Aktuelle Zahlen und ein neues Tool

Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) veröffentlicht die aktuellen Zahlen ihrer Markt-Media-Studie "Internet facts". Dazu entwickelte die Gemeinschaft erstmals ein Tool für die Prognose- und Planung.

Die neue Welle der internet facts weist Reichweiten- und Strukturdaten für 284 Online-Werbeträger auf Angebotsbasis und für 1 310 Belegungs­einheiten aus. Darüber hinaus liefert sie allgemeine Daten aus dem AGOF Universum und Kerndaten zur Internetnutzung und zum E-Commerce. Berichtszeitraum sind die Monate Januar bis März 2007, womit die AGOF den zeitlichen Abstand zwischen Erhebungszeitraum und Aus­weisungszeitpunkt erneut verkürzt.

Mit einer Reichweite von 13,79 Millionen Unique Usern pro Monat (35,8 Prozent) liegt T-Online bei den Angeboten an erster Stelle, gefolgt von WEB.DE (12,10 Millionen bzw. 31,4 Prozent) und Yahoo! (10,47 Millionen bzw. 27,2 Prozent). Freenet.de (10,27 Millionen bzw. 26,7 Prozent) und MSN (9,86 Millionen bzw. 25,6 Prozent) belegen die weiteren Plätze. Bei den Vermarktern führt United Internet Media mit 18,80 Millionen Unique Usern pro Monat (48,8 Prozent) vor InteractiveMedia mit 17,05 Millionen (44,3 Prozent) und SevenOne Interactive mit 16,75Millionen (43,5 Prozent). Im Weiteren folgen Tomorrow Focus (12,00 Millionen bzw. 31,1 Prozent) und freenet AG (10,81 Millionen bzw. 28,1 Prozent).

Gemäß der internet facts 2007-I hat das Internet in Deutschland eine Reichweite von 61 Prozent, das heisst 39,63 Millionen Menschen sind im Netz (61,1 Prozent der deutschen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren (64,82 Millionen.)). Innerhalb des dreimonatigen Erhebungszeitraums waren 59,4 Prozent der Deutschen online, d.h. 38,53 Millionen zählen zum Weitesten Nutzerkreis (WNK) des Mediums.

90,7 Prozent des WNK, also 34,93 Millionen Onliner haben in den letzten drei Monaten AGOF Angebote genutzt. Im Ausweisungszeitraum liegt der Frauenanteil bei den Internetnutzern bei 44,1 Prozent, der Anteil der Männer bei 55,9 Prozent. Dabei sind in den jüngeren Altersklassen (14 bis 39 Jahre) beide Geschlechter inzwischen so gut wie gleich stark vertreten. 63,9 Prozent der Internetnutzer sind seit mehr als drei Jahren im Netz, das entspricht 24,61 Millionen Menschen. Über 90 Prozent der Surfer (91,0 Prozent) gehen von zu Hause ins Internet, ein Drittel (32,8 Prozent) am Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz und ein Viertel (25,7 Prozent) bei Freunden oder Verwandten bzw. woanders. Die beliebteste Art, von zu Hause aus online zu gehen, ist mit Abstand DSL, das von 56,5 Prozent der Onliner genutzt wird (ISDN: 24,3 Prozent).

Neben E-Mail (86,1 Prozent) und Suche (85,9 Prozent) stehen das Lesen von Nachrichten zum Weltgeschehen (61,2 Prozent) sowie Online-Shopping (58,3 Prozent) und Online-Banking (51,9 Prozent) ganz oben in der Gunst der Onliner in Deutschland. Zugleich bestimmt das Internet zunehmend den Kaufentscheidungsprozess der Konsumenten: 97,3 Prozent der Onliner (37,50 Millionen Menschen) nutzen das Netz als Informationsquelle. Führend bei der Online-Recherche sind Flug- und Bahntickets, Urlaubs- und Last-Minute-Reisen, Bücher, Hotels und Eintrittskarten.

Gleichzeitig steigt auch die Zahl der E-Commerce-Nutzer. Der Anteil der Online-Shopper unter den Internetnutzern liegt mittlerweile bei 87,7 Prozent, d.h. 33,81 Millionen Menschen haben in den vergangenen 12 Monaten im Internet eingekauft. Die Top-Produkte beim Online-Shopping sind Bücher, Eintrittskarten, Flug- und Bahntickets sowie Hotelbuchungen. Der ausführliche Berichtsband zur internet facts 2007-I mit einer Kurz­zusammen­fassung und dem Studiensteckbrief findet sich unter www.agof.de.

Die Daten der internet facts 2007-I können ab sofort in einem neuen Planungstool („TOP“) eingesetzt werden. Es soll der Transparenz in der Online-Planung dienen. Für das Targeting, das heisst die zielgruppengenaue und daher streuverlustminimierende Adressierung von Werbung nach unterschiedlichsten Zielgruppen­merk­malen, sind User in einem ersten Schritt Regionen wie Bundes­land oder Nielsengebiete und sozio­demografischen Merkmalen wie Geschlecht und Alter zugeordnet. Diese Daten sind für die Planung hinterlegt. Weitere Targetingarten wie das Browsertargeting (gezielte Ansprache von Nutzern mit einem bestimmten Browser­typ), Technisches Targeting (nach Bandbreite) und das Online-Nutzungs­zeitentargeting (Zuordnung von User zu Zeitinter­vallen) will die AGOF sollen zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Auch das Frequency Capping, das ermöglicht, den Werbe­mittelkontakt für den einzelnen User zu begrenzen, das heisst für einen bestimm­ten Zeitraum nur eine bestimmte Anzahl an speziellen Werbeeinblendungen zuzulassen, können Anwender in TOP je Belegungseinheit und je Werbeform (Standardformate und vermarkter­spezifische Werbeformen) planen. Dabei können sie Vorgaben für das Frequency Capping pro Woche und pro Monat hinterlegen.

Neben den neuen, medienspezifischen Funktionen soll für die Online-Mediaplanung eine hochgradig detaillierte Datenbasis aufgesetzt werden, die mit dem Ausweis von kleinsten Belegungs­einheiten eine deutlich höhere und validere Datentiefe als andere Online-Studien bietet.

www.agof.de