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Business-News: Klima-Reallabor, E-Autos, CO2-Kompensation

Energiewende
Herkulesaufgabe Energiewende: In das Norddeutsche Reallabor zur Transformation des Energiesystems werden über 300 Millionen Euro investiert. © Imago

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen – diesmal mit einem Fokus auf Umweltthemen von E-Autos bis zur Lufthansa.

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Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um die folgenden Themen:

  1. Reallabor für klimaneutrale Energieversorgung startet
  2. Lufthansa bietet CO2-Kompensation auch Firmenkunden an
  3. Kaufbereitschaft für E-Autos gesunken

Nachfolgend die Details im kompakten Überblick:

Reallabor für klimaneutrale Energieversorgung startet

Mit der symbolischen Übergabe eines Förderbescheides über mehr als 52 Millionen Euro durch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist das Norddeutsche Reallabor zur Transformation des Energiesystems gestartet. Im Verbund der Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wollen mehr als 50 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in den kommenden fünf Jahren die Weichen für eine klimaneutrale Energieversorgung für Industrie, Wärme und Verkehr stellen. Insgesamt sind Investitionen von mehr als 300 Millionen Euro geplant. Eine zentrale Rolle spielt “grüner”, durch Windenergie erzeugter Wasserstoff. Pro Jahr soll so eine halbe Million Tonnen Kohlendioxid CO2 eingespart werden.

Bei der Bewältigung der Klimakrise gehe es nicht um die Frage Klima oder Wohlstand, “sondern um Klima und Wohlstand”, sagte Altmaier am Mittwoch in Hamburg. Um dieses Ziel für Deutschland zu erreichen, sei das Norddeutsche Reallabor ein wichtiger Baustein. Pro Jahr gingen in Norddeutschland bisher drei Terawattstunden “Überschussstrom” aus der Windenergie ungenutzt verloren, sagte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Strom sei zwar ein universeller Energieträger, aber in Bereichen der Industrie oder großen Fahrzeugen wie Frachtschiffen oder Flugzeugen nicht effizient einsetzbar. “Wenn wir Erdgas, Erdöl, Kohle ersetzen wollen, dann brauchen wir einen stofflichen Energieträger, und das ist der Wasserstoff.”

Um das zu schaffen, müsse “grüner” Wasserstoff wettbewerbsfähig sein, sagte Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Jan-Philipp Albrecht (Grüne). Nachteile gegenüber fossilen Energieträgern müssten abgebaut werden. Dazu sei eine grundlegende Reform der Steuern und Abgaben im Energiebereich nötig. Die Staatssekretärin im Energieministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Ina-Maria Ulbrich, betonte, wenn “grüner” Wasserstoff unter Marktbedingungen eingesetzt werden solle, “müssen wir ran an die gesetzlichen Regelungen”.

Lufthansa bietet CO2-Kompensation auch Firmenkunden an

Bei der Lufthansa können nun auch Firmenkunden die Klimafolgen ihrer Mitarbeiterflüge pauschal lindern. Über die Plattform “Compensaid” kann die Verwendung nachhaltiger Kraftstoffe aus Biomasse ebenso gebucht werden wie Kompensationsmaßnahmen, etwa bei Aufforstungsprojekten.

Erster Firmenkunde ist die Axa-Versicherung, wie die Lufthansa am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Das Unternehmen hat demnach eine Kombination gebucht, bei der 15 Prozent des CO2-Ausstoßes über alternativen Treibstoff und 85 Prozent kostengünstiger über Klimaschutzprojekte kompensiert werden. Die Ausgleichsmöglichkeit stand bislang nur Einzelkunden zur Verfügung, wurde aber nur von einer kleinen Gruppe genutzt.

Kaufbereitschaft für E-Autos gesunken

Auf der einen Seite wächst die Zahl der Elektroautos auf deutschen Straßen rasant, auf der anderen Seite haben einer Umfrage zufolge Bedenken bezüglich der Lademöglichkeiten und der Batteriesicherheit zugenommen. Wie die Unternehmensberatung Deloitte am Mittwoch mitteilte, gaben 2020 nur noch 41 Prozent der Befragten an, sie würden beim nächsten Autokauf einen alternativen Antrieb bevorzugen – zehn Prozentpunkte weniger als 2019.

Ein vollelektrisches Auto wünschten sich sieben Prozent der Befragten in Deutschland. Die Corona-Krise belaste die Zahlungsbereitschaft. 54 Prozent seien “nicht bereit, einen Aufpreis von 400 Euro oder mehr für ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb zu bezahlen”.

Als größte Sorge bei E-Autos nannten nur noch 28 Prozent der Befragten die geringere Reichweite. 2018 waren es noch 35 Prozent gewesen. Der Anteil derer, die fehlende Lademöglichkeiten als größte Sorge nannten, stieg dagegen von 20 auf 22 Prozent. Der Anteil derjenigen, die die Sicherheit der Batterien nannten, legte sogar von fünf auf zwölf Prozent zu.

“Die Tatsache, dass die Menschen dennoch mehr Elektroautos gekauft haben, zeigt, dass die Fördermaßnahmen der Bundesregierung aus dem vergangenen Jahr greifen”, sagte Deloitte-Branchenexperte Harald Proff. Neue Technik verunsichere Konsumenten häufig, und in unsicheren Zeiten sehnten sich Menschen stärker nach Altbewährtem. Aber angesichts strengerer CO2-Vorgaben und des Trends zu Nachhaltigkeit auch bei Konsumenten sehe er keine Renaissance des Benziners.

Deloitte hatte für seine Global Automotive Consumer Study im September und Oktober 2020 rund 24.000 Menschen in 23 Ländern befragt, darunter 1050 in Deutschland.

mit Material von der dpa

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Kommentare

  1. Statistisch fahren die Deutschen 12.000 km im Jahr. Das macht dann 33 KM am Tag und ich habe noch niemanden gesehen der nach 33 km jeden Abend an die Tanke fährt und den Diesel auffüllt. Lassen wir Urlaubsreisen und langen Außendienst mal weg, dann sollte sich jeder der keine ÖPNV nutzen kann und täglich zwischen 50 und 150 km fahren sich schon paar Gedanken machen zu einem E-Auto. Bei 15 kWh Verbrauch auf 100 km und 30 Cent Stromkosten ergibt dass dann 4.50 Euro auf 100 km und die Kosten für KFZ-Steuer, Wartung und Inspektion sind ebenfalls geringer als beim Verbrenner.

    Wer allerdings nur Samstags zum Einkaufen fährt der sollte der Umwelt zu Liebe beim kleinen Verbrenner bleiben. Die natürliche Lebensdauer der Batterie ist wesentlich kürzer als die eines Verbrennungsmotors und das ist dann wieder ein ganz anderes Problem – in 10 bis 15 Jahren. Also eine Batterie sollte genutzt werden – in Bewegung bleiben und möglichst immer zwischen 20% und 80% geladen sein. Abgastechnisch ist dann auch der morgendliche „stopp and go“ Verkehr kein Problem mehr.

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