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Zalando will den Beauty-Sektor erobern und ab 2018 Cremes und Parfum verkaufen

Künftig sollen Zalando-Kunden ihr Outfit auch noch mit dem richtigen Make-up abrunden können

Der Online-Modehändler Zalando will in den Beauty-Markt einsteigen und ab Frühjahr 2018 ein breites Sortiment an Kosmetik-, Haut- und Haarpflegeprodukten, Parfums, Tools und Accessoires in allen Preiskategorien anbieten.

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„Der Einstieg in den Beauty Markt ist für uns der nächste logische Schritt und spiegelt die Wünsche unserer Kunden wider“, begründet Co-Vorstandschef Rubin Ritter den geplanten Vorstoß in das Beauty-Segment. Zu Beginn werde Zalando das Angebot auf Deutschland beschränken. Parallel werde das Unternehmen in Berlin einen Beauty-Concept Store eröffnen, der speziell für Beauty-affine Kunden konzipiert sei und nicht nur das kuratierte Beauty-Sortiment vorstelle, sondern auch Events zu Produkteinführungen, Tutorials und Expertenberatung bieten werde. Laufe der Verkauf in Deutschland gut an, wolle Zalando auch im Ausland Körperpflege-Produkte anbieten. Da sich Zalando noch in finalen Verhandlungen mit den Partnern befinde, könnten die ersten Markennamen erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

Nicht der erste Beauty-Versuch

Es ist nicht das erste Mal, dass Zalando versucht, online Kosmetik zu verkaufen. Bereits vor sieben Jahren hatte der Modehändler einen „Beauty-Shop“ eröffnet, in dem allerdings eher unbekannte Kosmetikmarken zu finden waren. Nach einem Jahr wurde das Angebot aber wieder aus dem Netz genommen. Ob Zalando den zweiten Anlauf schafft, ist daher spannend. Vor allem auch deswegen, weil  der Beauty-Sektor ein hart umkämpftes Feld ist, das vor allem von der Parfümeriekette Douglas dominiert wird. Und die ruht sich schon lange nicht mehr auf ihrem Ladengeschäft aus, sondern erzielt mittlerweile 13 Prozent ihres Umsatz aus Onlineverkäufen.

Wacshtum, Wachstum, Wachstum

Allerdings scheint Zalando es mit seinen Wachstumsambitionen sehr ernst zu meinen, startete es doch erst kürzlich das Kundenprogramm „Zalando Zet“. Das Programm erinnert stark an Amazon Prime: Zusätzliche Premium-Leistungen gegen eine Jahresgebühr, darunter eine schnellere Lieferung ohne Aufpreis, frühzeitiger Zugang zu Sales Aktionen, die Option, Retouren auf Abruf abholen zu lassen und obendrauf gibt es noch eine persönliche Styling-Beratung via Facebook Chat mit Stylisten oder Experten zu Modefragen. „Zalando Zet ist der nächste Schritt innerhalb unserer Strategie, ein unkompliziertes Einkaufserlebnis anzubieten, das speziell auf die Bedürfnisse von Modekunden zugeschnitten ist“, erklärte David Schröder, SVP Convenience, damals.

Hohe Investitionen, enttäuschte Experten

An der Börse überzeugten Zalandos Wachstumsstrategien jedoch nicht. Dort sorgte der Fashionanbieter – trotz Wachstum beim Umsatz im dritten Quartal – für Enttäuschungen. Hohe Investitionen zum Ausbau des Geschäfts drücken bei Zalando nämlich stärker auf das Ergebnis, als die meisten Experten angenommen hatten. Trotz gestiegenen Wachstumstempos führte dies gestern an der Börse zu einer Enttäuschung und drückte den Aktienkurs, der sich allerdings seit dem Börsengang vor drei Jahren mehr als verdoppelt hat.

Ritter zeigt sich trotz verlustreicher Aussichten positiv

Beim bereinigten operativen Ergebnis könnte zwischen Juli und Ende September vorläufigen Zahlen zufolge sogar ein Verlust angefallen sein. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrage im dritten Quartal zwischen minus fünf und plus fünf Millionen Euro, teilte Zalando mit. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen operativ noch 20 Millionen Euro verdient. Ritter bereitet das jedoch keine großen Sorgen: „Wir hatten zuletzt immer wieder gesagt, dass der Fokus derzeit auf Wachstum liegt, um so mittelfristig beim Umsatz deutlich zuzulegen“, sagte er der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Mit Material der dpa

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