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Wie ein 28-jähriger Pizza-Bote ungewollt zum Social-Media-Star des G20-Gipfels wurde

Der G20-Gipfel in Hamburg hat seinen ersten Social-Media-Star. Es ist nicht Donald Trump oder ein Protestler, sondern der 28-jähriger Pizzabote von Dominos Benjamin. Scheinbar unbeeindruckt schlängelte er sich mit seinem Roller durch die "Welcome to Hell"-Demo. Ob Dominos den kleinen Social-Media-Hype für sich ausnutzt?

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Es ist jetzt schon eines der Bilder des G20-Auftaktes. Kurz nachdem die Polizei und die Demonstranten des „Welcome to Hell“-Protestzuges heftig aneinander gerieten, Steine flogen, Autos brannten, Rauchbomben gezündet und viel Pfefferspray eingesetzt wurde, ging auf einmal ein kurzes Video durch die sozialen Netzwerke. Darin zu sehen ist ein Pizza-Bote von Dominos, wie er sich durch die aufgelöste Demo schlängelt.

Schelte in Richtung CDU-Generalsekretär Peter Tauber

Der erfolgreichste deutsche Tweet zu dem Pizza-Boten kam von Koney123 und würdigte weniger den Mut oder die Arbeitsmoral des Fahrers, sondern ätzte Richtung CDU-Generalsekretär Peter Tauber und dessen missratenem Minijob-Kommentar: „Wenn in Hamburg die Hölle los ist, du aber einen deiner drei Minijobs als Pizzabote machen musst… #tauber #welcometohell #G20HH17“. Der Tweet wurde bereits über 1.500 mal geteilt und sammelte über 3.700 Herzen.

Die Marke Dominos

Der 28-Jährige schaffte es auch ins US-Fernsehen. Fox News brachte ihn in Großaufnahme. Und dort änderte sich auch die Tonalität erheblich. Denn jetzt stand auf einmal der US-Arbeitgeber im Mittelpunkt. Es wird Interessant sein, zu beobachten, wie und ob Dominos den kleinen Social-Media-Hype ausnutzt.

Die Geschichte hinter den Bildern kennen wir mittlerweile auch, denn das Hamburger Online-Magazin Fink rief Benjamin in der Pizza-Filiale in Altona an. Da erzählte er, dass er bereits auf dem Rückweg gewesen und sein Transportkorb deshalb schon leer gewesen wäre. Eigentlich hätte er die Demo umfahren wollen, doch ein Polizist meinte „ich würde mit meinem Roller schon durchkommen“, erzählt der Fahrer.

Da sollte der Ordnungshüter zum einen Recht behalten und zum anderen sorgte er so dafür, dass es einen ersten G20-Social-Media-Star gibt.

Wenn man kurz Einkaufen muss

Ebenfalls für einiges Aufsehen sorgte der Tweet von Kevin Schubert, der einen Mann mit einem lustigen Schild während der Demo zeigt. Darauf steht: „Ich bin Anwohner und gehe nur kurz zu Edeka. Danke.“ Dabei handelt es sich jedoch eher um eine abgeklärte Profiarbeit. Denn der „Anwohner“ heißt Andre Kramer und ist von Beruf: Comedian.

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