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Bezahlbereitschaft für Internetinhalte ist gering

Für Informationen im Internet zu bezahlen, erklären sich rund 13 Prozent der Internetnutzer bereit, die privat Zugang zum Netz haben. Das belegt die Studie „Internetnutzung", die die Abteilung Custom Research der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und der GfK Verein im Auftrag von „The Wall Street Journal Europe“ in 16 europäischen Ländern und in den USA durchgeführt haben.

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Zwar wollen 80 Prozent der Internetsurfer die Inhalte danach wie gewohnt kostenlos nutzen, doch nähmen sie dafür Werbung in Kauf. Für einen kostenfreien Contentzugang gepaart mit Werbeschaltungen hätten vor allem Griechen, Belgier, Schweden und Amerikaner votiert. Dagegen belaufe sich der Anteil derer, die Bezahlinhalte ohne Werbung akzeptieren würden, über alle Länder hinweg auf acht Prozent. Wenn der kostenpflichtige Informationszugang Angebote wie Nachrichten, Unterhaltung und Wissen beträfe, wären außerdem fünf Prozent auch mit Werbeschaltungen einverstanden.

Allerdings gebe es auch Nationen, die kostenpflichtigen digitalen Inhalten positiver gegenüberstehen. Beispielsweise seien 23 Prozent der Schweden, knapp 20 Prozent der Niederländer und Briten sowie 17 Prozent der Amerikaner bereit, für den Zugang zu Informationen im Web zu bezahlen. Am unteren Ende bei der Zahlungsbereitschaft würden Rumänen mit vier Prozent, Polen mit fünf Prozent und Spanier mit sechs Prozent rangieren. Leichte Unterschiede ließen sich auch feststellen, als die Surfer nach Nutzungsvorlieben analysiert wurden. Während in Schweden bei jenen eine leicht erhöhte Akzeptanz von Bezahlinhalten festzustellen sei, die das Web gerne für Blogging und E-Finance nutzen, zeigten sich von amerikanischen Surfern jene toleranter, die sich im Internet für Spiele, Musikdownloads oder E-Services, wie beispielsweise den Kauf von Reise- oder Konzerttickets, interessieren.

Bei der privaten Internetnutzung stehe für rund die Hälfte der Befragten das Versenden von E-Mails oben auf der Beliebtheitsskala. Besonders die Deutschen, Portugiesen, Briten und Spanier nutzen das Internet überdurchschnittlich gern für elektronische Post. An zweiter Stelle der internationalen Liste stehe mit vergleichbaren Beliebtheitswerten der Abruf von Informationen über Suchmaschinen und Nachschlagewerken. Die Nachrichtenrecherche befinde sich mit 39 Prozent der Stimmen auf Rang drei. Auch in den USA werde die Informationssuche via Internet geschätzt: 59 Prozent geben an, dass sie das Netz vor allem für diesen Zweck nutzen, fast genauso viele schicken Post an Freunde oder Bekannte. Zudem seien Menschen, die täglich mehr als 3 Stunden im Netz verbringen und als sogenannte Heavy User gelten, häufiger soziale Netzwerker, würden mehr spielen und mehr Musik aus dem Netz laden als Light User (Personen, die das Web weniger als 1 Stunde am Tag nutzen). Die Wenignutzer hätten dagegen eine leichte Affinität zur Informationsbeschaffung via Suchmaschinen und Nachschlagewerken gezeigt.

www.gfk-verein.org

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