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Was Adblocker die Werbeindustrie kosten und wie die New York Times dagegen vorgehen will

Einer neuen Studie zufolge gehen Publishern weltweit bis 2020 in etwa 35 Milliarden Dollar durch den Einsatz von Adblockern verloren – egal, wie sie sich diesen gegenüber verhalten. Die New York Times denkt bereits über werbefreie Angebote nach.

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Der Berechnung zugrunde legt das US-Marktforschungsunternehmen Ovum die Annahme, dass Adblocker in den kommenden vier Jahren vor allem im stationären Internet zum Einsatz kommen und Publisher und Verlage „angemessen“ darauf reagieren – also Maßnahmen gegen die Verbreitung von Adblockern ergreifen, welcher Forma auch immer. Täten sie das nicht, Worst Case Szenario, würden ihnen sogar 78 Milliarden Dollar entgehen, heißt es weiter. Aber selbst, wenn die Branche mit allen Mitteln gegen die ungeliebten Werbevermeider vorginge, würde sie noch 16 Milliarden Dollar verlieren.

Ovum-Analystin Charlotte Palfrey glaubt an die Möglichkeit, die Verluste aufzuhalten:“Die Quintessenz für Verlage ist, dass es die Möglichkeit gibt, die Kontrolle über die Lage zurückzuerlangen. Wenn die Publisher dies tun, können sie 43 Milliarden Dollar zurückholen.“

Wie dieser Weg aussehen kann, testen Verlage zur Zeit weltweit. Zuletzt kündigte die New York Times an, über ein werbefreies Digitalangebot nachzudenken. „Wir wollen all unseren Nutzern so viel Auswahl wie möglich bieten und wir sehen ein, dass es Menschen gibt – Abonnenten und Nicht-Abonnenten – die ein werbefreies Nutzererlebnis allem anderen vorziehen würden“, zitiert Ad Age den NYT-Chef Mark Thompson auf dem International Advertising Bureau (IAB) Ad Blockig & User Experience Summit. In seiner Ansprache kritisierte Thompson auch den Branchenprimus Eyeo, der den meist genutzten Adblocker Adblock Plus auf den Markt gebracht hat: „Abdecker stellen sich oft als Antwort auf das unbefriedigende digitale Werbeerlebnis dar. Aber Eyeo wurde nicht von besorgten Bürgern gegründet. Es wurde von digitalen Werbe-Veteranen ins Leben gerufen und repräsentiert die zynischste und geldgierigste Seite des alten und umreformierten digitalen Werbegeschäfts.“

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