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Zeitungsverlage kooperieren beim Marketing

Vier Verlage wollen künftig gemeinsames Gattungsmarketing betreiben: Der F.A.Z.-Verlag, Süddeutscher Verlag, die ZEIT Gruppe und die Verlagsgruppe Handelsblatt gründeten dazu jetzt die Kooperation „Quality Alliance“ (QA). Die vier Titel „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Süddeutsche Zeitung“, „Handelsblatt“ und „Zeit“ verstehen sich als eigenständige Gattung, die sich bezüglich der Glaubwürdigkeit, Relevanz und nationalen Verbreitung gegenüber anderen Tageszeitungen unterscheidet.

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Trotz ihres individuellen verlegerischen Profils ist den QA-Partnerverlagen eine ähnliche verlegerische Haltung gemeinsam, wie sie einer Presseerklärung betonen: hohe Standards in der journalistischen Qualität, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit – die Basis der künftigen Aktivitäten der „Quality Alliance“. Diese Standards seien zentrale Treiber für die künftige Gattungsposition an der Spitze der Pyramide von Top-Zielgruppen. „The medium is the message“, lautet entsprechend das Credo der „Quality Alliance”.

Stellenwert von Meinungsbildung verdeutlichen

Mit ihren vielfältigen Initiativen wollen die Partner die Marktposition ihrer überregionalen Tageszeitungen in der öffentlichen Diskussion gemeinsam vertreten. Bei der Bündelung der Gattungsinteressen gehe es um aktuelle Themen des Marktes, etwa Transparenz und Glaubwürdigkeit von Auflagen- und Leistungsdaten, Zielgruppen-Qualitäten, Standardisierung von Werbeformaten oder Fragen der Werbewirkung.

Die vier Verlage betonen, dass sie mit der „Quality Alliance“ nicht den Anspruch erheben, vermeintlich objektive und absolute Qualitätskriterien für den Markt definieren zu wollen. Solche Versuche führten in die falsche Richtung. Die QA werde in der Branchendiskussion vielmehr dazu beitragen, den meinungsbildenden Stellenwert der vier Partnerverlage und deren Publikationen noch stärker zu verdeutlichen. Die Idee zu dieser Art der Kooperation lag bei allen vier Partnern – Tobias Trevisan, Sprecher der Geschäftsführung des F.A.Z.-Verlages, Dr. Detlef Haaks, Geschäftsführer Süddeutscher Verlag, Dr. Rainer Esser, Geschäftsführer Zeit Gruppe und DvH Medien GmbH, und Marianne Dölz, Geschäftsführerin der Verlagsgruppe Handelsblatt.

Joint Venture im Bereich digitaler Werbung

Im digitalen Bereich hat der Grundgedanke der „Quality Alliance“ bereits Anfang November eine konkrete Form gefunden in der unternehmerischen Beteiligung des F.A.Z.-Verlages, Süddeutschen Verlages und ZEIT-Verlages an der Vermarktungsgesellschaft iq digital media marketing gmbh, die zum Jahresanfang 2013 wirksam wurde. Ziel ist es, deren herausragende Positionierung in einem langfristig angelegten strategischen Joint Venture weiter zu entwickeln und starke Premium Marken im digitalen Werbemarkt erfolgreich auszubauen.

In diesem Joint Venture werden neben gemeinsamen Angeboten auch Standards im digitalen Geschäft geschaffen, zum Beispiel in den Werbeformaten, um so das Handling für Kunden und Agenturen zu vereinfachen. Dabei ist es nicht ausgeschlossen, dass künftig Best-Practices und Gedanken zu Paid-Content-Strategien ausgetauscht werden, um dafür notwendige Technologien gegebenenfalls gemeinsam zu entwickeln. In ihrer Printvermarktung werden die QA-Partnerverlage weiterhin wie bisher unabhängig und getrennt voneinander agieren.

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