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Business-News: Kaufprämie, Plugin, autonomes Fahren

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Plugin-Hybride in Deutschland: Im dritten Quartal 2020 gab es ein Plus von 466 Prozent auf über 56.000 verkaufte Fahrzeuge. © Volkswagen

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen. Diesmal im Fokus die Autoindustrie: VW-Chef Diess findet weitere Kaufprämien unnötig; boomende Plugin-Hybride und die Forderung nach vollautomatisiertem Fahren.

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Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um die folgenden Themen:

  1. VW-Chef Diess hält weitere Kaufprämien für unnötig
  2. Studie: Plugin-Hybride boomen
  3. Dudenhöffer: Vollautomatisiertes Fahren schneller einführen

VW-Chef Diess hält weitere Kaufprämien für unnötig

Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess hält eine neue Kaufprämie für Autos derzeit nicht für nötig. “Falls wir uns nicht einem zweiten Lockdown oder einem weiteren Konjunkturabschwung gegenübersehen, würde ich argumentieren, dass es keine neue Kaufprämie braucht”, sagte Diess der Zeitung “Financial Times” (Dienstag). “Es gab eine ganze Reihe von Anreizen da draußen für Elektroautos und Plugin-Hybride in Deutschland und quer durch Europa, und es hat funktioniert”, sagte er.

Diess hatte sich zu Beginn der Pandemie lautstark für staatliche Kaufprämien eingesetzt. Gegen weitere Zuschüsse hatte sich zuletzt auch Daimler-Chef Ola Källenius ausgesprochen.

Studie: Plugin-Hybride boomen

Plugin-Hybride sind in diesem Jahr in Europa der am schnellsten wachsende Typ Elektroauto. In den ersten drei Quartalen wurden in den fünf größten westeuropäischen Automärkten 146.000 Wagen mit Plugin-Hybrid-Motor neu zugelassen, ein Plus von 316 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das hat die PwC-Unternehmensberatung Strategy& in einer am Dienstag in München veröffentlichten Studie analysiert.

Bei Elektroautos gibt es drei unterschiedliche Bauarten: Plugin-Hybride sind Fahrzeuge mit kombiniertem Verbrennungs- und Elektromotor, deren Batterie separat aufgeladen werden kann. Daneben gibt es Hybridfahrzeuge ohne Plugin-Funktion und die vollelektrischen Autos.

Die fünf größten westeuropäischen Automärkte sind Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien. In absoluten Zahlen lagen in den ersten drei Quartalen mit 386.000 verkauften Fahrzeugen die Hybride ohne Plugin vorn, allerdings war die Wachstumsrate mit 97 Prozent viel geringer als bei den Plugin-Fahrzeugen. Daneben wurden 179.000 rein elektrische Autos verkauft, ein Plus von 121 Prozent.

In Deutschland ist das Plus bei den Plugin-Hybriden noch auffälliger: Allein im dritten Quartal gab es laut Studie einen Zuwachs von 466 Prozent auf über 56.000 verkaufte Fahrzeuge. Eine Ursache sind die Subventionen des Bundes – für Plugin-Hybride und vollelektrische Fahrzeuge zahlt die öffentliche Hand einen vierstelligen Kaufzuschuss, für Hybride ohne Plugin hingegen nicht. Insgesamt legte der Verkauf aller drei E-Bauarten um 168 Prozent im dritten Quartal auf fast 207.000 Fahrzeuge zu, ein Anstieg um 168 Prozent.

Global ist Europa damit laut PwC der am schnellsten wachsende Markt für E-Autos – zumindest, wenn man alle drei Bauarten insgesamt betrachtet.

Dudenhöffer: Vollautomatisiertes Fahren schneller einführen

Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer fordert eine schnellere Einführung vollautomatisiert fahrender Autos. “Wir alle gewinnen viel, wenn der Autopilot in Europa Realität wird, je schneller umso besser”, schreibt er in einer Analyse, die der Deutschen Presse-Agentur vorab vorlag. Das vollautomatisierte Fahren berge ein “gewaltiges Potenzial, das viele Verkehrstote und Verletzte erspart”. Daher müsse die Politik den Weg dafür ebnen und die deutsche Automobilindustrie dürfe sich nicht bei Investitionen zurückhalten.

Basis von Dudenhöffers Analyse sind Unfallzahlen aus Deutschland, den USA und von Tesla. Zwar sind diese Zahlen nicht eins zu eins miteinander vergleichbar – unter anderem, weil beispielsweise die Straßenverhältnisse und Straßenverkehrsordnung in den USA anders sind, oder auch, weil die meisten Teslas noch relativ neu sind. Doch Dudenhöffer gleicht dies aus, indem er die Zahlen von den USA auf Deutschland umrechnet und die Zahlen von Teslas im Autopilot-Modus mit denen von Teslas mit ausgeschalteten Fahrerassistenzsystemen vergleicht.

Im Ergebnis kommt er zum Schluss, dass fast zwei Drittel der Unfälle durch einen Autopiloten vermieden werden könnten. In einem optimistischeren Szenario wären es sogar 90 Prozent – sofern alle Autos auf den Straßen selbst steuerten. Je früher autonomes Fahren zugelassen werde, umso schneller könnten solche Szenarien Realität werden, sagt der Leiter des privaten CAR-Instituts.

mit Material von der dpa

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