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Business-News: Audi, Ceconomy, Daimler, Nokia, Renault, Vodafone

Audi
Audi-Vorstandschef Markus Duesmann sieht für Wasserstoff und Brennstoffzelle als Antrieb für Autos keine Zukunft. © Audi

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen. Diesmal im Angebot: Audi wider Wasserstoff, Renault baut Recyclingzentrum und ein Strategiewechsel bei Vodafone.

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Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um die folgenden Themen:

  1. Audi-Chef sieht keine Zukunft für Wasserstoff-Autos
  2. Renault baut großen Standort bei Paris in Recyclingzentrum um
  3. Glasfaser-Direktanschlüsse: Vodafone ändert Strategie
  4. Patentstreit zwischen Nokia und Daimler geht zum EuGH
  5. Ceconomy-Aufsichtsrat schlägt neuen Vorsitzenden vor

Nachfolgend die kompakten Details im Überblick.

Audi sieht keine Zukunft für Wasserstoff-Autos

Audi-Vorstandschef Markus Duesmann sieht für Wasserstoff und Brennstoffzelle als Antrieb für Autos keine Zukunft. “Wir können den für den Antrieb nötigen Wasserstoff in den nächsten Jahrzehnten nicht in ausreichender Menge CO2-neutral produzieren. An Wasserstoff für den Einsatz im Auto glaube ich daher nicht”, sagte er der Wochenzeitung “Die Zeit”. “Die Lösung für den Pkw ist die Batterie.”

Der Audi-Chef fügte aber hinzu: “Die Welt ist groß, und Elektrifizierung ist nicht für jedes Land der Welt das richtige Mittel.” Autofahrer “stellen sich viele Fragen: Wie weit komme ich? Wo kriege ich den Strom her? Wie lange hält die Batterie? Was mache ich, wenn ich in Urlaub fahre?”

Beim automatisierten Fahren dürfte es bei Audi 2024 einen großen Schritt geben. Der US-Konkurrent Tesla tue sich leichter, die damit verbundenen Risiken einzugehen. “Die Technologie haben auch wir, aber wir schalten sie noch nicht frei”, sagte Duesmann. “Wenn ein Audi-Modell gravierende Fehler machen würde, weil der Autopilot nicht verlässlich funktioniert, würden wir damit das ganze Unternehmen mit fast 90.000 Mitarbeitern gefährden. Deswegen sind wir so zurückhaltend.”

Renault baut großen Standort bei Paris in Recyclingzentrum um

Im Zuge seines Sparprogramms baut der französische Autohersteller Renault seine große Fabrik Flins im Pariser Großraum in ein Recyclingzentrum um. Mit der sogenannten Re-Factory solle eine in Europa beispielhafte Anlage für die Kreislaufwirtschaft entstehen, teilte Generaldirektor Luca de Meo am Mittwoch in Boulogne-Billancourt bei Paris mit. Neue Autos sollen dort nur noch bis 2024 vom Band laufen.

Das krisenbelastete Unternehmen hatte im Frühjahr den Abbau von rund 15.000 Stellen angekündigt, davon entfallen rund 4600 auf Frankreich. Das über drei Jahre laufende Sparprogramm hat einen Umfang von über zwei Milliarden Euro.

Flins, ein Traditionswerk von Renault, soll noch bis voraussichtlich 2024 das Modell Zoe produzieren, wie auf Anfrage bestätigt wurde. Nach dem Umbau soll das Werk dann unter anderem gebrauchte Autos oder Batterien verwerten. In dem Werk Ende waren 2019 rund 2600 Menschen beschäftigt. In zehn Jahren sollen es mehr als 3000 Mitarbeiter sein.

Glasfaser-Direktanschlüsse: Vodafone ändert Strategie

Vodafone will sich beim Glasfaser-Ausbau in Deutschland künftig stärker auf die Aufrüstung der eigenen Kabel-Netze konzentrieren. Ein Firmensprecher bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der “Rheinischen Post”. “Wir werden künftig Teile unserer bisherigen Glasfaseraktivitäten umwidmen und sie ins Kabelnetz einbringen.”

Im Gegenzug fährt Vodafone die Anwerbung neuer Glasfaser-Versorgungsgebiete bei seinen Programmen “Giga Gemeinde” und “Giga Gewerbe” zurück, bei denen die Glasfaserleitungen bis hin zum Kunden verlegt werden. Man fokussiere sich in diesem Bereich darauf, den Auftragsbestand für 150.000 Haushalte und 23.000 Unternehmen abzuarbeiten. “Hier wollen wir über die nächsten 15 Monate vor allem fertig bauen, was uns aufgetragen ist.” Neue Glasfaserprojekte sollen “vor allem im Bereich geförderter Gemeindeprojekte sowie Gewerbegebiete auf Basis großer Kundennachfrage” akquiriert werden.

Mit dem Strategiewechsel reagiert Vodafone auch auf die Bedürfnisse der Kunden, die über das TV-Kabel ins Internet gebracht werden. Zwar bietet hier Vodafone maximale Geschwindigkeiten von einem Gigabit pro Sekunde an, die aber in etlichen Fällen nicht durchgehend zur Verfügung gestellt werden können. Insbesondere zu den Spitzenzeiten am Abend hat der Provider Schwierigkeiten, die hohe Bandbreite flächendeckend zur Verfügung zu stellen. Das deutet auf Engpässe im Backbone-Netzwerk hin, die mit einem gezielten Glasfaser-Ausbau beseitigt werden könnten.

“Dem Bandbreitenhunger wollen wir mit Investitionen gerecht werden», “Rheinische Post” einen Vodafone-Sprecher. “Dafür widmen wir künftige Teile unserer bisherigen Glasfaseraktivitäten jetzt um.”

Patentstreit zwischen Nokia und Daimler geht zum EuGH

Im Mobilfunk-Patentstreit zwischen dem Netzwerkausrüster Nokia und dem Autobauer Daimler sollen zentrale Fragen nun vom Europäischen Gerichtshof geklärt werden. Das Landgericht Düsseldorf wird den Luxemburger Richtern einen Fall vorlegen, wie es am Donnerstag mitteilte.

Nokia wirft Daimler vor verschiedenen Gerichten Patentverletzungen im Zusammenhang mit der Mobilfunktechnik im Auto vor und klagt jeweils auf Unterlassung. Vor dem Landgericht Mannheim war der Netzwerkausrüster im August in einem Fall erfolgreich, in anderen Fällen dagegen nicht.

Im Kern dreht sich der Streit darum, wie sogenannte standardessentielle Patente, deren Nutzung für den Einsatz der Technik unbedingt erforderlich ist, zu fairen Konditionen und ohne Diskriminierung allen Anbietern zur Verfügung gestellt werden. Nokia vertritt laut Gericht die Ansicht, frei entscheiden zu können, auf welcher Stufe an wen Lizenzen vergeben werden, also ob direkt an die Autohersteller oder an deren einzelne Zulieferer. Daimler hingegen ist der Auffassung, dass die Zulieferer ihre Produkte jeweils selbst direkt lizenzieren können müssten.

Ceconomy-Aufsichtsrat schlägt neuen Vorsitzenden vor

Der Aufsichtsrat des Elektronikhändlers Ceconomy will Thomas Dannenfeldt als neuen Chef an seiner Spitze. Der langjährige Telekom-Manager solle damit auf Jürgen Fitschen folgen, teilte das im SDax notierte Unternehmen am Donnerstag mit. Den Aktionären soll er bei der Hauptversammlung am 17. Februar 2021 als neues Mitglied vorgeschlagen werden und anschließend soll er – deren Zustimmung vorausgesetzt – zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt werden.

Dannenfeldt arbeitete den Angaben nach 26 Jahre lang bei der Deutschen Telekom, zuletzt als Finanzvorstand. Seit diesem Jahr ist er auch Aufsichtsratsmitglied beim Netzwerkausrüster Nokia und bei der Unternehmensberatung Axxessio.

Mit der Hauptversammlung endet Fitschens Amtszeit nach 13 Jahren. Dannenfeldt verfüge über weitreichende Erfahrungen mit Veränderungsprozessen und Digitalisierung, sagte er über seinen potenziellen Nachfolger. Dannenfeldt sei “genau der richtige Kandidat”.

mit Material von der dpa

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