Suche

Werbeanzeige

Was Unternehmen vom FC Bayern lernen

Der FC Bayern München steht am morgigen Samstag zum neunten Mal im Finale der europäischen Königsklasse und ist trotz der Niederlage im DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund einer der weltweit erfolgreichsten Fußballvereine und bekannte Marke. Sven Voelpel (im Bild), Professor of Business Administration an der Jacobs University, hat sich nun gefragt, ob die Strategien von Proficlubs auch Unternehmen zum Erfolg führen. Nach seinen Studienergebnissen ist der Profifußball der Wirtschaft sogar oft voraus ist, weil der Druck ungleich höher sei. Denn Fußball sei "ein enorm kurzfristiges Geschäft". Trainer würden bereits nach vergleichsweise kurzen Phasen von Erfolglosigkeit entlassen. Andererseits müssten auch Fußballvereine langfristige Ziele, wie neue Sponsorenverträge und die Nachwuchsförderung im Blick behalten.

Werbeanzeige

Dieses Spannungsfeld zwischen kurzfristigem Erfolg und langfristiger Planung, in dem sich Profi-Fußballvereine bewegen, ähnelten den Herausforderungen, denen sich Unternehmen stellen müssten. In Unternehmen seien kurzfristige Ziele, die Ausschöpfung von Produkten und Dienstleistungen, den sogenannten „Cash Cows“, wichtig. Aber ein Unternehmen verfolge im Idealfall auch die langfristige Neuentwicklung von Produkten und Strategien.

Jacobs-Professor Sven Voelpel hat die Erfolgsformel des Profi-Fußballs erforscht, um sie auf die Wirtschaft übertragbar zu machen. „Erfolg in der Geschäftswelt wie im Fußball hängt von den gleichen Managementfaktoren ab: Strategie, Struktur, Führung und Kultur“, sagt er. Vom Fußball könnten Führungskräfte besonders gut lernen, da Erfolg unmittelbarer gemessen werde und bei Misserfolg mit härteren Konsequenzen geahndet würden. Und Fußball konzentriere sich auf das Wesentliche: Wahre Leistung entstehe nur durch Leidenschaft.“

Der richtige Führungsstil und die Balance zwischen Forderung und Förderung der Mitarbeiter und der Spieler, seien elementar, so Voelpel. Die besondere Qualität des Trainers Jürgen Klopp von Borussia Dortmund sei es zum Beispiel, viel von seinen Spielern zu fordern, andererseits aber auch glaubwürdig Aufbauhilfe zu leisten, sollten Unsicherheiten bestehen.

Auf die Frage, was die Wirtschaft vom Profifußball lernen kann, antworte der Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, der selbst auch Unternehmer ist: „Im Fußball ist der Teamgeist sehr ausgeprägt. Das ist übertragbar auf jedes Unternehmen. Mitarbeiter bekommen das Gefühl, dass sie wichtig sind und ernst genommen werden. Und dass man nur in einem Team imstande ist, den Erfolg zu garantieren. Und noch eine wichtige Komponente: Man sollte das Personal schützen. Denn nur zufriedene Mitarbeiter befeuern das Unternehmen.“

Ein Dienstleister für Kunden-Management-Lösungen namens „buw“ bette seit Jahren auch Ideen aus dem Fußball zentral in seine Unternehmenskultur ein. Sven Voelpel hat das Unternehmen und seine Strukturen analysiert. Der buw-Geschäftsführer, Jens Bormann, beschreibe seine Philosophie unter anderem so: „Während der Vertrieb nach vorne stürmt, um neue Projekte zu gewinnen, fungieren die Fachabteilungen als Flankengeber innovativer Technik und neuer Produkte.“

Mitarbeiter würden sich als Akteure eines Fußballclubs fühlen. Was merkwürdig klinge, sei ein preisgekröntes Beispiel für moderne Unternehmenskultur in einem Geschäftsfeld, das nicht den besten Ruf genießt. Der Kommunikationsdienstleister sei in diesem Jahr mit dem „Top Job“-Gütesiegel für herausragende Personalarbeit ausgezeichnet worden. Dieser Erfolg zeige, dass Fußballtugenden wie Leidenschaft, Teamgeist, Fairplay und Siegeswille nicht nur auf die Wirtschaft übertragen werden können, sondern sie auch anregen und bereichern.

Die Forschungsergebnisse hat Sven Voelpel zusammen mit Ralf Lanwehr, Professor für Wirtschaftspsychologie an der Business and Information Technology School Iserlohn, in dem Buch „Managment für die Champions League – Was wir vom Profifußball lernen können“ zusammengetragen.

www.jacobs-university.de

Kommunikation

Die Jury hat entschieden: „Alternative Fakten“ ist das Unwort des Jahres 2017

Die Trump-Beraterin Kellyanne Conway bezeichnete die falsche Behauptung, zur Amtseinführung des Präsidenten seien so viele Zuschauer anwesend gewesen wie nie zuvor, als „alternative Fakten“. Seitdem steht der Begriff synonym für verdrehte Fakten in den sozialen Netzwerken. Jetzt wurde er zum Unwort des Jahres 2017 gewählt. mehr…

Werbeanzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Was tun, um den Leser auf der eigenen Seite zu halten? So schaffen Sie visuelle Leckerbissen für Ihre Marke

Wie schafft man es Inhalten ein spannendes Lesevergnügen einzuhauchen und auf einfache, kreative…

Detroit Motor Show 2018: Der Bedeutungsverlust von Detroit ist größer als bei anderen Automessen

Vom 13. bis zum 28. Januar startet in Detroit das Autojahr 2018 mit…

Eine Tonne Schokoherzen zu versteigern: „Mein Marketingherz ist aus Schokolade und schlägt für Air Berlin – immer!“

Deutschlands zweitgrösste Airline ist Geschichte. Zum Abschied malte der Airbus BER4EVR ein grosses…

Werbeanzeige

Werbeanzeige