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„Welt“ bittet zur Kasse, Steinbrück und Papst twittern und Beyoncé kassiert

Nicht nur, dass das Datum mit 12.12.‘12 bereits optisch Eindruck macht, die großen Ereignisse dieser Woche fielen fast ausschließlich auf diesen Tag. Springer baute am Mittwoch seine digitale Bezahl-Mauer, Steinbrück setzte allen anderen Vorsätzen zum Trotz seine erste Twitternachricht ab und der Papst mag seit Wochenmitte gar nicht mehr aufhören zu zwitschern. Gewinnerin der Woche ist Beyoncé. Sie sicherte sich einen 50-Millionen-Dollar-Deal mit Pepsi.

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Von Anne-Kathrin Keller

Zukunftsweisende Medienstrategie: Welt Online

Seit Mittwoch kostet bei Springer Onlinecontent Geld. Als erste überregionale Zeitungsmarke verlangt der Verlag von intensiven Nutzern des Onlineangebots der Tageszeitung „Welt“ eine Gegenleistung. Abonnenten der Printausgabe haben weiterhin uneingeschränkten Zugang zu allen Onlineinhalten. Andere Nutzer können zwischen drei Abo-Modellen wählen, die monatlich zwischen 6,99 und 14,99 Euro kosten. Damit ändert Springer seine Onlinestrategie und sein Erlösmodell radikal. Das Unternehmen akzeptiert einen Rückgang der Reichweite und setzt auf Vertriebserlöse.

Für Vorstandschef Mathias Döpfner ist der Schritt auch eine Investition in die Unabhängigkeit des Journalismus. Das Modell orientiert sich an dem Bezahlverfahren bei der „New York Times“. Dass Springer nach amerikanischem Vorbild vorgeht, verwundert nicht. Seit September befinden sich Bild-Chefredakteur Kai Diekmann und Springer-Marketingchef Peter Würtenberger auf Forschungsreise in den USA, um nach neuen digitalen Geschäftsfeldern zu forschen.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:

>>>Zeitungssterben – Online ist nicht die Pauschallösung

>>>Leistungsschutz, ja und? – Die Taliban, die Hehlerbande und der Qualitätsjournalismus

>>>Deutsche soziale Netzwerke abgeschlagen – nur Xing wächst noch

>>>Axel Springer fährt auf der Überholspur

>>>Heidi Klum: Darf´s ein bisschen mehr sein?


Social-Media-Vorreiter der Woche: Peer Steinbrück

Nun also doch: Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück geht in die Social-Media-Offensive. Vielleicht haben ihn die Erfolge von Obamas Social-Media-Wahlkampft in den USA doch beeindruckt. Dabei hat er sich so oft gegen Twitter ausgesprochen. Es mache keinen Sinn, in eine Welt zu treten, in der er nicht authentisch sein könne, sagte Steinbrück noch vor wenigen Wochen und gab Twitter und sozialen Medien eine klare Absage. Aber wenn es um die Kanzlerkandidatur geht, kann auch ein Steinbrück von seinen Prinzipien abweichen. Seit dieser Woche twittert der SPD-Mann. Am Mittwoch stellte sich der Merkel-Herausforderer in einem „Twitterview“ Fragen der Wählern.

Die Reaktionen auf Steinbrücks Twitterstart waren groß. „hell freezes over“, twitterte das Social Media-Urgestein und SPD-Mitgleid Nico Lumma, „@peersteinbrueck will so sehr Kanzler werden, dass er jetzt auch auf Twitter verfügbar ist.“ Viel zu tun haben wird Steinbrück weder mit Twitter noch mit anderen sozialen Kanälen. Seine Facebook-Präsenz wird bereits durch sein Wahlkampfteam gepflegt, das wird wohl auch bei Twitter bald so sein.

Himmlische Social-Media-Strategie: Der Papst sendet Tweets

Was deutsche Politiker können, kann der Vatikan schon lange. Auch der Papst verschickte diese Woche seine erste Twitter-Nachricht. Am Mittwoch twitterte er: „Liebe Freunde! Gerne verbinde ich mich mit euch über Twitter. Danke für die netten Antworten. Von Herzen segne ich euch.“ Eigentlich wollte er es dabei vorerst belassen. Scheinbar gefällt ihm das Medium aber doch so gut, dass er gleich noch zwei Tweets hinterhersetzte. @pontifex hat knapp 800.000 Follower, bei dem deutschen Kanal @pontifex_de sind es bereits 20.000.

Werbevertrag der Woche: Beyoncé Deal mit Pepsi

Beyoncé Knowles sollte seit dieser Woche endgültig ausgesorgt haben. Der amerikanische Getränkehersteller Pepsi hat die Sängerin als Botschafterin für die Kampagne ‚Live for Now‘ gewonnen und gibt dafür ordentlich Geld aus. Nach Angaben der „New York Times“ kassiert die Sängerin 50 Millionen Dollar von dem Limonadenhersteller. Das Werbepaket umfasst eine limitierte Dose mit ihrem Konterfei, einen Werbespot und einen von Pepsi präsentierten Auftritt in der Halbzeitpause des Super Bowls. Das Footballfinale findet am 3. Februar statt und gilt als die wichtigste Sportveranstaltung der USA. Knowles hat bereits 2002 für Pepsi geworben. Ab März 2013 werden die ersten Pepsidosen mit der Sängerin in Europa erhältlich sein.

Kommunikation

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