Suche

Werbeanzeige

Werbebranche ist über kommenden Aufschwung noch uneinig

Die Werbekrise in der Medienwelt ist noch lange nicht überstanden. Zwar sprächen bereits viele Branchenvertreter wieder von einem Aufschwung und stünden die Zeichen für eine Trendwende ab 2010 nicht schlecht. Doch Enthusiasmus ist verfrüht, wie auch RTL-Chef Gerhard Zeiler zuletzt im Zuge des Edinburgh International Television Festival betonte.

Werbeanzeige

Viele Vertreter aus den Werbeabteilungen sowie zahlreiche Analysten würden darüber überein stimmen, dass das Schlimmste überstanden sei. Gleichzeitig herrsche jedoch wenig Einigkeit darüber, wie stark der Aufschwung ausfallen wird, wann genau er kommt oder wie er sich verteilen wird. Ein Grund zur Vorsicht sei jedenfalls die Tatsache, dass sich die Werbetreibenden derzeit noch sehr zögerlich zeigen, ihre Budgets festzulegen, wie die New York Times berichtet. Für Medienunternehmen bedeute dies eine äußerst unsichere Ausgangslage, da nur schwer abschätzbar sei, wie viel Geld künftig in die Werbekassen fließen wird. In weiterer Folge falle auch die Planung eigener Ausgaben entsprechend schwer. Pessimistische Analysten gingen sogar davon aus, dass es traditionellen Medien nicht gelingen wird, die während der Rezession verlorenen Werbeinvestitionen wieder vollständig herstellen zu können. Vielmehr werde erwartet, dass mehr und mehr Werbekunden ins Internet oder auf Medien wie Kabelfernsehen umschwenken.

Wenngleich die Zukunftsaussichten äußerst ungewiss sind, so könne jedoch zumindest damit gerechnet werden, dass der Tiefpunkt in der Werbekrise noch in diesem Jahr überschritten wird, wie auch jüngste Erhebungen der Mediaagentur Zenith Optimedia prognostizieren. „Der konjunkturelle Abschwung, der im ersten Quartal noch tiefer einschnitt als erwartet, hat sich im zweiten Quartal verlangsamt. Das gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Talsohle der gegenwärtigen Rezession in den nächsten Monaten erreicht werden dürfte“, lässt sich Nicole Prüsse, Chairman von Zenith Optimedia in Deutschland, zitieren. Daher fielen Erwartungen für das kommende Jahr wieder vorsichtig optimistisch aus. Weniger erfreulich sähen allerdings die Prognosen von Pricewaterhouse Coopers aus. Beispielsweise gehen die Experten dieses Beratungsunternehmens davon aus, dass eine Kluft zwischen Werbung und anderen Einnahmequellen weiterhin bestehen und die globalen Werbeausgaben in den kommenden vier Jahren unter dem Level des Jahres 2008 bleiben werden. Gleichzeitig erwarteten sie aber auch, dass die Ausgaben für Medien und Unterhaltungsangebote seitens der Konsumenten und Unternehmen von derzeit 707 Milliarden Dollar auf 812 Milliarden Dollar bis 2013 steigen werden. pte

www.zenithoptimedia.com,
www.pwc.com

Digital

WPP-Chef: Amazons Werbegeschäft ist „ein Pickel, der brutal wächst“

Der Aufschwung geht weiter. Allein in der vergangenen Woche legte der E-Commerce-Riese weitere acht Prozent an Wert zu und notiert mit einem Börsenwert von über 700 Milliarden Dollar nur minimal unter Allzeithochs. Ein Treiber des Börsenaufschwungs, der Amazon seit Jahresbeginn schon wieder um 24 Prozent nach oben beförderte, ist ein wenig beachteter Konzernbereich, dem der Chef der weltgrößten Werbeagentur "unerbittliches Wachstum" voraussagt: das Anzeigengeschäft. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Ziemlich beste Feinde: Ein neues Buch über Snaps Aufstieg zeigt, wie Facebook Snapchat zum Durchbruch verhalf

Die Fehde ist legendär: Es gibt wohl kaum zwei CEOs im Silicon Valley,…

Es läuft bei Adidas: Nun gibt es auch einen magentafarbenen Sneaker von der Deutschen Telekom

Und da steht schon das nächste Unternehmen in den Startlöchern. Nach der BVG…

Edeka und der Nestlé-Boykott: „Am Ende des Tages bestimmt der Verbraucher, ob er den Supermarkt wechselt“

Bübchen, Vittel, Wagner-Pizza, Maggi, Thomy oder Nescafé: All diese Marken sind bald nicht…

Werbeanzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige