Suche

Anzeige

Wie ein Kaugummi-Automat: Ford und Alibaba haben in China den Auto-Automaten aufgestellt

Alibaba und Ford haben im vergangenen Jahr einen Vertrag zur Bildung einer Partnerschaft unterzeichnet – künftig wollen die Unternehmen gemeinsam an neuen technologischen Lösungen arbeiten. Zum Beispiel an einem Auto-Automaten, bei dem Kunden problemlos Ford-Fahrzeuge testen und sie anschließend kaufen können.

Anzeige

Abgefahren, was da zurzeit in Guangzhou, China, passiert: Ford und Alibaba stellten in der Stadt einen Auto-Automaten auf. Das „Super Test-Drive Center“ ist ein nicht personalisierter, digitaler Verkaufsautomat, der mit der Tmall App funktioniert. Tmall ist eine chinesische Online-Handelsplattform, die in China von der Alibaba Group betrieben wird.

Wie funktioniert es?

Die Nutzer wählen das Automodell aus, für das sie sich interessieren. Danach zahlen sie elektronisch, planen eine Abholzeit und machen ein Selfie, damit der Automat sie erkennt, wenn sie das Auto für eine Probefahrt abholen. Wenn das Auto abgeholt wird, muss sich der Kunde identifizieren, das Auto wird aus dem mehrstöckigen Automaten ausgegeben und los geht die Fahrt. Der Prozess dauere nicht länger als zehn Minuten, verspricht Alibaba. Die Kunden können das Auto für drei Tage fahren und später zurückbringen oder eben erwerben. Die Testfahrten sind kostenlos, solange Kunden eine sehr respektable soziale Kreditwürdigkeit von 700 Punkten oder mehr haben. Was sich hinter der sozialen Kreditwürdigkeit verbirgt? In China bewertet die Regierung die Bürger mit dem Social-Credit-System; Alibabas Implementierung ist als Zhima oder Sesame Credit bekannt. Aus dem Verhalten der Menschen, ihren eventuellen finanziellen Engpässen oder Straftaten wird eine Punktzahl ermittelt. Liegt dieser Score unter 700 Punkten, müssen die Kunden für die Probefahrt eine Gebühr zahlen, erklärte Alibaba gegenüber dem Onlineportal The Verge. Laut Wired beginnen Benutzer mit einer Punktzahl von 550, wenn sie keinen Transaktionsverlauf haben.

AutoBlog berichtete zuvor, dass Alibaba derlei Kioske in ganz China bauen möchte.  Ist das Ende der Autohändler und ihren Autohäusern eingeleitet? Ferdinand Dudenhöffer, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen, weiß: „Der Autohandel ist in seiner heutigen Form nicht etwas, was im Zeitalter von Amazon und Co. wirklich innovativ und attraktiv ist. Schauen Sie mal Tesla an, da braucht man keinen einzigen klassischen Autohändler. Der Trend geht in Richtung Car-Abos, die von Autobauern angetestet werden und Sixt wird mit seinem Autohaus24 da in er Zukunft dicke mitmischen. Also Autohaus morgen? Vielleicht sollte man sich ein paar Gedanken machen, wenn man eines besitzt.“

Chinesischer Markt

China ist seit 2009 der weltweit größte Automobilmarkt. Im Jahr 2017 wurden in China rund 24,7 Millionen Pkw und rund 4,2 Millionen Nutzfahrzeuge verkauft. Der dynamischste Automarkt der Welt schafft es, sich neuen Herausforderungen mit technologischen Highlights zu stellen. Ob die Auto-Automaten den Autohändlern in den nächsten Jahren die Kunden wegschnappen, wird abzuwarten sein.

Kommunikation

EU-Verbraucherschutz: Airbnb lenkt ein und beseitigt gesetzeswidrige Konditionen

Der US-Zimmervermittler Airbnb hat nach Angaben der EU-Kommission im Streit um unzulässige Geschäftsbedingungen eingelenkt. Das Unternehmen habe sich bereit erklärt, seine Geschäftsbedingungen entsprechend zu ändern und die Preisdarstellung zu verbessern. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

GroupM kritisiert Facebook: “Keine für die echte Welt geeigneten Messeinheiten”

Das umsatzstärkste Werbemedienunternehmen der Welt, GroupM, hat scharfe Kritik an Facebook geübt. Gegenüber…

Milliarden-Deal von Adobe: US-Softwarehersteller übernimmt Marketing-Spezialist Marketo

Der Marketing-Spezialist Marketo gehört bald zu Adobe. Der US-Softwarehersteller sichert sich das Unternehmen…

Sexismus und Diskriminierung: Werberat verteilt öffentliche Rügen wegen „herabwürdigender“ Werbung

Sieben Unternehmen hat es getroffen. Der Deutsche Werberat hat öffentliche Rügen gegen deren…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige