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Webpionier Yahoo: Ab jetzt offiziell Geschichte

Der Webpionier Yahoo ist als eigenständiges Unternehmen offiziell Geschichte. Der Telekommunikations-Konzern Verizon schloss am Dienstag die rund 4,5 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Yahoo-Webgeschäfts ab.

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Von dpa und Sarah Hölting

In einem Blogeintrag gibt die bisherige Yahoo-Chefin Marissa Mayer wie erwartet ihren Abgang bekannt: “ (…) I’ll be leaving the company. However, I want all of you to know that I’m brimming with nostalgia, gratitude, and optimism.“ Nach ihren Verträgen steht ihr eine millionenschwere Abfindung zu. Mayer war es nicht gelungen, das Online-Werbegeschäft bei Yahoo wieder anzukurbeln. Der Verkauf an Verizon wurde im vergangenen Jahr beschlossen, der Kaufpreis wurde nach Bekanntwerden gewaltiger Hacker-Angriffe, die mehr als eine Milliarde Nutzer betrafen, um über 300 Millionen Dollar gekappt.

Yahoo und AOL verschmelzen

Das Yahoo-Webgeschäft wird nun unter dem Dach von Verizon mit der Online-Tochter AOL zusammengelegt, zu der unter anderem Medien wie die «Huffington Post» oder die Blogs «TechCrunch» und «Engadget» gehören. Sie werden in einer neuen Einheit mit dem Namen Oath zusammengefasst. Oath heißt übersetzt „Eid“. Der frühere Google-Manager Tim Armstrong, der 2009 als CEO zu AOL stieß, wird Oath als Vorstandschef leiten. Verizon setzt unter anderem auf die Verknüpfung seiner Kundendaten mit der Yahoo-Reichweite im Netz.

Hintergründe zu Yahoo: Kurz & Knapp

Yahoo war vor mehr als 20 Jahren als Verzeichnis von Webseiten gegründet worden. Mit Online-Dienstleistungen wie Email fand der Konzern hunderte Millionen Nutzer, tat sich jedoch seit Jahren schwer, diese zu monetarisieren. Die Einnahmen kamen hauptsächlich aus Online-Werbung, dessen Geschäft aber zunehmend von Google und Facebook dominiert wird. Nachdem mehrere Chefs erfolglos versucht hatten, den Konzern auf die richtige Bahn zu lenken, übernahm Marissa Mayer vor vier Jahren das Steuer. Sie baute das Medienangebot aus, investierte in den Ausbau der Yahoo-Suchmaschine und wollte junge Nutzer über den Kauf der Blog-Plattform Tumblr erreichen. Die Netto-Werbeerlöse fielen trotzdem, der Kauf von Tumblr zog Yahoo weiter runter.

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