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Alle Artikel von Christian Prill

  • ADAC Postbus: Gelbe Marken-Hochzeit auf der Autobahn

    Seit der innerdeutsche Fernverkehr mit dem Linienbus erlaubt ist, herrscht Gedränge an den Zentralen Omnibus Bahnhöfen (ZOB). Rund hundert Busfirmen wollen sich ein Stück vom Kuchen abschneiden: DeinBus, MeinFernbus, City2city, FlixBus, Deutsche Touring und wie sie alle heißen. Neben den vielen Neugründungen kommt jetzt eine Kooperation auf die Straße, die zwei der stärksten deutschen Marken zu einem Angebot bündelt: der ADAC Postbus.

  • Keine Kunden, keine Marke. Ein Nachruf auf Praktiker.

    Mit der Insolvenz von Praktiker Ende vergangener Woche geht nach Schlecker und Neckermann eine weitere bekannte deutsche Unternehmensgeschichte zu Ende. Damit wird eine Marke vom Markt verschwinden, die bei den Kunden schon seit langem kein Vertrauen mehr genoss. Kaum jemand wird Praktiker auch nur eine Träne nachweinen. Insofern hält sich das Drama in Grenzen. Wie konnte es so weit kommen?

  • Markenwende bei Lacoste – Wiedererkennbarkeit auch ohne Logo?

    Ein Wirtschaftskrimi besonderer Art kommt dieser Tage aus Frankreich. José Luis Duran, Chef des Lacoste-Konzerns, nimmt dem Modelabel das Krokodil weg. Jedenfalls ist jetzt eine erste Kollektion für Damen ohne Krokodil-Emblem erschienen. Duran glaubt, auf diese Weise junge Frauen an die Marke heranführen zu können. Das Krokodil, mittlerweile 80 Jahre alt, erscheint ihm alt. Zu betagt, um junge Frauen anzuziehen. Mit der Teilrente des Krokodils könnte der Markenwert des Unternehmens unter Druck geraten.

  • Bionade sorgt bei Trendscouts für traurige Augen

    Durchs Hamburger Schanzenviertel laufen Marketingexperten meist mit begehrlichem Blick. Das Ausgehviertel gilt ihnen als Inkubator, Gradmesser und Testfeld für neue, junge und aktuelle Produkte. Rund um die Straße Schulterblatt trinkt, feiert und kauft jene Zielgruppe, die Trends nicht nur aufnimmt, sondern macht – es ist ein Treffpunkt der Mode- und Lifestyle-Orientierten, der Möchtegern-Lohas und Hedonisten mit Studienplatz.

  • Quelle des Erfolgs

    Otto reanimiert die Traditionsmarke Quelle und startet damit ein Husarenstück der Markentechnik: Hinter dem eingeführten Namen wird alles anders. Kann der Otto-Konzern den Strukturwandel in positive Bahnen lenken? Die Welt der Wirtschaft steckt voller Irrationalität, wie aktuell die Börsen vorführen. Doch dass ein Management auch mit Vernunft und Konsequenz vorgehen kann, beweist die Otto-Gruppe bei der Wiederbelebung der Marke Quelle.

  • Krücken im Schaufenster

    Es sind Schaufenster, wie aus der Zeit gefallen: Produkte in Kartons gestapelt, dazu mit Plastikblumen dekorierte Krücken und Rheumawäsche im Jutesack-Look. So sahen Sanitätshäuser vor 40 Jahren aus und so sieht man sie noch heute. Mancher fühlt sich an die DDR erinnert, wo es nicht um Verkauf, sondern um Bedarfsdeckung ging. Und die Assoziation ist durchaus richtig: Geh-Hilfen, Bandagen oder Inkontinenzhilfen kauft man nicht aus Spaß, sie werden verschrieben und abgeholt. Doch Sparzwänge im Gesundheitswesen haben auch in den Markt medizinischer Hilfsmittel Bewegung gebracht.

  • Sparkasse in der Psycho-Krise

    Gute Presse sieht anders aus. Die Hamburger Sparkasse (Haspa), so meldete es der Radiosender NDR Info, habe ihre Kunden quasi ausspioniert, sie mit geheimen Psychotricks durchleuchtet, ihnen diskriminierende Labels aufgedrückt, und das alles nur, um ihnen noch mehr Fonds, Versicherungen oder Aktien zu verkaufen. Ein Bericht, der allein schon schmerzhaft gewesen wäre. Doch zu allem Überfluss für die Haspa löste er La Ola in den Medien aus: von Spiegel Online bis zur Süddeutschen Zeitung verbreiteten alle dieselben, vermeintlich empörenden Praktiken der Finanzberater aus Hamburg. Nach der Finanzkrise im Allgemeinen und den von der Haspa viel verkauften Lehmann-Zertifikaten im Besonderen ist die Psycho-Krise ein erneuter Tritt dahin, wo es den Marketing- und PR-Verantwortlichen weh tut.

  • Elektro-Schock für Automarken

    Diesmal wird es ernst für die Autobranche. Wurden bislang auf Messen oft Innovationen minderer Reichweite vorgeführt, so zeigte der diesjährige Pariser Autosalon eine Industrie im Umbruch. Das Thema heißt Elektromobilität und der Elektro-Schock wird die Branche vermutlich tiefer durchschütteln als manchem lieb ist – auch auf der Ebene von Marken. Denn wie viel Mercedes ist noch ein Fahrzeug, dessen Antrieb von Siemens oder General Electric stammt? Wie viel Unterschied sollte es geben zwischen einem Renault und einem Golf Cart? Was hat ein Elektroroller mit der Marke Mini zu tun? Und schließlich: Müssen die etablierten Autohersteller mit E-Bikes und Spaßmobilen konkurrieren?

  • Heimat aus der Steckdose!

    Strom ist gelb – das war einmal ein innovatives Markenkonzept. Doch die Zeiten ändern sich. Heute spricht der Strom platt oder schwäbisch und das entgegen einer Logik, die allein Größe zum Maßstab nimmt. Nur vier Konzerne teilen sich den Energiemarkt in Deutschland, zusammen erwirtschaften sie achtzig Prozent des Umsatzes. Und doch sind es die Kleinen, die den Konsumentenmarkt treiben. Die Großen stehen für verbraucherfeindliche Privatisierung, für Profitgier, Preiserhöhungen und Anonymität, die Kleinen für Bürgernähe und Ehrlichkeit. Sie setzen auf Heimat – und werden immer mehr.

  • Soziale Medien: Wie viel Kontrolle tut den Marken im Netz gut?

    „Das Web ist eher eine soziale denn technische Schöpfung“, schrieb der Internet-Pionier Tim Berners-Lee schon vor zehn Jahren. Das war zu Zeiten, als man das Netz noch mit Altavista oder Yahoo durchkämmte und weltweit nur etwas mehr als sechs Millionen Rechner ans Netz angeschlossen waren (heute: 1,2 Mrd.). Trotzdem erwies sich Berners-Lee, der zuvor den Browser World Wide Web erfunden und das Internet in seiner heutigen Form erst ermöglicht hatte, mit dieser Aussage einmal mehr als Visionär.

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Kommunikation

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In unserer Serie "Marke post Corona: Learnings aus der Krise" berichten Marketingverantwortliche über ihre Erfahrungen und Lehren aus der Corona-Zeit. Hier finden Sie alle acht Beiträge der Reihe im Überblick. mehr…



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