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Warum Multitasking schlecht für unser Gehirn und unseren Arbeitsalltag ist

Alles gleichzeitig machen um schnell genug fertig zu werden. Auf eine Sache fokussieren, ist schon lange nicht mehr unser Ding © Fotolia 2015

E-Mails checken, Urlaubfotos auf Facebook posten und schnell online neue Schuhe ordern – wenn man alles gleichzeitig erledigen will, überfodert man sich schnell selbst. Multitasking ist nicht so gesund, wie viele annehmen. Doch wie bekommt man den Multitasking-Stress in den Griff?

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Wie viele Browser-Tabs haben Sie gerade geöffnet? Es sind sicher über 10, vielleicht 20. Einige können für die Arbeit sein, einige sind vielleicht privater Natur, dazwischen Werbung und Spaßseiten. Bei der Arbeit ist es fast unmöglich einzelne Aufgaben nacheinander durchzuarbeiten, ohne abgelenkt zu werden. Während dieser Artikel geschrieben wird, wird zwischendurch immer wieder in den E-Mail-Account geschaut, Facebook und Twitter gecheckt – keine Chance, den Bericht an einem Stück herunterzuschreiben.

Es ist hart, sich auf eine Sache zu fokussieren

Das Umschalten zwischen verschiedenen Aufgaben wird gerade bei Frauen als „gute“ Eigenschaft gesehen. Doch nicht nur im Beruf treten wir in die Multitasking-Falle. Beim Abendessen schauen wir nebenbei noch Fernsehen, oder hören Radio während wir uns die Haare waschen. Wissenschaftler der Universität von Stanford haben sich bereits 2009 umfangreich mit dem Thema Multitasking beschäftigt. Dabei wurden gute Multitasker beobachtet, die glaubten, ihre Leistung durch das Erledigen von mehreren Aufgaben gleichzeitig steigern zu können. Das Ergebnis war ernüchternd. Die Gruppe brachte schlechtere Ergebnisse hervor, als jene Gruppe, die normalerweise lieber eine Aufgabe nach der anderen erledigt. Es ist schwer, sich zu fokussieren. Die Technologie hat alles so einfach und schnell gemacht. Unsere Smartphones helfen uns den Tag zu planen, erinnern uns an Dinge und zeigen jede Minute die neuesten Nachrichten und E-Mails an.

Welche Wissenschaft steht dahinter?

Studien zeigen, dass Multitasking das Glückshormon Dopamin freisetzt. Wir sind bestrebt, uns dafür zu belohnt, dass wir soviel gleichzeitig geschafft haben. Doch mehrere Aufgaben quasi parallel und ebenso gut zu erledigen wie im Idealzustand, ist utopisch. Die Konzentration und das Ergebnis leiden beim mehrfach parallelen Arbeiten unweigerlich. Etienne Koechlin,Wissenschaftler auf dem Gebiet der Hirnforschung von der Ecole Normale Supérieure in Paris, hat in einer Studie deutlich gemacht, dass maximal zwei einigermaßen anspruchsvolle Aufgaben gleichzeitig vom Gehirn bewältigt werden können.

Deswegen ist Multitasking schlecht

Es belastet uns. Es wurde nachgewiesen, dass Multitasking die Freisetzung von Stress – dem Hormon Cortisol, fördert. Laut Forbes Magazine ist Multitasking genauso schlimm für den IQ wie Marihuana. Es gibt ein paar vereinzelte Beispiele von “ Supertaskers“ , die in der Lage sind, mehrere Aufgaben quasi parallel und ebenso gut zu erledigen. Noch ahnt die Wissenschaft nicht einmal, was solche Supertasker dazu befähigt.

Wie wird man produktiv?

Es gibt drei Tipps, die helfen, sich selbst zu fokussieren.

1 – Abendplanung

Dies ist kein Hexenwerk, aber es funktioniert wirklich. Man nimmt sich Abends 10 Minuten Zeit und notiert die wichtigsten Dinge, die Sie am nächsten Tag erreichen wollen. Welche Aufgaben müssen erledigt werden um einen runden Tag zu gestalten, der Sie nicht überfordert?

2 – Die Pomodoro(Tomaten)-Technik

Dies ist eine Art Zeit -Management-Technik von Francesco Cirillo aus den späten 1980er Jahren. Hierbei soll man seinen Arbeitstag in 25 Minuten-Perioden einteilen. In dieser Zeit arbeite man konzentriert an nur einer Sache. Dann hat man fünf Minuten Pause. Die Methode basiert auf der Idee, dass häufige Pausen geistige Beweglichkeit verbessern.

3 – Zeitfenster für E-Mails
Einige Experten empfehlen, sich selbst eine Zeit zu setzen, in der man seine E-Mails checkt. Zum Beispiel immer um 12 Uhr, vor der Mittagspause und dann noch einmal am Nachmittag. Versuchen Sie einen Slot in Ihrem Kalender einzurichten, der Sie daran erinnert. Ansonsten: Finger weg vom E-Mail-Account.

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