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Web-to-Print für Urlaubsdestinationen etabliert

Entscheidend ist der Media-Mix, auch bei der Reisebuchung. Reiseinteressenten informieren sich heute über Online- und Printmedien. Dafür braucht es Anwendungen, die Inhalte von Online zu Print überführen. Mit Web-to-Print verbinden die Klagenfurter Werbe- und Grafikspezialisten von Werk 1 beispielsweise die medialen Anforderungen der modernen Touristik. Im April 2010 etablierten sie die Plattform „Publixone“ (Konzept-IX, Saerbeck) bei der Strafinger Tourismuswerkstatt (Landskron/Villach) zur automatisierten Katalogproduktion sowie zur Datenerfassung und -speicherung. Die Ziele: Automatisierung, verkürzte Kommunikationswege und verminderte Fehleranfälligkeit.

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von Carina Wübbels

Tourismusbetriebe erstellen Anzeigen bequem am eigenen PC

550 Hoteliers und Betreiber von Ferienhäusern sowie Pensionen aus fünf Regionen Österreichs sind bereits an die Portale der Tourismuswerkstatt angeschlossen. Vor der Einführung von Publixone haben die Betriebe ihre Daten (Name, Anschrift, Bettenzahl, Preise usw.) für jede Anzeige einzeln in die Formulare eingetragen. Mehrmals mussten sie zwischen der Strafinger Tourismuswerkstatt, dem jeweiligen Betrieb und Werk 1 ausgetauscht werden; teilweise mit langen Verzögerungszeiten. Und anschließend folgten nicht selten ebenso aufwendige und zeitraubende Übersetzungsszenarien.

Seit der Einführung des Web-to-Print-Moduls gestaltet sich die Arbeit an den Katalogseiten anders. Jede Tourismusregion hat ein eigenes Portal mit optischen Anpassungen wie Farbgestaltung und Logo. Der Ablauf der Katalogproduktion ist allerdings bei allen gleich: Ein Zuständiger im Tourismusbetrieb wählt sich über einen Login in das System ein. Nur bei der ersten Anmeldung werden die Daten aufgenommen, für jede weitere Bearbeitung sind die Daten abrufbar. Die Beschreibung der Merkmale des Betriebs (Zimmer, Ausstattung, Zahlungsart, angebotene Sprachen, Auszeichnungen und Kooperationen) können durch Piktogramme ergänzt und so einprägsamer gestaltet werden. Nachdem sich der Bearbeitende für eine Anzeigenart entschieden hat, lädt er über eine komfortable Auswahlmaske ein oder mehrere Bilder hoch. Diese werden automatisch auf ausreichende Bildqualität geprüft. Der Bildausschnitt, der selbst gewählt werden kann, wird ebenfalls auf ausreichende Größe und Qualität gecheckt.

Im nächsten Schritt kann der Text für die Anzeige eingegeben werden. Die Zeichenbeschränkung und Typografiekontrolle gibt vor, wie viel Text für die gebuchte Anzeige im bestehenden Layout maximal möglich ist. Je nach Katalog und Planung wird der eingegebene Text anschließend an ein Übersetzungsbüro übermittelt.

Ist die Eingabe des Textes abgeschlossen, kann sich der Bearbeitende ein Vorschau-Pdf anzeigen lassen, gegebenenfalls Änderungen vornehmen und die Anzeige für den Druck freigeben. Der gesamte Erstellungsprozess eines Katalogs ist vereinfacht worden und Fehler, die durch den Austausch der Dokumente auftreten können, wurden minimiert. Die Zugriffe auf die Anzeigen wurden reduziert, es werden weniger Korrekturen vorgenommen und Werk 1, als Anbieter der Web-to-Print- Lösung, muss sich keine Gedanken mehr um die Datenbereitstellung machen. „Diese Zeit wurde uns von niemandem bezahlt“, erinnern sich Martin Tripolt und Walter Jammer aus dem Projektteam „Web-to-Print“ bei Werk 1.

Web-to-Print zur Qualitätssteigerung

Vor beinahe einem Jahr wurde das Projekt „Web-to-Print“ bei Werk 1 und der Strafinger Tourismuswerkstatt etabliert. Anwender, die nicht sehr technikversiert sind, haben hin und wieder Fragen zur Bedienung des jeweiligen Portals und bemängeln die Technisierung. Aber, da ist sich das Werk 1-Team sicher, das wird sich bald ändern. „Die Qualität und die Quantität der Katalogproduktionen werden steigen“, schätzen Tripolt und Jammer.

Durch die Reduzierung des Aufwands bleibt den Grafik- und Werbefachleuten mehr Zeit, sich mit der professionellen und ansprechenden Gestaltung auseinander zu setzen. „Online heißt nicht, dass es minderwertiger oder unpersönlicher wird. In diesem Fall liegt der Fokus auf qualitativ hochwertiger“, kommentiert Jammer die „Verlustängste“ einiger Hoteliers und Pensionsbetreiber durch den Betrieb der Publishing-Lösung Publixone.

Laut IT-, Grafik- und Tourismusexperten sei Web-to-Print eine der Zukunftssäulen des Tourismus. Auf spontane Kataloganfragen, auch bei speziellen Themen und Angeboten, kann dank der Web-to-Print-Anwendung einfach, komfortabel und vor allem zeitnah reagiert werden. „Die lästige und zeitraubende Arbeit bei der Katalogerstellung wird deutlich weniger werden“, freut sich das Projektteam.

Online und Print: in der Touristik wie Bruder und Schwester

Die Online-Vermarktung scheint zunächst der Darstellung in den klassischen Printmedien, speziell in der Touristik, den Rang abzulaufen, bedenkt man doch die rosigen Zukunftsaussichten für Online-Buchung und Werbung auf Internetseiten. „Online-Werbung und Kataloge sind bei Reisen zwei völlig verschiedene Paar Schuhe“, weiß Tripolt aus Erfahrungen der vergangenen Jahre zu berichten.
Die Mediennutzung der Reiseinteressenten ist letztlich sehr vielschichtig aufgestellt: Sowohl im Internet als auch anhand von Katalogen, Flyern und Fachmagazinen informieren sich die Interessenten über die Reiseziele und Angebote. Ausschlaggebend für die Entscheidung zur Buchung ist der Media-Mix, je nach Zielgruppe variieren die Anteile jedes Mediums. Web-to-Print verbindet sinnvoll und effizient die Kommunikationskanäle Internet und Katalog, das zeigen Werk 1 und die Strafinger Tourismuswerkstatt eindrucksvoll in Österreichs Bergidylle, mit Unterstützung aus dem münsterländischen Flachland.

Über die Autorin:
Carina Wübbels ist beim Softwarelösungsanbieter Konzept-IX in der Abteilung Marketing tätig.

www.werk1.at,
www.strafinger.at,
www.publixone.de

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