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Business-News: Adidas, Aida, Osram, Siemens, Slack

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Adidas zahlt seinen rund 60.000 Mitarbeitern in aller Welt zu Weihnachten eine Corona-Dankesprämie. © Adidas

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr oder weniger Interesse wecken. Wir fassen die wichtigsten Business-News kompakt zusammen. Diesmal im Fokus: Adidas, Aida, Airbnb, Facebook, Osram, Siemens und Slack

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Die neuesten ausgewählten Business-News drehen sich heute um die folgenden Themen:

  1. Adidas zahlt Mitarbeitern bis zu 1000 Euro Corona-Prämie
  2. Nach Übernahme durch AMS: Osram-Chef Berlien muss gehen
  3. SAP-Rivale Salesforce setzt mit Slack-Kauf auf Bürochats
  4. Vor Saisonstart: Aida Cruises rechnet mit Erholung der Branche
  5. Weniger Gehalt für Siemens-Chef Joe Kaeser
  6. Börsengang: Airbnb strebt Bewertung von fast 35 Milliarden Dollar an
  7. Diem statt Libra: Facebook-Digitalwährung umbenannt

Nachfolgend die Details im kompakten Überblick:

Adidas zahlt Mitarbeitern bis zu 1000 Euro Corona-Prämie

Der Sportartikelhersteller Adidas zahlt seinen rund 60.000 Mitarbeitern in aller Welt zu Weihnachten eine Corona-Dankesprämie. Das gab das Unternehmen am Dienstag in Herzogenaurach bekannt. Die Prämie könne – abhängig von der Kaufkraft im jeweiligen Land – bis zu 1000 Euro betragen. Etwa 33.000 Adidas-Mitarbeiter – und damit mehr als die Hälfte – sind in den eigenen Läden des Unternehmens beschäftigt, 8200 in der Logistik.

“Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Pandemie unermüdlich für das Wohl des Unternehmens gearbeitet. Mit dieser Einmalzahlung wollen wir den Einsatz jedes Einzelnen würdigen und danke sagen”, sagte Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted.

Adidas war im Frühjahr in den Strudel der Corona-Krise geraten und hatte zeitweise Verluste geschrieben. Vorstand und das weitere Führungspersonal verzichteten auf einen Teil ihrer Bezüge. Auch die Aktionäre stimmten einer Kürzung der Dividende auf Null zu.

Nach Übernahme durch AMS: Osram-Chef Berlien muss gehen

Die Übernahme durch AMS kostet Osram-Chef Olaf Berlien den Job. Der Aufsichtsrat will mit ihm Verhandlungen “über eine einvernehmliche vorzeitige Beendigung seiner Tätigkeit per Ende Februar 2021” aufnehmen, wie Osram am Dienstag mitteilte. Seine Nachfolge soll Ingo Bank übernehmen. Der ehemalige Finanzvorstand von Osram bekleidet dieses Amt derzeit bei AMS. Die Aufgaben bei Osram übernimmt er zusätzlich.

Zudem bekommt Osram auch einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Peter Bauer wird dieses Amt Mitte Dezember niederlegen. Als Nachfolger ist Thomas Stockmeier vorgesehen, der im Vorstand von AMS sitzt.

Hintergrund der Änderungen ist der jüngst beschlossene Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen AMS und Osram, der in den nächsten Wochen wirksam werden soll. Er gibt AMS weitgehende Befugnisse bei Osram. Ende 2019 war AMS nach langem Tauziehen mit einem Übernahmeangebot für Osram erfolgreich gewesen. Seit es im Sommer vollzogen wurde, halten die Österreicher die Mehrheit am Münchner Konzern.

SAP-Rivale Salesforce setzt mit Slack-Kauf auf Bürochats

Es ist der größte Tech-Deal der Corona-Ära: Der SAP-Konkurrent Salesforce will für fast 28 Milliarden Dollar den Bürochat-Anbieter Slack schlucken. Der Software-Konzern wettet damit darauf, dass auch nach dem Ende der Pandemie mehr als zuvor digital kommuniziert wird. Zugleich zeigt die Übernahme auch die Grenzen für mittelgroße Player in der heutigen Tech-Industrie auf: Slack profitierte zwar auch von verstärkter Heimarbeit in Corona-Zeiten – aber nicht so stark wie zum Beispiel Zoom.

Slack werde bei dem Deal insgesamt mit 27,7 Milliarden Dollar (rund 23 Mrd Euro) bewertet, teilte Salesforce nach US-Börsenschluss am Dienstag mit. Der Betrag geht unter anderem auf den aktuellen Salesforce-Kurs zurück. Slack-Aktionäre sollen pro Anteilsschein 26,79 Dollar sowie 0,0776 Salesforce-Aktien erhalten.

Aida Cruises rechnet mit Erholung der Branche

Vor dem für Samstag geplanten Saisonneustart der Kreuzfahrtreederei Aida Cruises auf den Kanarischen Inseln hat sich Vorstandschef Michael Thamm zuversichtlich über die Zukunft der Branche gezeigt. Noch im Dezember soll das zweite Schiff in der Region starten. “Wir gehen auch davon aus, dass wir im Frühjahr alle 14 Schiffe wieder in Fahrt haben werden”, sagte Thamm der Deutschen Presse-Agentur.

Im März hatte Aida Cruises wie alle Firmen der Branche wegen der Corona-Pandemie die Reisen eingestellt. Die bisherigen Umsatzausfälle bei Aida lägen im Bereich von rund 1,5 Milliarden Euro. “Wir kommen einigermaßen gut durch diese schwierige Situation”, sagte Thamm. «Die Situation ist auf gar keinen Fall existenzbedrohend.”

Mit dem US-Unternehmen Carnival Corporation gebe es einen starken Gesellschafter, der Zugang zum Kapitalmarkt habe. “Wir verhandeln mit der Bundesregierung über einen Kredit von 400 Millionen Euro. Ich hoffe, wir kommen noch dieses Jahr zu einem positiven Abschluss.”

Weniger Gehalt für Siemens-Chef Joe Kaeser

Siemens-Chef Joe Kaeser bekommt für das letzte volle Geschäftsjahr an der Spitze des Konzerns weniger Geld als im Vorjahr. Je nach Berechnungsweise beträgt seine Gesamtvergütung für das abgelaufene Geschäftsjahr 9,3 Millionen beziehungsweise 6,9 Millionen Euro, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Vergangenes Jahr waren es noch 14,2 beziehungsweise 7,2 Millionen. Die jeweils höhere Zahl enthält zum Beispiel Zuflüsse, die sich aus Aktienoptionen ergeben.

Grund für den Rückgang ist zum einen ein deutlich niedrigerer Bonus. Hier macht sich bemerkbar, dass die Geschäfte von Siemens unter der Corona-Krise litten. Zudem hatte es im vergangenen Jahr einen Sondereffekt gegeben: Weil 2015 die Haltefrist für Aktienoptionen verkürzt wurde, kamen 2019 die zu früheren Zeitpunkten gewährten Aktienpakete zweier Jahre zusammen.

Börsengang: Airbnb strebt Bewertung von fast 35 Milliarden Dollar an

Der Apartment-Vermittler Airbnb setzt sich bei seinem bevorstehenden Börsengang ambitionierte Ziele. Das Unternehmen gab am Dienstag bekannt, seine Aktien in einer Preisspanne zwischen 44 und 50 Dollar losschlagen zu wollen. Airbnb will fast 2,6 Milliarden Dollar (2,2 Mrd Euro) erlösen, insgesamt peilt die Firma beim Börsengang ein Bewertung von fast 35 Milliarden an. Damit liegt Airbnb deutlich über der letzten Finanzierungsrunde und den Prognosen von Analysten. Die Aktien sollen in diesem Monat an der New Yorker Tech-Börse Nasdaq unter dem Tickerkürzel ABNB gelistet werden.

An den Finanzmärkten wurde der Börsengang von Airbnb lange als spektakulärste US-Premiere 2020 gehandelt, dann kam die Corona-Krise und zwischenzeitlich gab es große Ungewissheit. Inzwischen hat sich das Geschäft aber wieder einigermaßen erholt, und die gute Stimmung an den Finanzmärkten lädt zum Sprung aufs Börsenparkett ein. Zuletzt konnte Airbnb sogar ein seltenes Quartal mit schwarzen Zahlen vorweisen. Im vergangenen Vierteljahr verdiente das Unternehmen 219 Millionen Dollar (185 Mio Euro). In den neun Monaten bis Ende September fielen jedoch Verluste von knapp 697 Millionen Dollar an.

Diem statt Libra: Facebook-Digitalwährung umbenannt

Die bei Facebook entwickelte Digitalwährung Libra bekommt einen neuen Namen. Die Umbenennung in “Diem” (“Tag” auf Latein) solle einen “neuen Tag für das Projekt” symbolisieren, teilte die Assoziation zur Verwaltung der Krypto-Währung am Dienstag mit. Das weltgrößte Online-Netzwerk hatte das Digital-Geld entwickelt, überließ dann aber die Kontrolle der Organisation mit Sitz in der Schweiz. Das im Juni 2019 vorgestellte Projekt war auf massiven Widerstand von Regierungen und Regulierern gestoßen und ist immer noch nicht gestartet.

Im vergangenen Frühjahr gab es angesichts des Drucks bereits einschneidende Änderungen an dem Konzept. Ursprünglich war geplant, dass Libra mit einem Korb aus verschiedenen Währungen und Staatsanleihen abgesichert wird. Inzwischen soll es Libra-Einheiten geben, die fest an einzelne nationale Währungen gekoppelt sind. Zudem wurden die Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung verbessert.

Facebook hatte bereits seine digitale Geldbörse für die Krypto-Währung umbenannt. Die sogenannte Wallet heißt nun Novi. Die bisherige Wallet-Marke Calibra sei sehr nahe am Namen Libra gewesen, hieß es bei der Änderung im Mai. Das Online-Netzwerk betont, dass es jetzt nur noch eines der Mitglieder der Libra Association mit denselben Rechten wie alle anderen Partner sei.

Die Wallets sind die digitalen Geldbörsen, über die Verbraucher die Libra-Währung benutzen sollen. Verschiedene Anbieter werden sie präsentieren können. Nach bisherigen Plänen soll aber in Facebook-Diensten wie WhatsApp und Messenger nur die hauseigene Wallet genutzt werden können.

mit Material von der dpa

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