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Von wegen Hektik und Stress: In deutschen Büros herrscht Langeweile (sagen zumindest die Chefs)

Lesen Sie diesen Text, weil im Büro mal wieder tote Hose ist? Damit sind Sie nicht allein, denn statt Hektik und Überforderung herrscht in deutschen Büros phasenweise pure Langeweile. Viele Angestellte sind bis zu acht Stunden pro Woche – also einen vollen Arbeitstag – von ihren Aufgaben im Job gelangweilt. Zumindest glauben das ihre Chefs.

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Dies hat die aktuelle Arbeitsmarktstudie des auf Fach- und Führungskräfte spezialisierten Personalvermittlers Robert Half ergeben. Dafür wurden 500 Manager befragt, von denen 56 Prozent angaben, ihre Angestellten seien einen vollen Arbeitstag pro Woche gelangweilt. Der Studie zufolge glauben lediglich 40 Prozent der Vorgesetzten, dass sich ihre Mitarbeiter nie langweilen.

„Dass über die Hälfte der befragten Manager Langeweile in den Reihen ihrer Angestellten vermutet, hat uns überrascht“, sagt Thomas Hoffmann, Director North bei Robert Half, „zumal einige der angeführten Ursachen mit vergleichsweise wenig Aufwand behoben werden könnten. Routinearbeiten etwa könnten im Team regelmäßig neu verteilt oder mit externer Unterstützung abgearbeitet werden. Neue Herausforderungen können Manager schaffen, indem sie Mitarbeitern sukzessive mehr Verantwortung übertragen und sie ermutigen, selbst Lösungen zu finden.“

Bureout kann zu Depressionen führen

Ein Aufgabenprofil, das nicht fordert und keine Anreize setzt, zählen 30 Prozent der Führungskräfte zu den Hauptursachen für Langeweile. Genau so viele sehen in schlecht organisierten oder zu häufig angesetzten Meetings einen Grund (30 Prozent). Dicht darauf folgt mangelnde Vielfalt/Abwechslung innerhalb der Funktion – ein Problem, dass angesichts von 28 Prozent an Nennungen offenbar weit verbreitet ist. Nur jeder Fünfte von ihnen (19 Prozent) gibt sich selbst die Schuld an der herrschenden Langeweile. „Dauerhafte Langeweile kann genauso schädlich sein wie dauerhafter Stress“, erklärt Hoffmann. „Mitarbeiter, die sich langweiligen, empfinden Druck, den sie sich selbst auferlegen. Außerdem stellen sich Resignation und Lethargie ein, wenn Anerkennung und Wertschätzung ausbleiben. Im schlimmsten Fall sind das Bore-out-Syndrom und Depressionen die Folge.“

Langweilen Sie sich? Das können Sie tun

Mehr Abwechslung im Job liegt nicht nur in der Verantwortung der Chefs. Auch Arbeitnehmer können mit konkreten Maßnahmen akuter und dauerhafter Langeweile entgegentreten, rät Hoffmann:

– Jeder sollte sich fragen: Warum bin ich gelangweilt? Warum finde ich meine Arbeit nicht interessant? Liegt es an Unterforderung oder gibt es andere Gründe? Was fehlt mir, um eine spürbare Verbesserung herbeizuführen?

– Gelangweilte Mitarbeiter sollten das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen und den Wunsch nach Veränderung äußern. Dabei lösen konkrete Vorschläge für eine gezielte Weiterbildung, eine neue Herausforderung oder eine andere Tätigkeit innerhalb des Unternehmens am schnellsten das Problem.

– Finden sich keine Möglichkeiten, die Arbeit abwechslungsreicher zu gestalten oder sich intern neuen Herausforderungen stellen, sollte ein Jobwechsel in Betracht gezogen werden. Mitarbeiter sollten einen Jobwechsel nicht prinzipiell mit einem Denkverbot belegen, sondern – falls erforderlich – als gleichberechtigte Lösung in Betracht ziehen.

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