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Weller widerspricht Dudenhöffers Thesen zur Rabattentwicklung

Vertrieb In der aktuellen Debatte um angebliche Rabattschleuderei auf dem deutschen Automobilmarkt hat der Unternehmer Burkhard Weller einen offenen Brief an Prof. Ferdinand Dudenhöffer geschrieben. Darin kritisiert er die Studien Dudenhöffers zur Rabattentwicklung auf dem deutschen Automobilmarkt. Der Volkswagen-Konzern begrüßt den Vorstoß Wellers.

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In dem Schreiben heißt es unter anderem, die Rabattschleuderei von Herrn Dudenhöffer nehme ein Ausmaß an, „welches die Branche massiv schädigt, weil Sie Unwahrheiten verbreiten“. Und weiter: „Ich würde Ihren Rabattauswüchsen nicht so viel Aufmerksamkeit schenken, wenn nicht der Verbraucher davon massiv getäuscht würde und mit diesen Erwartungen im Handel beim Verkäufer auftaucht“, so Weller. Das Resultat sei, dass „der Kunde völlig enttäuscht ist … und schlimmstenfalls den Kauf eines Neuwagens verschiebt, somit würden Sie also auch noch volkswirtschaftlichen Schaden anrichten“. Die Weller Gruppe ist eine der größten Mehrmarken-Automobilhandelsgruppen in Deutschland.

Der Automobilhersteller Volkswagen begrüßt den offenen Brief Wellers ausdrücklich und schließt sich der Kritik voll und ganz an. Volkswagen werde die Untersuchungsergebnisse von Herrn Dudenhöffer weiterhin sehr genau beobachten und hinterfragen, heißt es in einer Pressemeldung des Konzerns.

Am Abend reagierte Dudenhöffer mit einer Stellungnahme, in der er betont, dass der VW Golf VII bei Internetvermittlern nachweislich bis zum 26. September mit Prämien bis zu 27,5 Prozent Rabatt angeboten wurde. Dudenhöffer wörtlich: “Dies war möglich, da VW zu dieser Zeit eine Art Auftragsgewinnungsprämie sowie eine Prämie für Führerschein-Neulinge ausgelobt hatte. Kumuliert waren damit bis zu 27,5% Rabatt auf ein Fahrzeug möglich, das noch nicht im Handel war. Es wurde von uns hingewiesen, daß es sich um einen Spitzenrabatt mit bestimmten Konditionen handelt.”

Das CAR Institut recherchiert und wertet nach eigenen Aussagen monatlich mehr als 350 Aktionen der Hersteller aus. Zusätzlich werden monatlich die Rabatte von den 30 meistverkauften Fahrzeugen bei den vier großen Internetvermittlern untersucht sowie der monatliche Datenbestand von allen am deutschen Automarkt angebotenen Modellen, die auf sogenannte Eigenzulassungen laufen. Zur Analyse der Rabattsituation würden im deutschen Automarkt somit monatlich mehrere tausend Datensätze herangezogen.

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