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Weniger ist aus Sicht von Swatch immer noch gut

Unternehmen sollten sich wieder mit geringeren Umsatzsteigerungen und Gewinnmargen begnügen, ohne gleich von Krise zu sprechen. Diesen Appell richtet Nick Hayek, Chef des Schweizer Uhrenkonzerns Swatch, laut Informationen der Wirtschaftswoche an Wettbewerber. Die früheren Wachstumserwartungen seien viel zu hoch und auf Dauer nicht machbar gewesen.

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„Wenn wir 2009 etwa 20 Prozent weniger Umsatz machen würden als 2008, wären wir immer noch auf dem Niveau von 2007. Und das war ein sensationelles Jahr. Wir alle müssen wieder anfangen, Steigerungsraten von drei, vier, fünf Prozent oder Umsatzrückgänge von fünf, sechs, sieben oder zehn Prozent nicht als Katastrophe zu sehen, sondern als Normalität“, sagt Hayek. Zu mehr Realismus rate er außerdem bei den Gewinnen. „Unsere Profitabilität muss auch nicht immer über 20 Prozent vom Nettoumsatz liegen wie in den letzten Jahren. Wir können auch gut weiterleben, wenn es nur 13 oder 14 Prozent sind.“ Hayek sei optimistisch, dass die Uhrenindustrie schon bald wieder zu einem gesunden Wachstum zurückkehren wird.

Kaufzurückhaltung sehe der Swatch-Chef derzeit nicht bei Konsumenten, sondern bei Händlern. Diese schätzten den Markt offenbar nicht richtig ein. Viele Händler würden im Moment an ihr Lager und nicht an Konsumenten denken. „Dadurch, dass wir auch eigene Geschäfte haben, wissen wir jedoch, dass der Kunde weiterhin kauft. Mit der Marke Swatch machen wir die Umsätze zu 35 Prozent in den eigenen Geschäften“, sagt Hayek. Bei der Omega seien es 12 bis 14 Prozent, bei Blancpain und Breguet ebenfalls um die 13 Prozent. Die Zahlen der verkauften Uhren in den meisten eigenen Geschäften lägen im Januar und Februar höher als im Vorjahr.

www.wiwo.de

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