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Business-News: Dorint-Hotels, Zoom, Facebook, Gerry Weber

Dorint Hotel
Dorint legt Beschwerde ein: Die nicht zeitgerecht ausgezahlte Entschädigung für die Corona-Maßnahmen führe zur Existenzgefährdung einer ganzen Branche. © Imago

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen. Diesmal im Angebot: Dorint-Hotels mit Verfassungsbeschwerde, Zoom wächst, Facebook übernimmt Start-Up, Gerry Weber mit Gewinn.

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Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um die folgenden Themen:

  1. Dorint-Hotels reichen Verfassungsbeschwerde wegen Corona-Hilfen ein
  2. Zoom wächst Anlegern nicht explosiv genug
  3. Facebook übernimmt Kundendienst-Start-up Kustomer
  4. Nach Insolvenz: Gerry Weber macht Mini-Gewinn

Nachfolgend die Details im kompakten Überblick:

Dorint-Hotels reichen Verfassungsbeschwerde wegen Corona-Hilfen ein

Die Hotelgruppe Dorint hat Eilanträge beim Bundesverfassungsgericht gegen die aus ihrer Sicht unzureichende Entschädigung für die Corona-Maßnahmen gestellt. Die nicht zeitgerecht ausgezahlte Entschädigung führe zur Existenzgefährdung einer ganzen Branche, teilte die Hotelgesellschaft mit 4500 Mitarbeitern und Sitz in Köln am Montag mit.

Bei einem Schaden von 14,3 Millionen Euro im Vergleich zum November 2019 sei zunächst als Entschädigung nur eine Abschlagszahlung von 10.000 Euro geplant. Der Maximalbetrag sei zudem auf eine Million Euro gedeckelt – darüber hinausgehende Hilfen müssten angeblich erst mit der EU abgestimmt werden.

Die Entschädigungen seien verpflichtend und damit auch zeitgerecht und angemessen zu zahlen, so Aufsichtsratschef Dirk Iserlohe. Schließlich sei das Beherbergungsverbot ein Eingriff in die Berufsfreiheit. Deswegen habe man eine Verfassungsbeschwerde mit sechs Hauptanträgen und zwei Eilanträgen eingereicht. Viele Unternehmer stünden nun “am Scheideweg”, so Iserlohe. Entweder entschädige der Gesetzgeber zügig, oder sie müssten ihre Existenzen aufgeben.

Zoom wächst Anlegern nicht explosiv genug

Der Videokonferenz-Dienst Zoom ist im vergangenen Quartal weiter explosiv gewachsen – den Anlegern geht das inzwischen aber nicht mehr schnell genug. Die Zoom-Aktie fiel nach Vorlage der Zahlen zeitweise um rund sechs Prozent. Dabei sprang der Umsatz binnen eines Jahres von 166,6 Millionen Dollar auf gut 777 Millionen Dollar hoch. Der Gewinn in dem Ende Oktober abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal schoss im Jahresvergleich sogar von 2,2 auf 198,4 Millionen Dollar hoch.

Zoom war mit der Corona-Krise in eine neue Liga aufgestiegen. Die Firma sollte ursprünglich Videokonferenzen für Unternehmen zur Verfügung stellen. In der Pandemie nahm aber nicht nur die Nutzung in Firmen zu, sondern auch Verbraucher greifen zu Zoom für alle möglichen Szenarien – von Familientreffen bis Yoga-Stunden.

Das Geld verdient Zoom aber nach wie vor im Geschäft mit größeren Unternehmen. Die Zahl der Kunden mit mehr als zehn Mitarbeitern stieg auf 433.700, das waren fast sechs Mal mehr als vor einem Jahr, wie Zoom nach US-Börsenschluss am Montag mitteilte. Für das laufende Quartal rechnet Zoom mit einem Umsatz zwischen 806 bis 811 Millionen Dollar.

Facebook übernimmt Kundendienst-Start-up Kustomer

Das Online-Netzwerk Facebook will sich mit dem Kauf des Start-ups Kustomer bei Angeboten für den Kundendienst verstärken. Der US-Internetriese gab am Montag bekannt, die New Yorker Firma zu übernehmen, ohne Details zum Preis oder sonstigen finanziellen Konditionen zu nennen. Nach Informationen des “Wall Street Journal” wird Kustomer bei dem Deal mit etwas mehr als einer Milliarde Dollar (840 Millionen Euro) bewertet. Die 2015 gegründete Firma stellt Plattformen für Kundenservice und sogenannte Chatbots bereit, die Kundenanfragen automatisiert beantworten können sollen.

Kustomer bietet diesen Service bereits über Facebooks eigenen Mitteilungsdienst an und dehnt ihn derzeit auch auf Facebooks Foto-Tochter Instagram aus. Mehr und mehr versuchen Händler, für den Vertrieb ihrer Produkte auch Online-Plattformen wie Instagram und Facebook zu nutzen, auf denen Empfehlungen von Freunden oder Stars eine Rolle spielen können. Facebook hat in der Vergangenheit bereits starkes Wachstum durch Übernahmen erzielt. So kam Instagram 2012 für eine Milliarde Dollar dazu, Whats App ließ sich der Online-Gigant 2014 sogar 19 Milliarden Dollar kosten.

Nach Insolvenz: Gerry Weber macht Mini-Gewinn

Nach einem harten Sparkurs samt Filialschließungen ist der Modekonzern Gerry Weber wieder ganz knapp in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im dritten Quartal 2020 sei ein Konzernergebnis von zwei Millionen Euro erzielt worden, teilte das Unternehmen am Montag in Halle (Westfalen) mit. Vor einem Jahr schlug noch ein Verlust von 112 Millionen Euro zu Buche.

Allerdings sind die Zahlen schwer vergleichbar: 2019 war ein Insolvenzverfahren eingeleitet worden, welches am Jahresende abgeschlossen werden konnte. Die Zahl der Läden wurde durch die Insolvenz deutlich reduziert, die Mitarbeiterzahl schrumpfte ebenfalls – von 5063 im vergangenen Jahr auf 2562 in diesem Jahr.

Am Montag legte das Unternehmen auch Zahlen für die ersten neun Monate vor, denen zufolge in diesem Zeitraum 227,1 Millionen Euro erlöst wurden. Vor einem Jahr lag der Wert noch bei 367,5 Millionen Euro. Neben der stark reduzierten Verkaufsfläche ist die Corona-Pandemie ein Grund für die Umsatzeinbußen. Die ersten drei Quartale 2020 zusammengenommen musste Gerry Weber noch einen Verlust von 32,2 Millionen Euro hinnehmen, was mit Blick auf das große Minus von 256 Millionen Euro vor einem Jahr eine Verbesserung ist, zumal die Firma besagten Mini-Gewinn im dritten Quartal 2020 machen konnte – es geht also aufwärts, wie aus dem Zahlenwerk zu lesen ist.

Die Konzernspitze wertete die Zahlen positiv. Zwar seien wegen der Corona-Krise weniger Menschen in die Läden gekommen, diese hätten aber häufiger eingekauft und nicht nur geguckt. Zudem zogen der Umsatz pro Kunde sowie die Online-Erlöse an. Für das Gesamtjahr 2020 bleibt das Management bei seiner bisherigen Prognose, dass die Firma einen Umsatz zwischen 260 und 280 Millionen Euro macht.

mit Material von der dpa

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