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Wenige Posts sorgen für hohe Viralität

Im sozialen Netzwerk Facebook zeigen kurze Texte mit Bildern laut einer aktuellen Studie aus Österreich eine sehr hohe Viralität. Dagegen wirkt sich der beliebte Einsatz von Videos und Links signifikant negativ aus. Auf häufig gebrauchte Endungen wie „Und was denkt ihr?“ sowie floskelhafte Aufforderungen kann ebenfalls verzichtet werden. Sie führen nur zu einem weniger als zehn Prozent höheren Viralitätsfaktor.

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Die neue Studie von Vi knallgrau, Tochter der Virtual Identity AG, und dem Studiengang Journalismus und Public Relations der Fachhochschule Joanneum in Graz untersucht eine der wichtigsten Fragen zum Thema Social Media für Unternehmen: Welche Inhalte funktionieren? Die Studie geht konkret auf die Facebook-Auftritte von 100 Unternehmen aus dem deutschsprachigen Business-to-Consumer (B-to-C)-Sektor ein. 50 Konsummarken und 50 Handelsmarken wurden vier Wochen lang unter die Lupe genommen. Ausgewertet wurden insgesamt 2.324 Facebook-Postings.

Auf das richtige Timing achten

Hohes Potenzial liegt der Studie zufolge im richtigen Timing: Der Wochentag mit dem höchsten Viralitätswert ist Sonntag, jedoch werden nur fünf Prozent der untersuchten Posts an diesem Wochentag veröffentlicht. Eine weitere Erkenntnis verblüfft die Studienautoren: Pages, die nur rund jeden dritten Tag oder seltener posten, erzielen die höchste Erfolgsquote. Somit gelte: Weniger ist mehr. In der Konsequenz fällt laut Studie der Viralitätsfaktor bei Consumer Brands doppelt so hoch aus als bei Retail Brands – denn letztere posten öfter. Zudem setzen Handelsmarken Foto-Galerien zu selten, aber Links und Promotions zu häufig ein. Die Annahme ist hier, dass User die auf Promotion zielenden Inhalte von Retail Brands weniger verbreiten.

Im Gesamtbild zeigt sich, dass die Anforderungen aufgrund der Nutzerbedürfnisse gewachsen sind. Unternehmen haben es heute mit Zielgruppen zu tun, die einen sehr spezifischen Informationsbedarf aufweisen, und sollten daher weniger ihre eigene Agenda in den Fokus rücken. Soziale Medien wie Facebook leben vom Dialog mit dem User und bieten viele Möglichkeiten, um diesen laufend zu verbessern.

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