 40 Prozent der Metro-Stammaktien gesichert. Welche Pläne er bei dem Großhändler verfolgt, ist aber nach wie vor unbekannt.

Deutsche Börse stockt Dax auf 40 Mitglieder auf

Die Deutsche Börse stockt den deutschen Leitindex Dax von 30 auf 40 Mitglieder auf. Zugleich kappt sie die Zahl der MDax-Werte, dem Index mittelgroßer Unternehmen, von 60 auf 50. Zudem werden nur noch Unternehmen in den Dax aufgenommen, die in den vergangenen zwei Geschäftsjahren profitabel waren, wie die Deutsche Börse am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Sie müssen also einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erzielt haben.

Nach dem Skandal um den mittlerweile insolventen Finanzdienstleister Wirecard und der anschließenden Aufnahme des bislang noch nicht gewinnbringend arbeitenden Essenslieferanten Delivery Hero war viel Kritik am Regelwerk des Marktbetreibers aufgekommen. Ende Juni hatte die Deutsche Börse daher eine Überarbeitung für die Dax-Familie angekündigt und Vorschläge gemacht. In den vergangenen Wochen konnten Marktteilnehmer wie Banken, Fondsgesellschaften oder Verbände dazu Stellung nehmen.

Baumärkte boomen in der Corona-Krise

Die Corona-Krise beschert den Bau- und Gartenfachmärkten in Deutschland einen anhaltenden Nachfrageboom. Insgesamt setzte die Do-it-Yourself-Branche in den ersten neun Monaten gut 17,3 Milliarden Euro um. Das entspreche einer Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtete der Handelsverband Heimwerken, Bau und Garten (BHB) am Montag in Köln.

Auch im dritten Quartal, das normalerweise eher durch Kaufzurückhaltung in der Hauptreisezeit und das nahende Ende der Gartensaison gekennzeichnet sei, habe die Branche weiterhin zweistellige Zuwächse verzeichnet. “Das ist sicherlich in der Hauptsache fehlenden Reisemöglichkeiten geschuldet”, urteilte der Branchenverband. Außerdem habe die wachsende Bedeutung der eigenen vier Wände in der Pandemie dazu geführt, dass viele Sanierungs-, Renovierungs- und Verschönerungsprojekte angegangen worden seien.

Besonders gefragt waren laut BHB in den vergangenen Monaten Farben und Malerzubehör, Gartenausstattung, Holz, Gartenmöbel und Werkzeuge. Lediglich in einer Warengruppe waren die Umsätze rückläufig – beim Autozubehör. Hier spiegele sich die eingeschränkte Mobilität der Verbraucherinnen und Verbraucher im Corona-Jahr wider, urteilte der Verband.

Jack Wolfskin bekommt neuen Chef von Helly Hansen

Der Outdoor-Spezialist Jack Wolfskin bekommt einen neuen Chef. Richard Collier (47) löse Melody Harris-Jensbach zum 1. Dezember ab, teilte das Unternehmen am Montag in Idstein mit. Der britische Manager solle die weitere Internationalisierung und die strategische Markenpositionierung von Jack Wolfskin verantworten. Collier kommt von Helly Hansen, einem norwegischen Hersteller von Ski-, Segel- und Arbeitsbekleidung, wo er zuletzt Produktchef war. Harris-Jensbach, die seit 2014 an der Spitze von Jack Wolfskin stand, werde die Firma weiter beratend unterstützen, hieß es.

Nach der Übernahme von Jack Wolfskin durch den US-Golfausrüster Callaway im Januar 2019 hatten die Amerikaner zunächst auf Harris-Jensbach gesetzt. Unter ihrer Führung sollte Jack Wolfskin Outdoorjacken, Wanderschuhe und Rucksäcke auch auf dem großen US-Markt verkaufen, wo die Hessen bis dato kaum vertreten waren. Die Firma aus dem Taunus hatte daher eine Nordamerikazentrale in Park City im Bundesstaat Utah gegründet. Die Expansion nach Japan stand ebenfalls auf der Aufgabenliste von Harris-Jensbach.

Umsatzeinbruch bei S.Oliver

Das Modeunternehmen S.Oliver ist wegen der Corona-Krise in schwieriges Fahrwasser geraten. In diesem Jahr erwartet der unterfränkische Bekleidungshersteller einen Umsatzrückgang von zwanzig Prozent, wie die Geschäftsführung am Montag mitteilte. Schon 2019 waren die Umsätze um gut fünf Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gesunken, der Gewinn allerdings noch gestiegen. In diesem Jahr hofft S.Oliver auf ein “ausgeglichenes operatives Ergebnis vor Restrukturierungskosten”. Ob das drohende rote Zahlen bedeutet, ließ das Unternehmen auf Nachfrage zunächst offen.

Den Unternehmensumbau hatte S.Oliver kurz vor dem Corona-Lockdown im März angekündigt. Das beinhaltete auch eine vom Unternehmen nicht genannte Zahl von Kündigungen am Unternehmenssitz in Rottendorf – der DGB hatte von 170 gestrichenen Stellen gesprochen. Abgesehen davon hat es in diesem und im vergangenen Jahr eine ganze Reihe von Wechseln im Management gegeben.

Weltweit beschäftigt S.Oliver noch 5100 Menschen. Offensichtlich hat sich das Unternehmen in den vergangenen Monaten international von vielen Mitarbeitern getrennt, im März waren es laut damaliger Mitteilung noch 6100 gewesen.

mit Material von der dpa

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