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DMT 2017: „Influencer Marketing ist die Mund-zu-Mund-Propaganda 2.0“

Er moderiert beim Marketing Tag 2017 das Thema "Influencer Marketing" und arbeitet selbst jeden Tag an diesem Trend-Thema: Jan Homann, Gründer von blogfoster redet im asw-Interview über Glaubwürdigkeit, Emotionalität und den Return on Investment im Influencer Marketing.

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Herr Homann, Empfehlungsmarketing von Freunden ist anscheinend nicht mehr Oldshool. Es heißt jetzt nur Influencer-Marketing und das beeinflusst die junge Generation über viele soziale Kanäle. Wie wichtig ist das Thema für große Unternehmen?

Influencer Marketing ist bei allen Unternehmen, egal ob B2B oder B2C ein brandaktuelles Thema, aber natürlich besonders für Markenartikler. Das hat mehrere Gründe, einer davon ist ganz besonders wichtig: Influencer schaffen es – eine gut umgesetzte Kampagne vorausgesetzt – das Produkt erlebbar zu machen und es mit authentischer Emotionalität aufzuladen. Das wiederum motiviert Follower oder Leser zum Beispiel mit Kommentaren oder Likes zu interagieren. Authentizität, Glaubwürdigkeit und Interaktion sind die Stichworte, die Influencer Marketing von vielen anderen Werbekanälen unterscheidet und damit so wichtig für Marken macht, es ist gewissermaßen die „Mund-zu-Mund-Propaganda 2.0″. Hinzu kommen die große Messbarkeit, die exakte Zielgruppen-Aussteuerung ohne Streuverluste, die Analysemöglichkeiten und der attraktive Return on Investment. Dieses Gesamtpaket macht Influencer Marketing so attraktiv.

Was ist die Aufgabe von blogfoster, als Technologie-Unternehm und wie muss man Marken heute noch bei diesem Thema helfen? Wo liegen die Probleme der großen Marken bei dem Thema Influencer Marketing?

Die Ausgangslage ist ja folgende: Brands würden gerne mit Influencern in Kontakt treten und Kooperationen anstoßen, auch Influencer sehen in einer Kampagne mit einer Marke Mehrwerte, zum Beispiel die Honorare. Doch auf beiden Seiten herrscht häufig Unkenntnis darüber, wie die jeweils andere Seite „tickt“. Die Aufgabe von blogfoster ist es mithilfe von Technologie dieses „Informationsdefizit“ auf beiden Seiten zu schließen: blogfoster hat auf seiner Plattform 35.000 Influencer-Profile von Bloggern über Instagramer bis hin zu youtubern und bringt diese mit aktuell 500 Marken in Kontakt. blogfoster ist der „Matchmaker“, der die Interessen beider Seiten vereint. Dazu haben wir eine technologische Plattform entwickelt mit hohem Automatisierungsgrad, einer automatischen Abwicklung von Kampagnen, einem transparenten Pricing und tiefgehenden Analysemöglichkeiten bei der Erfolgsmessung. Daneben beraten wir natürlich auch die Marken beim Kampagnendesign und bei der Umsetzung. Hier liegen auch noch die größten Fallstricke auf Seiten der Brands: Produkte müssen gekonnt, subtil und authentisch in Szene gesetzt werden, plumpe Produktplatzierungen gehen im Influencer Marketing in der Regel nach hinten los. Außerdem schielen Werbetreibende noch zu sehr auf Brutto-Reichweiten der Influencer, eine Messgröße, die sehr leicht manipulierbar ist (Stichwort: Fake Influencer).

 Wie sieht für Sie die perfekte Influencer-Marketing-Kampagnen aus?

Die perfekte Influencer Marketing Kampagne erfüllt gleich mehrere Voraussetzungen: Der Influencer passt ideal zur Marke und setzt das Produkt mit perfektem Storytelling entsprechend in Szene. Die Interaktion, also das Engagement unter den Followern, ist hoch, man spricht vielfach im Netz positiv über die Marke. Der Brand erreicht mit der Kampagne seine definierten KPIs, ob Erhöhung Abverkaufszahlen oder Imagezugewinn. Die Marke erzielt mit ihrer Kampagne einen attraktiven Return on Investment, sprich einen niedrigen Cost per Reader (bei Blogs zum Beispiel). Die Marke entscheidet sich daraufhin für weitere Kooperationen.

Was sind die wichtigsten drei Dinge, die man als Unternehmen beachten muss, wenn man für eine Kooperation an einen Influencer herantritt?

Wichtig ist, in dieser Frage strategisch vorzugehen, denn nicht jeder Influencer und Kanal ist gleich gut geeignet für ein Unternehmen. Wir empfehlen im Vorfeld für sich als Marke. Erstens sollte man einen Leitfragen erstellen: Welches Ziel wollen wir durch Influencer Marketing erreichen, wie definieren wir unsere KPIs? Welche Influencer passen zu unserer Marke? Wer sind unsere Zielgruppen und welche Botschaften sollten diese erreichen? Nach Analyse dieser Leitfragen ergibt sich in der Praxis dann zweitens die Gewichtung der einzelnen Channels, denn Influencer Marketing sollte als ein Kanal begriffen werden, der crossmedial bespielt wird. Je nachdem, wie groß die Erfahrung im Umgang mit Influencern ist kann man dann als Unternehmen direkt den Kontakt aufnehmen. Und drittens die Zusammenarbeit mit einem Technologiepartner.

Jan Homann ist Gründer & CEO der blogfoster GmbH. Rund 600.000 aktive Blogs gibt es in Deutschland, sagen Schätzungen. Das Ziel von Blogfoster: den Machern dieser Seiten dabei zu helfen, ihre Produkte zu versilbern. Zuvor war Homann Geschäftsführer von stilanzeigen.net. Jan hat einen Abschluss in Corporate Management & Finance (M.A.) von der Zeppelin Universität Friedrichshafen und der Universität of Cambridge.

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