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„Wer sagt, dass ich Gewinne scheffeln muss?“

Die neue Textilmanufaktur Manomama in Augsburg steht für ökosoziale Bekleidung und für Arbeitsplätze adressiert an Chancenlose in unserer Leistungsgesellschaft. Die Gründung dieses ersten „social Business“ der sonst eher verrufenen Branche war nur möglich, weil Sina Trinkwalder das Vermögen aus der ehemals gemeinsam geführten Werbeagentur ihre Mannes investiert hat.

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Die toughe Ex-Werberin fordert als radikal Geläuterte ein nachhaltiges Umdenken. „Ich halte in der Wirtschaft, insbesondere in der Werbung, einen völligen Umbruch für zeitgemäß: Es gilt, mehr in die Wertschöpfung statt in die Marke zu investieren“, sagt sie.

Kunden seien nicht mehr bereit, für „Markenträume zu zahlen“. Dies habe einen Wandel in der Kommunikation zur Folge. Sina Trinkwalder findet im Interview deutliche Worte für die klassische Modebranche, die ihre Textilien in Billiglohnländern fertigen lässt: „Wir dürfen den Dreck, der unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wird, einfach nicht mehr nach Europa lassen. Alles wäre nicht so schlimm, wenn produzierende Händler wie H&M, Zara, Kik oder Primark nicht so viel Gewinn machen wollten. Sie könnten durchaus hier produzieren, müssten dann nur auf etwas Gewinn verzichten und nicht mehr so viel Geld für Models wie Beyoncé oder Lana Del Rey ausgeben.“

Globalisierte Wirtschaft braucht Grundregeln

Die jüngste Katastrophe beim Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesh mit fast 1.200 Toten gehe auch auf die Profitgier zurück: „Die Schuld trifft eindeutig den Fabrikbesitzer. Alle reden vom Weltmarkt, aber unter solchen Vorzeichen braucht eine globalisierte Wirtschaft wenigstens Grundregeln für ein Mindestmaß an Sicherheit, wenn Wettbewerb nicht verzerrt werden soll.“ Sie selbst habe mit Manomama schon nach einem Jahr schwarze Zahlen geschrieben und schiele nicht auf hohe Gewinne: „Wer sagt denn, dass ich Gewinne scheffeln muss? Mir reicht’s, wenn sich unser Business und damit die Arbeitsplätze tragen.“

Das ausführliche Interview mit Sina Trinkwalder lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 7-8/2013 von absatzwirtschaft – Zeitschrift für Marketing, die Sie in unserem Onlineshop erhalten.

Weitere Auszüge aus dem Gespräch mit der Unternehmerin haben wir online für Sie bereitgestellt, klicken Sie einfach auf diesen Link.

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