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Werbekönig Donald Trump: Google veröffentlicht Transparenzbericht zu politischer Werbung

Gibt bei Google am meisten Geld für Werbung aus: US-Präsident Donald Trump

Facebook und Twitter hatten schon vor einiger Zeit vorgelegt, nun zieht Google nach. Die größte Werbemaschine der Welt hat anlässlich der anstehenden Wahlen im Herbst ein Archiv für politische Anzeigen veröffentlicht, das spannenden Einblicke in die Kampagnen von Donald Trump und Co. liefert. Der Bericht lässt dennoch relevante Informationen vermissen.

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Vom 6. August bis zum 12. August haben Donald Trump und sein Political Action Committee (PAC) mehrfach ein YouTube-Video geschaltet, in dem es um die Mauer zu Mexico geht und dass Bürger den Kongress dazu auffordern sollen. Im selben Zeitraum gab es ein 15-sekündiges Video, dass den Zuschauer fragt, wie sehr sie den “Mainstream-Medien” vertrauen würden. Am Ende wird der Nutzer aufgefordert, an einer Umfrage teilzunehmen. Wer sich durch den jüngst veröffentlichten Transparenzbericht von Google klickt, kann jede einzelne der 1.321 Anzeigen vom US-Präsidenten seit Ende Mai diesen Jahres einsehen. Demnach hat das Team vom “Trump Make America Great Again Committee” 629.500 US-Dollar für politische Werbung ausgegeben.

Google hat den Bericht herausgegeben, damit “alle Nutzer besser nachvollziehen können, wie politische Werbung online funktioniert.” Im Vorfeld der US-Zwischenwahlen im Herbst wolle man für Transparenz sorgen und deshalb werde die Werbebibliothek wöchentlich aktualisiert. Einer erneuten Wahlbeeinflussung, wie bei der Präsidentschaftswahl 2016, soll damit entgegengesteuert werden. Das US-Unternehmen zieht mit diesem Schritt mit Facebook und Twitter gleich, die ähnliche Transparenzoffensiven bereits vor einigen Wochen gestartet haben. Das weltgrößte Netzwerk gibt Nutzern die Möglichkeit, sich alle Anzeigen anzusehen, die eine Facebook-Seite schaltet. Das gilt ebenfalls für die Dienste Instagram und Messenger sowie Partner-Netzwerke (auch dort ist Trump Werbe-Spitzenreiter, MEEDIA berichtete). Auch in Deutschland finden sich unter dem Punkt “Seiteninfos & Werbung” die derzeit aktiven Werbungen. Informationen darüber hinaus gibt es allerdings nicht. Der Kurznachrichtendienst Twitter stellte ein sogenanntes Transparenzzentrum vor, in dem Nutzer einsehen können, welche Anzeigen von welchem Account kommen. Beinhaltet die Werbung einen politischen Inhalt gibt es zusätzlich Informationen über die Höhe der Werbeausgaben und die Reichweite.

Daten für Wissenschaftlicher zugänglich

Der Konzern gibt nun Einblick in verschiedene Bereiche des Ad Services: Neben den Ausgaben aller US-Bundesstaaten wird das bisher aufgebrachte Werbebudget der Werbetreibenden gelistet. Demnach ist Trump PAC auf Rang 1, dahinter folgt One Nation mit 440.300 US-Dollar und die Non-Profit-Organisation Planned Parenthood, die medizinische Dienste in den USA anbietet und 341.600 US-Dollar für Google-Werbung ausgibt. Auffällig dabei ist, dass jene Initiativen bzw. Organisationen deutlich weniger Werbung schalten als Trump, dafür jedoch für den einzelnen Spot mehr Geld ausgeben, um eine höhere Reichweite zu erzielen. Dies lässt sich anhand der Eckdaten für jeden einzelnen Spot ablesen, jedoch sind die Ausgaben lediglich in einer Spanne angegeben. Laut Google umfasst diese die Gesamtkosten für eine Anzeige. Ebenfalls transparent ist die Werbung per Keyword über das Suchfeld und die Reichweite, die die Anzeige erzielt hat bzw. für die der Werbetreibende gezahlt hat. Alle erfassten Daten, erläuterte Googles Produkt Manager Michee Smith in einem Blogpost, könnten zudem von Wissenschaftler, politischen Beobachtern und Bürgern genutzt werden.

Der Bericht weist jene politische Werbung aus, die zu Kandidaten oder den entsprechenden gewählten Vertretern des Volkes auf Bundesebene gezählt werden können, dazu gehören auch der US-Präsident und sein Vize sowie Mitglieder des Repräsentantenhauses und des Senats. Werbetreibende müssen sich dementsprechend dafür registrieren. Was in der Aufzählung allerdings fehlt, ist eine Aufzählung von lokal geschalteten Anzeigen und auch Werbekampagnen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung bei einem kritischen Thema. Diese wurden immer dann nicht berücksichtigt, wenn sie keine direkte Verbindung zu einem Kandidaten aufweisen. Smith betonte in dem Blogpost, dass man mit Experten an weiteren Tools arbeite, die eine größere Vielfalt politischer Anzeigen erfassen könnten. Weitere Details nannte Google nicht.

Ob für kommende Wahlen ein ähnliches Archiv hierzulande oder beispielsweise für die Europaparlamentswahl im Mai 2019 geplant ist, konnte die für Google zuständige Agentur auf Anfrage nicht beantworten.

 tb

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