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Weltmeister Deutschland: Unsere Technologien haben schon gewonnen

Jürgen Gietl

Die Firma GoalControl aus Würselen in Deutschland hätte sich keinen besseren Start der Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien wünschen können. Beim 2:0 der Franzosen im Spiel gegen Honduras verhalf die deutsche Technologie unseren französischen Nachbarn zu einem gültigen Treffer, der ihnen sonst wohl verwehrt geblieben wäre. Und der Firma GoalControl verhalf sie zu weltweiter Bekanntheit.

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Auch die Osram-Tochter Traxon, die aus 34.000 LED den größten Stadion-LED-Bildschirm der Welt formt, nutzt die geballte Aufmerksamkeit für sich. Siemens hatte einen sehr irdischen Anteil an dem Wunder, dass alle Stadien für die WM rechtzeitig fertig wurden: Mit der Siemens Überwachungstechnik wurden die Bauarbeiten aller zwölf Stadien rund um die Uhr aus der Ferne überwacht. Selbst der von Adidas entwickelte Spielball Brazuca steckt voller High-Tech. Durch eine Oberfläche mit vielen kleinen Erhebungen sowie langen tiefen Nähten hat er eine optimale Flugbahn, anders als das Vorgängermodell der WM vor vier Jahren in Südafrika. Das Ergebnis wurde ausgiebig getestet – unter anderem auch mit einem Roboter-Bein und einem Windkanal: überall weltmeisterliche High-Tech aus Deutschland.

Doch nicht jedes deutsche Technologieunternehmen schafft es, die weltweite Aufmerksamkeit während der Fußball WM auf sich zu lenken. Was tun, wenn Ihr Unternehmen zwar High-Tech liefert, aber sich nicht im Rampenlicht einer WM zeigen kann?

Vom Hidden Champion zur Value Brand

Jedes Unternehmen kann auch ohne große Budgets und einer Weltmeisterschaft mit weltweiter Aufmerksamkeit aus seinem Schattendasein treten. Die Zauberformel heißt: Spitzenleistung + Vermittlung = Wertschöpfung. Wert können Sie nur schöpfen, wenn der Kunde den Wert Ihrer Spitzenleistung auch wahrnehmen kann. Wenn Sie allerdings noch immer glauben, die Vermittlung Ihrer Spitzenleistung sei Aufgabe der Kommunikationsabteilung und des Vertriebs, werden Sie die Potentiale, die in Ihrem Unternehmen liegen, nur unvollständig heben können.

Vom Kommunikations- zum Management-Instrument

Eine Spitzenleistung zu erbringen, ist immer ein Prozess. Eine Spitzenleistung zu vermitteln ebenso. Es betrifft immer die gesamte Wertschöpfungskette im Unternehmen. Auch hier lässt sich der Vergleich zum Fußball herstellen, und zwar mit der Taktik eines Fußballteams: Wenn eine Mannschaft ein Tor schießen will, fängt das nicht beim Stürmer, sondern bei der Spieleröffnung des Verteidigers an. Wenn Sie Ihre Spitzenleistungen vermitteln möchten, muss dies ebenfalls durch die gesamte Mannschaft, durch alle Kontakte, die ein Unternehmen mit seinen Kunden haben kann, geschehen. Unternehmen, die das erkennen, sind in der Lage, über das aktive Management ihres guten Rufes – also ihrer Marke – die gesamte Performance des Unternehmens zu verbessern. Erst dann schöpft es alle Potentiale voll aus, die im Unternehmen brachliegen.

Wenn Sie das beherzigen, werden Sie bei Ihrer Kundschaft so viel Aufmerksamkeit generieren, dass Ihre Marke von der Steigerung der Anziehungskraft über einen langen Zeitraum – und nicht nur von der Erhöhung der Bekanntheit während des kurzen Zeitraums einer Fußball WM – profitiert.

Über den Autor: Jürgen Gietl ist Managing Partner von Brand Trust mit langjähriger Erfahrung im operativen und strategischen Management von Marken. Seine Sachkenntnis nutzen namhafte mittelständische Unternehmen und globale Konzerne. Gietl ist ein gefragter Dozent auf zahlreichen Kongressen und an Hochschulen.

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