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Amazon verliert Kunden

Das Logistikzentrum von Amazon in Bad Hersfeld: Am hessischen Standort ist der US-Versandriese vor 20 Jahren in Deutschland gestartet. © Amazon

Umsatzverlust durch Rufschaden: Jeder fünfte Deutsche will nicht mehr bei Amazon einkaufen. Der Grund sind die Vorwürfe der Gewerkschaft Verdi, der Versand-Riese nutze seine Mitarbeiter aus.

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Kurz vor Weihnachten kämpft die Gewerkschaft Verdi mit Streiks an mehreren Amazon-Standorten für Verhandlungen über einen Tarifvertag und bessere Arbeitsbedingungen. Den direkten Schaden durch den Arbeitsausfall schätzt Amazon offiziell als gering ein. Trotzdem zeigen Verdis Aktionen empfindlich Wirkung, belegt eine aktuelle Umfrage unter 1.000 Bundesbürgern im Auftrag der Kommunikationsberatung Faktenkontor.

Schlechter Ruf mindert den Geschäftserfolg

Aufgrund des Vorwurfs, Amazon nutze seine Mitarbeiter aus, verliert das Unternehmen scharenweise Kunden. 16,9 Prozent der Deutschen, die 2014 bei dem Versandhändler Produkte bestellt hatten, wollen zukünftig nicht mehr bei Amazon einkaufen. Insgesamt sind die Beschuldigungen für 20,9 Prozent aller Deutschen ein Grund, auf Einkäufe bei Amazon zu verzichten.

„Das verdeutlicht, wie stark sich der Ruf eines Unternehmens auf seinen Geschäftserfolg auswirkt“, sagt Dr. Roland Heintze, Experte für Reputationsmanagement bei Faktenkontor. Solche Effekte sollte Amazon bei seinem Umgang mit der Gewerkschaft bedenken. Heintze erklärt weiter: „Geringere Lohnstückkosten bedeuten nicht automatisch mehr Gewinn, wenn dadurch das Image Schaden nimmt und Kunden fernbleiben.“ (Faktenkontor/asc)

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