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Anatomie eines Rekordmeisters: Was Unternehmen von Bayern München lernen können

In der neuen absatzwirtschaft dreht sich alles rund um den Rekordmeister

Titelgeschichten zu erfolgreichen Unternehmen hatten wir schon öfter, zu Vereinen oder gar zum FC Bayern noch nie. Und das ausgerechnet in dieser Phase! Gemessen an den eigenen Ansprüchen gehen die Münchner recht mager aus der Saison, aber genau in solchen Zeiten zeigt sich, ob Unternehmen Substanz haben, ob sie ein One-Hit-Wonder oder Dauerbrenner sind.

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Von absatzwirtschaft-Chefredakteur Christian Thunig

Eines ist klar: Auf dem Platz ist, was bei einem Fußballverein zählt. Insofern ist Erfolg insbesondere im Mannschaftssport nicht beliebig reproduzierbar. Aber der Erfolg braucht eine solide Basis. Und die haben wir beim FC Bayern gefunden.

Finanziell mehr als gesund, eine nachweisbar starke Marke, ein
professionelles Management, die Balance von Lokal-Traditionellem und Weltmännisch-Internationalem, eine starke Fanbasis – der FCB hat vieles, was sich Unternehmen wünschen. Aber das ist hart erarbeitet. 1979 war das entscheidende Jahr, in dem der Schalter umgelegt wurde. Damals war der Verein ausgepowert und hatte nichts von dem erwähnten Fundament. Dann kam Hoeneß. Heute würde man von einem Game Changer sprechen. Marketing, Merchandising, internationale Expansion waren für die Bundesliga damals völlig neu. Und er pflanzte dem Verein das vielleicht wichtigste Gen ein: das permanente Streben noch Exzellenz. Zudem hat er eine Organisation geschaffen, die sogar aktuell ohne ihn auskommt. Auch das ist bei Übervätern äußerst selten.

Die aktuelle Krise wird die Bayern daher nicht schrecken. Im Gegenteil: Die Fähigkeit, sich ständig selber zu hinterfragen, lässt den Verein die notwendigen Dinge erkennen. Daher wird Pep Guardiola auch bleiben. Er passt zum Perfektionsdrang der Bayern, und er will die Vollendung.

Für Unternehmen heißt das: sehen und lernen. In der aktuellen Hektik des Alltags in Unternehmen geht viel verloren, aber Erfolg hängt an einem großen Plan und dem Drang, sich immer wieder infrage zu stellen. Die Erfolgsgene analysiert haben wir in der Titelstrecke ab
S. 24. Zu Wort kommen unter anderem ein Markenguru, ein Philosoph und eine erfolgreiche Sportlerin.

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