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Was von der Woche bleibt: Rabattschlachten, Chauvinismus und Downloaderfolge

Die Baumarktkette Praktiker hat mit dem Werbeslogan „20 Prozent auf alles – außer Tiernahrung“ einen Werbekultsatz geschaffen. Ursprung für den Claim war ein wettbewerbsrechtliches Problem: Die Tiernahrung musste von der Rabattaktion ausgenommen werden, da sie zum damaligen Zeitpunkt unter den Selbstkostenpreis gefallen wäre. Der Satz war ein Erfolg aber auch das Verderben für die Baumarktkette. Diese Woche musst Praktiker Insolvenz anmelden, die Rabattangebote haben das Unternehmen ruiniert. Lesen Sie mehr in unserem Wochenrückblick.

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Von Anne-Kathrin Keller

Pleite der Woche: Praktiker verliert Rabattschlacht

„20 Prozent auf alles – außer Tiernahrung“ – Kaum ein Werbespruch hat sich so durchgesetzt wie der Kultsatz von Praktiker. Er brannte sich in die Köpfe. Aber auch wenn die Werbeerinnerung top ist, hilft es dem Unternehmen wenig: Praktiker hat diese Woche den Insolvenzantrag wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit gestellt. Das Konzept der Aldi unter den Baumärkten zu sein ging nicht auf. Während sich die Konkurrenten Obi und Hornbach als hochwertig positionierten, blieb Praktiker bei seinem Billigimage. Das hielt zwar die Umsätze hoch, Gewinne konnten so allerdings nicht verbucht werden. Bei gleichzeitig kleineren Läden und kleinerem Sortiment hatte Praktiker mit die höchsten Kosten der Branche. Der lange Winter und die damit ausbleibenden Einnahmen aus der Gartenabteilung gaben Praktiker schließlich den Rest. Der Kultwerbeslogan „20 Prozent auf alles – außer Tiernahrung“ wurde 2011 von der Marketingabteilung abgesetzt, die dazugehörende Strategie trieb das Unternehmen in den Ruin bis es schließlich zahlungsunfähig wurde.

Werbekritik der Woche: ZDF verärgert Zuschauer zur Frauen-Fußball-WM

Machos, Chauvinisten, Frauenverachter – nur drei Beschimpfungen, die das ZDF diese Woche über sich ergehen lassen musste. Das ZDF hat sich mit einem kurzen Werbeclip zur Frauen-Fußball-WM den Zorn der Kritiker zugezogen. Es wird eine Frau nicht auf dem Fußballplatz, sondern in der Waschküche gezeigt. Die Spielerin dribbelt im strahlend weißen Deutschland-Trikot eine Kellertreppe hinab. Die Tür einer Waschmaschine steht offen, zielsicher schießt sie den dreckigen Ball in die Trommel und drückt das Leserprogramm. Am Ende heißt es: „Ballsauber in Schweden – die Uefa Frauenfußball-EM im ZDF“. Frauen und Waschen – Am Lerchenberg scheint niemand über das Klischee hinauszudenken. Dementsprechend groß ist die Kritik.

Hier der Anstoß für die Kritik:


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:

>>>Medien werden als korrupter wahrgenommen als die Öffentliche Verwaltung

>>>Deutsche hören täglich mehr als drei Stunden Radio

>>>Der unberechenbare Konsument?!

>>>Wimbledon-Star Lisicki: Erfolgreiche Wiederbelebung des Tennissports


Jubiläum der Woche: App Store feiert Fünfjähriges

Am 10. Juli 2008 ging Apples App Store online. Fünf Jahre später ist der App Store mit über 900.000 Anwendungen das Kernstück von Apples mobilen Ökosystem. Die Erfolgsgeschichte des App Store hätte allerdings beinahe nicht stattgefunden. Ursprünglich ist iOS nämlich als geschlossenes System konzipiert worden. Erst mit dem iPhone 3G öffnete das Unternehmen das Betriebssystem für App-Entwickler. Dieser Schritt hat sich für Apple ausgezahlt. Von Januar bis März 2013 erwirtschaftete das Unternehmen allein mir der Sparte iTunes/Software/Services über vier Milliarden US-Dollar Umsatz. Insgesamt wurden mittlerweile mehr als 50 Milliarden Apps aus dem Store heruntergeladen. Bis Mai 2013 wurden 50.000.000.000 Apps heruntergeladen. Die populärsten App-Katgorien sind Spiele, Bildung und Unterhaltung.

Statista hat die Entwicklung grafisch dargestellt:

Abbildung: Fünf Jahre App Store

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