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Wochentägliche Mediennutzung: Internet führt

Verschiedene Länder – ähnliche Digitalnutzung: Wie die neue Gemeinschafts-Studie des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW), des IAB Österreich sowie des IAB Schweiz zeigt, sind etwa 90 Prozent der Internetnutzer im deutschsprachigen Raum an einem Wochentag mit diesem Medium befasst. Ihre Nutzungsdauer über PC oder Laptop beträgt mehr als drei Stunden, und mehr als 50 Prozent gehen per Smartphone online. „Das digitale Medium ist im Alltag der Menschen noch viel stärker verankert, als dies der Werbemarkt heute abbildet“, sagt Stephan Obwegeser, Präsident IAB Schweiz.

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In allen drei Ländern liegt bei der wochentäglichen Medien- und Geräte-Nutzung das Internet via PC oder Laptop klar an erster Stelle (D und A: 92 Prozent der Befragten, CH: 88 Prozent). Auf Platz zwei folgt TV, wobei mehr Deutsche Fernsehen schauen (72 Prozent) im Vergleich zu Österreich (63 Prozent) und der Schweiz (61 Prozent).

Auf Platz 3 im Ranking zeigt sich ein differenziertes Bild, das die generell leicht höhere Mobile-Affinität der Schweizer unterstreicht: Während in der Schweiz das Smartphone mit 59 Prozent in der Nutzergunst rangiert, liegt in Deutschland und Österreich Radio (D: 62 Prozent, A: 58 Prozent) auf dem dritten Platz. In Deutschland folgen auf den weiteren Plätzen Smartphone (55 Prozent), Tageszeitungen (45 Prozent), Zeitschriften (43 Prozent), Tablet (29 Prozent) und Smart-TV (17 Prozent).

Nutzungsdauer: TV auf Rang zwei hinter Internet

Auch bei der wochentäglichen Nutzungsdauer hat Online klar die Nase vorn: In allen drei Ländern dominiert hier die Internetnutzung per Laptop/ PC mit durchschnittlich über drei Stunden (D: 195 Minuten, A: 200 Minuten, CH: 179 Minuten). An zweiter Stelle rangiert in Deutschland TV (163 Minuten), gefolgt von Radio (130 Minuten). Auf den weiteren Plätzen liegen – wie in Österreich und der Schweiz – weitere internetfähige Endgeräte wie Smartphone (95 Minuten), Tablet (93 Minuten), Smart-TV (70 Minuten), erst dann kommen Zeitschriften (34 Minuten) und Zeitungen (30 Minuten).

Media-Meshing eine Selbstverständlichkeit

Die parallele beziehungsweise verknüpfte Nutzung von mindestens zwei Medien (Media-Meshing) ist für die Onliner in der DACH-Region eine Selbstverständlichkeit – und dies über alle Medien hinweg. Bei neun von zehn der Befragten ist vor allem TV das zusätzliche Medium der Wahl (D: 92 Prozent, A: 90 Prozent, CH: 90 Prozent). Aber auch Radio (D: 82 Prozent, A: 83 Prozent, CH: 84 Prozent) und das Internet via Tablet (D: 84 Prozent, A: 80 Prozent, CH: 85 Prozent) stehen als Parallelmedien hoch im Kurs.

Media-Meshing in Form von Social-TV-Buzz liegt im Trend. Durchschnittlich über 40 Prozent der Befragten lesen mindestens ab und zu gezielt Online-Kommentare im Social Web parallel zum TV-Programm (D: 48 Prozent, A: 41 Prozent, CH: 46 Prozent). Selbst verfassen tun diese aber nur rund ein Fünftel (D und CH: 21 Prozent, A: 17 Prozent).

Bei der Internetnutzung parallel zu TV dominieren bei den digitalen Endgeräten in allen drei Ländern Laptop/ PC (D: 80 Prozent der Befragten, A: 76 Prozent, CH: 72 Prozent) vor dem Smartphone (D: 53 Prozent, A: 50 Prozent, CH: 54 Prozent) und dem Tablet (D: 28 Prozent, A: 22 Prozent, CH: 33 Prozent).

Digital Commerce boomt

Egal ob Shopping, Information oder Kommunikation – das Internet besitzt in allen drei Ländern eine hohe Relevanz in allen Lebenslagen. Dabei zeigt sich, dass das Internet vor allem für Schnelligkeit beziehungsweise Echtzeit, Transparenz und Verbindung beziehungsweise Vernetzung steht. Die Top-3-Aktivitäten im Internet sind bei deutschen, österreichischen und schweizerischen Onlinern gleichermaßen der Kauf von Produkten (D: 83 Prozent der Befragten, A: 75 Prozent, CH: 67 Prozent), das Verfolgen des aktuellen Tagesgeschehens (D und CH: 74 Prozent, A: 73 Prozent) und der Kontakt/ die Kommunikation mit Freunden und Bekannten (D: 71 Prozent, A: 73 Prozent, CH: 75 Prozent).

Mehr als jeder vierte Befragte nutzt das Internet inzwischen auch zur Kontaktaufnahme mit Behörden beziehungsweise politischen Parteien – wobei Deutschland hier trotz E-Government-Gesetz und zum Beispiel rechtssicherer E-Mail mit 26 Prozent deutliches Schlusslicht im Drei-Länder-Vergleich ist (A: 36 Prozent, CH: 33 Prozent).

Einkaufen via Internet ist in der DACH-Region angesagt. So haben 40 Millionen Onliner im letzten Monat online mit dem Laptop/ PC eingekauft (D: 71 Prozent, A: 63 Prozent, CH: 57 Prozent), 13 Millionen mit dem Smartphone/ Tablet (D: 22 Prozent, A: 21 Prozent, CH: 25 Prozent). Beim Power-Shopping (mehr als sechs Einkäufe im letzten Monat) via Laptop/ PC liegen die deutschen Onliner zahlenmäßig vor den schweizerischen und österreichischen (D: 17 Prozent, A und CH: jeweils 10 Prozent), auf dem Smartphone/ Tablet liegen Deutsche und Schweizer (jeweils 6 Prozent) nur knapp vor den Österreichern (5 Prozent). Bei den Ausgaben für Onlineshopping zeigt sich, dass durchschnittlich rund ein Drittel der Onliner in der DACH-Region im letzten Monat mindestens 151 Euro für Einkäufe im Internet ausgegeben hat (CH: 38 Prozent, A: 34 Prozent, D: 31 Prozent).

Wearables auf dem Vormarsch

Wearables, das heißt internetfähige Geräte wie Brillen oder Armbanduhren, die direkt am Körper getragen werden können, sind ein Thema, mit dem sich die Onliner in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits intensiv auseinandersetzen. So kennen über die Hälfte aller Internetnutzer in den drei Ländern entsprechende Smart Devices. Schon einmal genutzt haben solche Geräte durchschnittlich über zehn Prozent, eine entsprechende Nutzung kann sich aktuell mindestens jeder Dritte vorstellen (D: 34 Prozent, A: 37 Prozent, CH: 41 Prozent).

(BVDW/asc)

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