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Business-News: Klimaschutz und Digitalisierung

Von der Leyen
Ursula von der Leyen hat Industriebetriebe in Europa aufgerufen, eigenständig Maßnahmen gegen den Klimawandel voranzutreiben. © Imago

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen. Diesmal im Angebot: Klimaschutz und die Digital-Fähigkeiten der Deutschen.

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Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um die folgenden Themen:

  1. Von der Leyen ruft Industrie zu Klima-Innovationen auf
  2. Familienunternehmer warnen bei Klimaschutz vor “Planwirtschaft
  3. Vielen Erwachsenen fehlen Digital-Fähigkeiten

Nachfolgend die Details im kompakten Überblick:

Von der Leyen ruft Industrie zu Klima-Innovationen auf

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Industriebetriebe in Europa aufgerufen, eigenständig Maßnahmen gegen den Klimawandel voranzutreiben. “Das ist es, was europäische Verbraucher von Ihnen erwarten”, sagte sie zu Beginn der EU-Industrietage am Dienstag. Industrie in Europa stehe für alte Traditionen, aber auch für konstante Innovation. Die Veranstaltung wird von der europäischen Industrie organisiert und soll als Austauschplattform dienen.

Zudem betonte von der Leyen in ihrer Rede, dass es nie wieder zu massiven Corona-Einschränkungen kommen sollte, die kilometerlange Staus an der Grenze oder deutliche Behinderungen für Pendler zur Folge hatten. Auch müssten bestimmte Lieferketten, etwa für die Versorgung mit bestimmten Metallen, überarbeitet und breiter aufgestellt werden, um sich von Versorgern wie China unabhängiger zu machen.

In den kommenden Monaten sollen außerdem detailliertere Regeln vorgestellt werden, damit Investoren bessere Entscheidungen für eine grüne Transformation treffen könnten, kündigte von der Leyen an, ohne weitere Details zu nennen.

Familienunternehmer warnen bei Klimaschutz vor “Planwirtschaft

Familienunternehmer und Ökonomen haben beim Klimaschutz vor “Planwirtschaft” gewarnt. Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, sagte am Dienstag bei einer virtuellen Veranstaltung, nur mit privatwirtschaftlicher Initiative werde der Umbau zu einer klimafreundlichen Gesellschaft gelingen. Innovation entstehe in Unternehmen und Instituten, nicht in Beamtenstuben. Die Politik sollte deswegen einen stärkeren Fokus auf verlässliche Rahmenbedingungen legen. Der richtige Weg wäre eine konsequente Bepreisung von CO2-Emissionen.

Ifo-Präsident Clemens Fuest machte deutlich, Konjunktur-, Finanzmarkt- und Wettbewerbspolitik dürften nicht mit umweltpolitischen Zielen überfrachtet werden. Wenn alle Bereiche dem Klimaschutz untergeordnet würden, dann fördere dies staatliche Planwirtschaft, Kleinteiligkeit und Fehlsteuerung. In der Konjunkturpolitik seien Instrumente gefragt, die schnell, zielgenau und zeitlich begrenzt wirkten. In der Umwelt- und Klimapolitik gehe es dagegen um dauerhafte und langfristige Veränderungen.

Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft Kiel, kritisierte etwa Kaufprämien für Elektroautos und Mehrwertsteuersenkungen auf Bahnfahrten. Es müsse dem Markt überlassen werden, die jeweils besten Technologien zur Emissionsminderung voranzutreiben. Anlass der Aussagen war ein neues Jahresheft des Wissenschaftlichen Beirats

Vielen Erwachsenen fehlen grundlegende Digital-Fähigkeiten

Der Europäische Rechnungshof bemängelt, dass in der EU zu wenig für digitale Fähigkeiten von Erwachsenen getan wird. 2019 habe es bei 44 Prozent der 16- bis 74-Jährigen an grundlegenden digitalen Fähigkeiten gemangelt. Ähnliches gelte für ein Drittel der arbeitenden oder arbeitssuchenden Erwachsenen im Alter zwischen 25 und 64 – was mehr als 75 Millionen Menschen betreffe, heißt es in einer am Dienstag vorgestellten Analyse. Teilweise hätten sie das Internet in den vergangenen drei Monaten überhaupt nicht genutzt.

Deutschland steht im Vergleich mit den anderen EU-Staaten noch verhältnismäßig gut da. Wobei auch hierzulande den Angaben zufolge rund 24 Prozent der Erwerbsbevölkerung nicht mal elementare digitale Fähigkeiten oder das Internet in den vergangenen drei Monaten genutzt haben. Am besten stehen die Niederlande und Finnland mit rund 15 Prozent dar – Schlusslichter sind Rumänien und Bulgarien mit deutlich mehr als 60 Prozent. Der Rechnungshof betont, dass mehr als 90 Prozent der Arbeitsstellen mittlerweile mindestens grundlegende digitale Fähigkeiten voraussetzten.

Zu grundlegenden digitalen Fähigkeiten zählt der Rechnungshof etwa, online Informationen zu finden, diese einschätzen und bewerten zu können beziehungsweise zu wissen, welche Sicherheitsmaßnahmen in der digitalen Welt wichtig sind. Die EU-Kommission habe sich zudem das Ziel gesetzt, “den Anteil der Bürgerinnen und Bürger mit grundlegenden digitalen Kompetenzen zu erhöhen, und zwar von 56 Prozent im Jahr 2019 auf 70 Prozent im Jahr 2025”, heißt es.

mit Material von der dpa

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