Suche

Anzeige

WPP-Chef: Amazons Werbegeschäft ist „ein Pickel, der brutal wächst“

Der Aufschwung geht weiter. Allein in der vergangenen Woche legte der E-Commerce-Riese weitere acht Prozent an Wert zu und notiert mit einem Börsenwert von über 700 Milliarden Dollar nur minimal unter Allzeithochs. Ein Treiber des Börsenaufschwungs, der Amazon seit Jahresbeginn schon wieder um 24 Prozent nach oben beförderte, ist ein wenig beachteter Konzernbereich, dem der Chef der weltgrößten Werbeagentur "unerbittliches Wachstum" voraussagt: das Anzeigengeschäft.

Anzeige

Sir Martin Sorrell ist immer für Klartext bekannt. Der 73-jährige CEO des Werbekonglomerats WPP hat einen Treiber in Amazons ohnehin  dynamisch wachsender Geschäftsentwicklung ausgemacht: Die Werbe-Sparte, die in den vergangenen zwei Quartalen erstmals die Umsatzmarke von einer Milliarde Dollar durchbrochen hatte und zuletzt um beachtliche 58 Prozent gewachsen war.

„Am Ende des Tages wachsen sie unerbittlich“, erklärte Sorrell am vergangenen Freitag gegenüber dem Finanzinformationssender CNBC. Die zum Ritter geschlagene britische Werbeikone hatte zuvor gegenüber CNBC gewitzelt, Amazons Werbe-Sparte sei im Vergleich zum Anzeigengeschäft von Facebook und Google „ein Pickel“.

WPP fährt Anzeigenvolumen von Amazon um 50 Prozent hoch

„Das war ein bisschen unfair“, räumte Sorrell ein, „inzwischen ist es ein großer Pickel geworden – oder eine Beule“, erklärte der WPP-Chef und verriet, dass sein Werbenetzwerk das Anzeigenvolumen seiner Kunden bei Amazon in diesem Jahr um 50 Prozent hochfährt – von 200 auf 300 Millionen Dollar. Amazons Werbegeschäft dürfte entsprechend „brutal wachsen“, prognostiziert Martin Sorrell.

Allerdings: Der Abstand gegenüber den beiden Werbe-Giganten Google und Facebook ist weiter immens. WPP hat im vergangenen Jahr Anzeigen bei Facebook im Volumen von 2 Milliarden Dollar platziert und bei Google für Kunden sogar für 5 Milliarden Werbeplätze gebucht.

Amazons Werbeerlöse vier- bis fünfmal höher als Snaps

Vor einem Monat hatte Sorrell auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erklärt, Amazon greife Google vor allem bei der gezielten Suche nach Produkten an. „55 Prozent der Produktsuche in den USA geht von Amazon aus. Das ist ein großes Fragezeichen für Google“, merkte Sorrell an.

Auch die Wall Street wird nach und nach mehr auf das Potenzial von Amazons Werbegeschäft aufmerksamer. In der vergangenen Woche prognostizierte Analyst Colin Sebastian vom Vermögensverwalter Baird, dass der E-Commerce-Gigant in diesem Jahr durch Werbeerlöse bereits zwischen drei und vier Milliarden Dollar erzielen dürfte – und damit vier- bis fünfmal  mehr als Snap im Gesamtjahr 2017.

Kommunikation

Nutzer geben das meiste Geld für Streaming- und Dating-Anwendungen aus

Marktpropheten sagen schon seit Jahren den Niedergang von Apps voraus. Neue Zahlen zeigen nun: Das Gegenteil ist der Fall. Noch nie beschäftigten sich die Nutzer länger mit den mobilen Anwendungen als im vergangenen Jahr. Und auch die Download- und Umsatzzahlen sind im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen, wie eine Untersuchung des Analyseinstituts AppAnnie ergeben hat. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Roboter in der Arbeitswelt: Warum die Mehrheit der Deutschen die High-Tech-Kollegen ablehnt

Groß, orange und hinter einem Schutzzaun - die Vorstellung der Deutschen von Robotern…

Nielsen-Report zum Werbejahr 2018: TV-Werbemarkt erstmals seit 2009 im Minus

Wie sieht die Bilanz des deutschen Werbemarkts im Jahr 2018 aus? Er stagniert…

Vorbild Landwirte: Was sich die Digitalbranche von der Agrarwirtschaft abschauen kann

Erfolgreich in der Vergangenheit, unsicher für die Zukunft: Viele Unternehmen hadern auch im…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige