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Wie sich Facebook für Werbungtreibende unentbehrlich macht

Mit der Neuerung öffnen sich die Instant Articles in Zukunft direkt im Facebook-Messenger

Facebook-Nutzer können Webinhalte künftig auch über Instant Articles im Messanger öffnen. Mark Zuckerberg verspricht sich davon nicht nur zufriedenere Nutzer und eine höhere Verweildauer. Der Konzern dürfte auch von höheren Werbeeinnahmen profitieren.

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In einem Blogeintrag des Konzerns heißt es, über 900 Millionen Nutzer würden monatlich über den Facebook-Messenger kommunizieren und folglich auch Inhalte von Websites teilen. Das sei bisher allerdings ein eher mühseliges Verfahren gewesen – vor allem bei schwachem Netz, so Facebook. Daher wolle der Social-Media-Gigant die Instant Articles nun auch für seinen Messenger einführen: Web-Inhalte und -Artikel werden künftig in der App geöffnet, anstatt die Nutzer auf eine mobile Website weiterzuleiten.

Instant-Articles-Facebook-Text

So soll nur noch ein Klick auf den Blitz in der oberen rechten Ecke des Vorschau-Bildes genügen, um den Artikel gleich im Messenger öffnen zu können. Einzige Voraussetzung: Der Publisher muss auch das Format von Facebooks Instant Articles nutzen – die Inhalte werden sonst nicht automatisch umgewandelt. In Deutschland gehören allerdings fast alle großen Medien zu den Partnern von Instant Articles. Einzig die „Süddeutsche Zeitung“ unterstützt das Format nicht. Das neue Feature betrifft vorerst nur Android-Geräte (Google), für iOS (Apple) soll es in den kommenden Wochen auch soweit sein.

Die Änderungen bringen vor allem mehr Komfort für ihre Nutzer: Sie müssen Facebook nun quasi gar nicht mehr verlassen, um Nachrichten oder andere Webinhalte zu lesen. Die Plattform macht sich damit für Nutzer und Publisher zunehmend unentbehrlich. Nutzer stellen sich ihre Inhalte individuell zusammen, Medienunternehmen wiederum brauchen die Plattform, um ihre Inhalte zu bewerben und mit dem Publikum zu interagieren. Das Ziel: Die Nutzer am Ende doch auf ihre (Web)-Seite zu ziehen.

Die Einführung von Instant Articles aber untergräbt dieses Ziel. Wenn Nutzer Facebook nicht mehr verlassen müssen, um Inhalte zu konsumieren, entgehen den Verlagen wichtige Werbeeinnahmen. Aber Mark Zuckerberg wäre nicht Gründer und Chef des größten sozialen Netzwerks, hätte er nicht auch dafür eine Lösung parat. Werben kann man schließlich auch in Instant Articles. Das Kalkül: Wer nicht auf die Einnahmen verzichten will, vermarktet auch die direkt auf Facebook veröffentlichten Beiträge – und beschert dem Unternehmen im besten Fall ebenfalls höhere Einnahmen. Die Werbeplätze in Instant Articles vermarkten Publisher entweder selbst oder Facebook übernimmt diese Aufgabe, behält aber 30 Prozent der Einnahmen.

Medienunternehmen dürften also zunehmend in Facebook-Marketing investieren. Das soziale Netzwerk verdient einen Großteil seines Geldes mit der Vermarktung von Werbeplätzen. 2015 waren es rund 17 Milliarden US-Dollar.

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