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Autohersteller überschätzen chinesischen Markt

9,3 Millionen Fahrzeuge wollen ausländische Autokonzerne 2010 in China absetzen. Nach einer exklusiven Studie der Unternehmensberatung Bain & Company im Auftrag der Wirtschaftswoche müssen sich die Konzerne aller Voraussicht nach mit rund 20 Prozent weniger zufriedengeben. Die Unternehmensberater gehen von rund 7,9 Millionen Fahrzeugen aus. „Unsere Studie zeigt, dass die Hersteller den Markt stark überschätzen und zu hohe Absatzziele in China ausrufen“, sagt Jörg Gnamm, Partner und Autoexperte bei Bain & Company.

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„Es geht um eine Größenordnung von 1,5 Millionen Autos. Das entspricht etwa der Hälfte des Absatzes in Deutschland oder der Kapazität von vier bis fünf Pkw-Werken.“ Die Entwicklung sei weniger ein Problem für Premiumhersteller wie Audi, Mercedes oder BMW, da sie nur vergleichsweise kleine Stückzahlen in China absetzten. Da die hohen Produktionskapazitäten vor allem bei kleinen und mittleren Fahrzeugen aufgebaut würden, seien von den möglichen Überkapazitäten vor allem Volumenhersteller wie Volkswagen, General Motors oder Toyota betroffen.

„Der chinesische Automarkt wird zwar auch in den kommenden Jahren mit rund zwölf Prozent wachsen“, schätzt Bain-Berater Gnamm. Das Land stehe deshalb ganz oben auf der Liste der Volumenhersteller. „Ein Selbstläufer ist China deshalb aber nicht. Die ausländischen Anbieter sind aufgrund der Schwäche anderer Märkte in China zum Erfolg verdammt, aber auch die chinesischen Hersteller sind hoch motiviert und wachsen stark. Der Markt ist also extrem wettbewerbsintensiv. Man kann dort viel Geld verlieren, wenn man falsch vorgeht.“

www.wiwo.de

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