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Wertevernichtung an Weihnachten, Rassismus via Twitter und Egoismus zum Fest

Ökonomen warnen: Weihnachten ist Wertevernichtung. Aber was wird aus der emotionalen Komponente, fragte sich „Handelsblatt Online" am Vorweihnachtstag. Für Justine Sacco waren die diesjährigen Feiertage wohl nicht besinnlich. Denn nach einem rassistischen Tweet verlor die PR-Managerin ihren Job. Außerdem in unserem Wochenrückblick: Ein britisches Luxuskaufhaus warb zu Weihnachten offensiv für Egoismus.

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Von Johannes Steger

These der Woche: Das Fest der Wertevernichtung

Wer kennt das nicht: Von außen sehen sie verheißungsvoll aus, die Präsente, doch was dann unter Bergen von Papier zum Vorschein kommt, ist manchmal eine Enttäuschung. Der Klassiker unter den Weihnachtsenttäuschungen: Socken. Aber auch das falsche Parfum oder kuriose Keramik können die festliche Stimmung trüben. Nach den Feiertagen landen diese Dinge dann im Müll oder in den Untiefen einer Schublade. Für viele Ökonomen ist Weihnachten deshalb die größte Wertvernichtung des Jahres. Denn zu keinem anderen Zeitpunkt werden so große Mengen an Geld für Ungewünschtes zum Fenster rausgeschmissen. Lieber Bares schenken, so die These.
„Handelsblatt Online“ unterzog das am Vorweihnachtstag deshalb einer genauen Betrachtung. Denn obwohl viel Ungeliebtes unterm Baum landet, so ist das Schenken doch auch ein höchstemotionales Unterfangen. Zudem können durch Geschenke auch Bedürfnisse geweckt werden, die der Beschenkte vorher gar nicht kannte. Nach dem Fest und Ihren Geschenken können Sie nun selbst entscheiden, welcher Argumentationslinie Sie folgen möchten.

Tweet der Woche: Rassismus in 140 Zeichen

Wer im Bereich PR arbeitet, also in der Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen, der sollte wissen: Selbst noch so kleine Nachrichten können das Bild eines Unternehmens schlagartig verändern. Warum die US-Amerikanerin Justine Sacco, von Beruf her PR-Managerin, das nicht für ihren Twitter-Account beherzigte, darf als unerklärliches Rätsel betrachtet werden. Kurz bevor sie das Flugzeug Richtung Südafrika bestieg, meldete Sacco via Twitter: „Going to Africa. Hope I don´t get AIDS. Just kidding. I´m white!“. Kaum getwittert, kam der Shitstorm. Unter dem Hashtag #HasJustineLandedYet machten viele Nutzer ihrem Ärger über diese rassistische Äußerung Luft. Ihr Arbeitgeber distanzierte sich erst, dann verschwand sie als Ansprechpartnerin von der Firmenwebsite. Ein Jobverlust dank 140 Zeichen. Sacco hat sich übrigens mittlerweile in einer südafrikanischen Zeitung entschuldigt.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:

>>>Warum ein Ökonom in religiösen Schriften forscht

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Kampagne der Woche: Sorry, alles für mich

Über unnötige Weihnachtsgeschenke ärgern sich bekanntlich ja nicht nur Ökonomen, sondern auch die Beschenkten selbst. Deshalb lieber das Geld für sich selbst ausgeben, dachte sich da das britische Luxuskaufhaus Harvey Nichols. Mit der „Sorry, I Spent It On Myself“- Kampagne wirbt der Händler für geschenkebezogenen Egoismus. Wer sich selbst die 3.000 Euro teure Tasche kauft, kann dann noch kleine Präsente für die Lieben aussuchen: Zahnstocher, Kies oder Papierklammern. Ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, man wolle lediglich daran erinnern, dass Menschen sich selbst auch mal zu Weihnachten verwöhnen sollten, lässt Harvey Nichols verlauten. Und bei der Kampagne werden selbst Socken auf einmal zu einem liebevollen Geschenk.

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