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Wie man aus fremden Inhalten eigenen Mehrwert schafft

Das Teilen fremder Inhalte macht die eigenen Produkte interessanter und sorgt für mehr Follower, Likes und letztlich Kunden. Im Idealfall kann sich ein Unternehmen mit der richtigen Social-Media-Strategie für seine eigenen Auftritte zu einem echten Branchenexperten entwickeln.

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Von Anne-Kathrin Keller

Völlig klar: Eine Facebookseite, ein Produktblog, ein Twitter- oder Pinterestaccount dienen in erster Linie dazu, das eigene Unternehmen zu repräsentieren und die eigenen Produkte, Neuheiten und Nachrichten zu verbreiten. Bringt ein Unternehmen allerdings nicht regelmäßig innovative Produkte auf den Markt oder ruft kreative Aktionen auf Facebook, Gewinnspiele oder ähnliches ins Leben, werden die Auftritte schnell langweilig. Das Interesse der Kunden sinkt und wahrscheinlich auch die Follower- oder Likezahlen.

Wer Fremdes empfiehlt, schärft das eigene Profil

Ein Unternehmen muss im sozialen Netz interessant bleiben, sonst ist es auch im realen Leben schnell langweilig. Wer nur die eigenen Produkte bewirbt, fällt damit schnell auf und könnte als Spammer angesehen werden. Viele Unternehmen scheuen sich dennoch, fremde Inhalte zu verlinken, weil sie glauben, damit von ihrem eigenen Angebot abzulenken und fremde Produkte zu bewerben. Diese Sorge ist allerdings unbegründet: Wer auch fremde Produkte pinnt, schärft damit sein Profil und wird als Experte eingeordnet.

Der Nutzer oder Follower bekundet mit dem Besuch eines Unternehmensauftritts zwar primär Interesse an diesem Unternehmen, will aber im Idealfall einen Branchenüberblick bekommen. Hier liegt ein großer Unterschied zum Einzelhandel. Für ein direktes Verkaufsgespräch hat sich der Kunde ohnehin schon die Mühe gemacht, in den Laden zu kommen. Kein Verkäufer würde ihn zur Konkurrenz schicken. Auch für ihn selbst wäre der Weg zum nächsten Laden aufwendig. Im Internet besteht meist kein direkter Kontakt zu den Kunden und diese klicken sich ohnehin in wenigen Minuten durch die Angebote aller Konkurrenten.

Diese Tatsache mit in das eigene Konzept aufzunehmen und den Kunden gezielt zu leiten, nimmt ihm Arbeit ab, den er danken wird. Auf andere Produkte hinzuweisen, schafft Vertrauen, da dem Kunden so der Eindruck vermittelt wird, er würde umfassend beraten. Auch Likes und Kommentare bei fremden Produkten bieten sich an. Das sorgt dafür, neue Kunden auf sich und sein Angebot aufmerksam zu machen und so neue Likes und Follower zu gewinnen.

Völlig problemlos ist das Verlinken fremder Inhalte, wenn es sich um Produkte handelt, die das eigene Angebot ergänzen, aber selbst nicht vom Unternehmen produziert werden, wie zum Beispiel passende Taschen zu Laptops. Solche Produkte sollten unbedingt verlinkt werden, da dem Kunden so ein Gesamtpaket geboten und somit das eigene Produkt attraktiver und relevanter wird.

Fokussieren von Social-Media-Kooperationen

Es bietet sich auch eine Social-Media-Kooperation mit anderen Unternehmen an, um Gesamtpakete auf den Markt zu bringen. Im Idealfall hat der Besucher des Profils das Gefühl, keine Konkurrenten mehr besuchen zu müssen, da er auf dieser Seite alle notwendigen Produkte und Zusatzmaterial inklusive eines Branchenüberblicks erhalten hat.

In Social Media ist es letztlich wie im realen Leben: Leute, die nur von sich selbst erzählen, wirken arrogant und sind doch recht schnell uninteressant. Menschen, die auch andere loben, unterstellt man, dass sie sich ihres eigenen Könnens so sehr bewusst sind, dass sie keine Konkurrenz fürchten müssen, wenn sie Vorteile und Talente anderer aufzeigen.

Das war vorerst der letzte Artikel unseres Social-Media-Ratgebers. Alle Teile der Reihe finden Sie weiterhin auf unserer Website. Im Einzelnen:


Löschen oder Diskutieren? – Wie Unternehmen mit Beschimpfungen im sozialen Netz umgehen sollten
Öffnungszeiten bei Facebook, Twitter und Co.
Wie Marketingstrategien im Shitstorm enden und was zu tun ist
Wie Kundenberatung im sozialen Netz funktioniert

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