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Wie der Einzelhandel im Internet-Zeitalter den Kunden zurückerobert

© dpa 2015

Leerstehende Ladenlokale, insolvente Händler - wenn man den Einzelhandelsverbänden glauben kann, ist das Internet die größte Gefahr der lokalen Geschäfte. Zwar betreiben vor allem große Ketten auch Webshops, eine offensichtliche Chance liegt jedoch vor allem in der Konvergenz zwischen Ladenlokal und Online-Shop.

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„Wenn man den Feind nicht besiegen kann, bleibt nur, ihm die Freundschaft anzubieten“, sagt Unternehmer Eric Jankowfsky. Seit 20 Jahren ist er einer der Vordenker im E-Commerce und betreut mit seinem Team Kunden bei der Umsetzung von innovativen Shopkonzepten. „Selbst die deutsche Bahn ist innovativer als die meisten Einzelhändler, schließlich steht in jedem Bahnhof ein Fahrkartenautomat. Nur wenige Einzelhändler haben bisher begriffen, dass ein Internet-Terminal mit Zugriff auf den eigenen Webshop viele zusätzliche Möglichkeiten im eigenen Laden bieten kann“, so Jankowfsky. Sein Unternehmen bietet die Implementierung von Shopsystemen sowie die Betreuung von Shops im laufenden Betrieb mit Content-Produktion, Fulfillment und Marketingaktionen an.

Erste Pilotversuche erfolgreich gestartet

Einzelhandelsverbände bekräftigen stets, die Beratung im Laden vor Ort sei durch das Internet nicht zu ersetzen: „Das ist auch eines der entscheidenden Argumente. Allerdings müssen dazu nicht volle Läger in der teuren Innenstadt bereitgehalten werden, sondern es genügt, auf kleiner Fläche eine Musterkollektion anzubieten. Zum Anprobieren reicht das völlig, die nagelneue Ware kann gemeinsam mit Kunden online bestellt werden. Der Versand erfolgt nach Hause – ohne Tütenschleppen – oder zur Abholung in das Geschäft“, so das Konvergenz-Szenario von Jankowfsky.

Shoppen ohne Öffnungszeiten als Chance

Anders als im Geschäft gibt es die volle Auswahl, und sogar nach Ladenschluss kann ein Touch-Terminal, in das Schaufenster integriert, den Geschäftsbetrieb für späte Bummler aufrechterhalten. „Letztlich ist das Internet eine große Chance. Es gibt keine Öffnungszeiten, und die Lagerlogistik ist vereinfacht“, so der E-Commerce-Profi. Neben der Beratungskompetenz des Einzelhandels gebe es zudem ein schlagkräftiges Argument für die Verschmelzung von On- und Offline-Shopping am Point of Sale: Den Stadtbummel.

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Kommentare

  1. Nicht nur über Touch-Terminals können Kunden nach Ladenschluss einkaufen gehen. Mittlerweile gibt es Systeme, bei denen neben den Artikeln nur einfache QR-Codes aufgedruckt werden müssen. Der Kunde scannt den Code dann mit dem Handy und bezahlt z.B. per PayPal. Super Sache, leider noch kaum zu sehen in Deustchland! Aber das Mobile Shopping wird sicher kommen.

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