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Was Arbeitnehmer wirklich wollen: Weiterbildung, Kinderbetreuung oder doch Kohle?

Kinderbetreuung oder das das Geld? Was sind Ihre Anreize bei einem neuen Job?

Früher gabs als Jobanreiz einen Dienstwagen und Weihnachtsgeld. Heute reicht die Liste deutlich weiter. Doch auf welche Anreizsysteme greifen deutsche Arbeitgeber besonders gern zurück? Welche Leistungen spielen eine zunehmende Rolle und welche sind besonders außergewöhnlich? Joblift ermittelt die Top fünf und die ungewöhnlichsten Anreize auf dem deutschen Jobmarkt.

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Auch wenn Weiterbildung ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht, wächst dieses Angebot in den Inseraten von allen untersuchten Leistungen am schwächsten. Zudem halten immer ausgefallenere, häufig nicht-monetäre Privilegien Einzug in die Stellenanzeigen: Von Geburtstagsurlaub bis hin zu Ruheräumen etablieren sich so neue Formen der Mitarbeitermotivation.

Knapp jede fünfte Ausschreibung wirbt mit Weiterbildungsangeboten

Die Metajobsuchmaschine Joblift analysierte alle rund 17 Millionen Jobanzeigen der letzten beiden Jahre, um aufzuzeigen, mit welchen Vorteilen Unternehmen sich um die Gunst der besten Talente bemühen. Joblift nahm eine Untersuchung aller 17.050.231 Online-Stellenanzeigen der letzten 24 Monate vor, um herauszufinden, mit welchen Zusatzleistungen Unternehmen potenzielle Mitarbeiter besonders häufig locken. An erster Stelle werben Arbeitgeber mit Weiterbildungsmaßnahmen (3.228.599 Nennungen), gefolgt von monetären Anreizen (2.740.031 Erwähnungen). Was letztere angeht, so liegen vor allem Weihnachts- und Urlaubsgeld (je 1.746.806- und 943.955-mal angegeben) hoch im Kurs.

Vorsorgepläne wie eine betriebliche Zusatzrente stellen mit 841.187 Erwähnungen ebenfalls ein gängiges Angebot dar. Auch Transportvergünstigungen zählen mit 498.998 Nennungen zu den geläufigen Vorzügen, insbesondere der Firmenwagen und das bezuschusste Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel (je 237.907- und 234.219-mal aufgeführt). Auf Platz fünf befinden sich schließlich flexible Arbeitszeitenregelungen, die insgesamt 432.392 Erwähnung finden.

Kinderbetreuungsangebote nehmen doppelt so stark zu

Bestimmte Leistungen gewinnen gegenüber anderen an Bedeutung: So wuchsen alle Ausschreibungen, die obengenannte Anreize auflisten, um durchschnittlich 3 Prozent jeden Monat. Eine Ausnahme bilden Weiterbildungsprogramme mit einem lediglich zweiprozentigen Anstieg und Vorsorgepläne mit einer vierprozentigen Zunahme. Doch auch andere Angebote scheinen stärker in den Fokus der Unternehmen zu rücken. So stiegen auch Mitarbeiterveranstaltungen sowie Gesundheitsangebote zu 4 Prozent überdurchschnittlich an, am deutlichsten ist das Wachstum jedoch bei Kinderbetreuungsmöglichkeiten ausgeprägt: Obwohl diese Leistung mit 139.395 Nennungen nur auf Platz neun der meistgelisteten Vorzüge in Erscheinung tritt, nahmen entsprechende Jobanzeigen um 6 Prozent monatlich zu.

Der zunehmende Wunsch nach Vereinbarkeit von Karriere und Familie

Die Analyse nahm auch weniger verbreitete, ungewöhnliche Leistungen unter die Lupe. So scheint neben Spieleklassikern wie dem Tischkicker zunehmend auch das Bällebad für ein geeignetes Mittel der Mitarbeitermotivation gehalten zu werden – immerhin 599 Ausschreibungen werben damit. Auch Sonderurlaub für ehrenamtliche Tätigkeiten oder den eigenen Geburtstag (337- beziehungsweise 34-mal aufgeführt) findet sich immer häufiger in den Stellenprofilen wieder. Einige Unternehmen bieten sogar gänzlich unbegrenzten, bezahlten Urlaub an (181 Nennungen). In den Bereich der betrieblichen Gesundheitsmaßnahmen fallen schließlich Steharbeitsplätze sowie das Schlafen am Arbeitsplatz in eigens dafür vorgesehenen Räumlichkeiten, sogenannten Napping Rooms (27- beziehungsweise viermal angegeben). Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen Unternehmen mit dem Angebot eines Firmenfahrrads (114-mal gelistet): Zum einen bildet ein solches eine lohnende Alternative zu anderen Transportvergünstigungen, zum anderen fördert es eine erhöhte Bewegungstätigkeit der Belegschaft.

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