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Bewegtbild als Content-Treiber in sozialen Medien

Entertainment-Inhalte sind der wichtigste Treiber für Social Media, zeigen die Deutschland-Ergebnisse der diesjährigen Edelman Global Entertainment Studie. 71 Prozent der Nutzer hierzulande verbreiten Inhalte aus TV-Shows, Film-Trailer oder Musik-Videos. Erst an zweiter Stelle folgen News über Freunde (68 Prozent). Nachrichten über sich selbst posten 57 Prozent, über Neues aus der eigenen Familie berichten 50 Prozent.

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Im Rahmen der Studie untersuchte die PR-Firma Edelman die Haltung von Verbrauchern gegenüber der Unterhaltungsindustrie und befragte 6.500 Personen ab 18 Jahre in Deutschland, Brasilien, China, Indien, Korea, der Türkei, Großbritannien und den USA. Es zeigt sich, dass das Teilen in Social-Media-Kanälen für die meisten Menschen ganz klar zum Entertainment-Erlebnis gehört. Soziale Netzwerke sind damit zu Meinungsforen geworden, in denen Erfahrungen unmittelbar weiter gegeben werden.

Für die Mehrheit der befragten Konsumenten aus Deutschland ist dabei entscheidend, ihre Begeisterung über gute Entertainment-Inhalte mit Freunden, Familie oder Bekannten zu teilen. Sie reichen Content dann weiter, wenn sie ihn mögen (67 Prozent), dieser interessant ist (66 Prozent) oder lustig (63 Prozent). Generell werden positive Entertainment-Erfahrungen eher geteilt als negative.

Visual-tainment schafft globale Zusammenhänge

In Bezug auf Entertainment-Inhalte und die Nutzung von Social Media fühlen sich 59 Prozent der Befragten heutzutage mehr mit der Allgemeinheit verbunden. 57 Prozent geben an, dadurch offener für Online-Inhalte aus entfernten Ländern geworden zu sein als sie es noch vor einigen Jahren waren. „Das Konzept des Visual-tainments wirkt grenzüberschreitend und stärkt das Gemeinschaftserlebnis“, analysiert Martina Pennekamp, Practice Leader Technology bei Edelman Deutschland.

Bei der Frage, durch wen oder was sich Konsumenten bei der Entertainment-Wahl (zum Beispiel Programm im Fernsehen, Theaterstück, CD, Film oder Online-Video) beeinflussen lassen, geben 43 Prozent die Empfehlung von Familienmitgliedern oder Freunden an. Werbung und
Trailer sind für 30 Prozent der Befragten eine Motivation. Auf dem letzten Platz (14 Prozent) liegt die Empfehlung einer unbekannten Person, etwa einem Prominenten oder jemandem, dem man via Social Media folgt.

Marken beeinflussen Konsum-Entscheidungen

Geht es darum, für Entertainment Geld auszugeben, vertrauen 42 Prozent der Befragten in Deutschland auf „positive Bewertungen von professionellen Kritikern“ in Zeitungen, im Fernsehen oder in Online-Medien, dicht gefolgt von Empfehlungen einer „Marke oder einem Produkt, die oder das sie mögen“ (39 Prozent). Diese Daten unterstreichen nach Überzeugung Pennekamps den Trend, den sie bereits seit ein paar Jahren sehe: Traditionelle Werbung wird in Deutschland immer mehr von Bewegtbild-Content abgelöst. Im internationalen Vergleich sei das bereits der Fall.

Die globalen Ergebnisse zeigen, dass Empfehlungen von Marken einen genauso großen Einfluss auf Konsum-Entscheidungen haben wie die von professionellen Kritikern (beide 56 Prozent). „Marken und Unternehmen, die diese Entwicklung in ihrer Kommunikationsstrategie berücksichtigen und eigene Entertainment-Inhalte wie Online-Videos kreieren, schaffen sich so ganz neue Möglichkeiten, mit ihren Zielgruppen in Austausch zu treten und Dialoge zu initiieren“, erklärt die PR-Expertin.

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