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Business-News: Auto-Nutzung, Mittelstand, E-Mobilität

Autobranche
Auto-Nutzung während Corona: 74 Prozent der Deutschen ziehen ihr eigenes Fahrzeug den öffentlichen Verkehrsmitteln vor. © Imago

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen. Diesmal im Fokus die Autoindustrie während Corona und Investitionen im Mittelstand.

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Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um die folgenden Themen:

  1. Menschen bevorzugen eigenes Auto in der Corona-Krise
  2. Nachfrage nach E-Autos in Europa steigt
  3. Mittelstand bei Investitionen so vorsichtig wie lange nicht

Nachfolgend die Details im kompakten Überblick:

Menschen bevorzugen eigenes Auto in der Corona-Krise

In der Corona-Pandemie sind deutlich mehr Menschen als vorher am liebsten mit dem eigenen Auto unterwegs. “87 Prozent der Verbraucher weltweit bevorzugen die Nutzung eines privaten Fahrzeugs, um sicher unterwegs zu sein”, teilte die Unternehmensberatung Capgemini nach der Befragung von 11.000 Verbrauchern mit. Zu Beginn der Pandemie seien es nur 57 Prozent gewesen.

Weltweit 78 Prozent der Befragten ziehen demnach “ihr eigenes Fahrzeug den öffentlichen Verkehrsmitteln vor; in Deutschland liegt der Anteil nun bei 74 Prozent”. Fahrgemeinschaften wegen Gesundheitsbedenken vermeiden wollen 81 Prozent der Befragten. 72 Prozent sagten, “dass sie es mehr als vor der Pandemie schätzen, jederzeit auf ein eigenes Fahrzeug zurückgreifen zu können”.

Der Anteil der Befragten, die in den nächsten zwölf Monaten ein eigenes Auto kaufen möchten, stieg seit April in Deutschland von 25 auf 39 Prozent, weltweit von 35 auf 46 Prozent. Günstige Autokredite, staatliche Zuschüsse für Elektroautos und eine Konjunkturerholung nach der Pandemie dürften die Nachfrage antreiben, so die Unternehmensberater.

Capgemini befragte für die Studie im April 2020 und im Oktober und November 2020 jeweils 11.000 Verbraucher in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Schweden, Norwegen, den USA, Indien und China. Die in die Erhebung einbezogenen Länder repräsentieren 62 Prozent der weltweiten jährlichen Pkw-Verkäufe im Jahr 2019.

Nachfrage nach E-Autos in Europa steigt

Eine Studie der Unternehmensberatung PwC Strategy& ergab, dass in Europa zunehmend E-Autos nachgefragt werden. China ist zwar weiterhin der mit Abstand größte Markt für vollelektrische Fahrzeuge – aber ihr Verkauf in Europa hat sich demnach im vergangenen Jahr verdoppelt, der Verkauf von Plug-in-Hybriden sogar verdreifacht. Neue Modelle dürften “auch 2021 für ein großes Absatzwachstum sorgen”, sagte Studienleiter Christoph Stürmer – zumal nun öffentliche und private Ladesäulen gefördert würden.

  • In den fünf größten europäischen Automärkten – Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien – wurden laut PwC im vergangenen Jahr 466.000 Batterieautos und 393.000 Plug-in-Hybride verkauft – mehr als die Hälfte davon im letzten Quartal. Der Marktanteil der Batterieautos stieg damit auf 5,5 Prozent, der Anteil der Plug-in-Hybride auf 4,7 Prozent.
  • In China wurden mehr als eine Million vollelektrische Autos, aber nur knapp 250.000 Plug-in-Hybride verkauft. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Marktanteil von zusammen gut 6 Prozent.
  • Mit Rabatten haben sich Hersteller und Händler im deutschen Automarkt zu Jahresbeginn allerdings zurückgehalten. Laut der regelmäßigen Auswertung des Duisburger CAR-Instituts wurden insbesondere die bei Internet-Bestellungen gewährten Preisnachlässe im Vergleich zum Dezember nicht gesteigert. Bei den 30 beliebtesten Modellen lagen sie im Schnitt bei 18,6 Prozent des Listenpreises. Bei Batterie-Elektrofahrzeugen waren wegen der hohen staatlichen Subventionen im Schnitt 36,3 Prozent Nachlass drin.

Mittelstand bei Investitionen so vorsichtig wie lange nicht

Deutschlands Mittelstand bleibt angesichts der unklaren weiteren Folgen der Corona-Pandemie laut einer Studie vorsichtig bei Investitionen und neuen Jobs. Zwar sei die Stimmung immer noch überwiegend positiv und die finanzielle Lage vieler Unternehmen gut, resümiert das Beratungsunternehmen EY in seinem “Mittelstandsbarometer 2021”, das am Montag veröffentlicht wurde. Die weiteren Ergebnisse:

  • 89 Prozent der befragten Mittelständler bewerten ihre Lage aktuell als gut oder eher gut. Das sind nur drei Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr.
  • 57 Prozent gaben laut EY an, bis dahin ohne staatliche Unterstützung ausgekommen zu sein. Der Rest griff auf eines oder mehrere Angebote zurück, die meisten – 38 Prozent – auf das Kurzarbeitergeld. Hier war die Autoindustrie am häufigsten betroffen. Fast jedes vierte Unternehmen aus der Branche schätzt die Lage derzeit kritisch ein. Über alle Branchen hinweg ist es nur etwa jedes vierzehnte.
  • Generelle Zurückhaltung herrscht bei den Ausgaben. Nur 16 Prozent wollen in den kommenden Monaten ihre Investitionen steigern. Das ist der niedrigste Wert seit 2007. Die große Mehrheit (78 Prozent) will sie aber immerhin stabil halten. Ebenfalls 16 Prozent wollen die Zahl ihrer Beschäftigten erhöhen – so wenige wie seit 2010 nicht mehr.

mit Material von der dpa

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